Veränderte Darmflora: Sechs mögliche Folgen eines kranken Darms

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Erstellt: 16.01.2023 09:43

Von: Laura Knops

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Das Mikrobiom im Darm beeinflusst Körper und Geist. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann dies gesundheitliche Folgen haben.

Das menschliche Mikrobiom ist die Gesamtheit aller Bakterien und Mikroorganismen, die in unserem Körper vorkommen. Insbesondere das Darmmikrobiom hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit. Denn die Darmflora beeinflusst nicht nur die Verdauung. Auch verschiedene Stoffwechselvorgänge und das psychische Wohlbefinden werden maßgeblich durch das Mikrobiom beeinflusst. Gerät der Magen-Darm-Trakt aus dem Gleichgewicht, kann dies schwerwiegende Folgen haben. Welche Symptome auf ein verändertes Mikrobiom hinweisen und was dies für den Körper bedeutet, erfahren Sie hier.

Veränderte Darmflora: Sechs Folgen eines kranken Darms

Obwohl in jedem Magen-Darm-Trakt bestimmte Bakterienstämme vorkommen, ist das Mikrobiom von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ein gesundes Mikrobiom besteht aus etwa 100 Billionen Bakterien. Diese sind nicht nur für die Verdauung zuständig. Auch die Psyche, das Immunsystem und die Entstehung verschiedener Krankheiten stehen in engem Zusammenhang mit dem Darm. Auch Krankheiten, falsche Ernährung und die Einnahme von Antibiotika können den Darm aus dem Gleichgewicht bringen. Dadurch kommt es zu einer Fehlbesiedelung des Darms, auch Dysbiose genannt. Ungesunde Bakterienstämme breiten sich aus und verdrängen die guten Bakterien.

Das Darmmikrobiom enthält mehr als 100 Billionen Bakterien (Symbolbild). © Science Photo Library/Imago

Nimmt die Vielfalt der schützenden Darmbakterien ab, kann sich dies auf den ganzen Körper auswirken. Folgende Beschwerden und Erkrankungen sind mit einer veränderten Darmflora verbunden:

  • Übergewicht
  • Entzündung
  • Durchlässige Darmbarriere
  • Geisteskrankheit
  • geschwächtes Immunsystem
  • Krankheiten wie Diabetes oder Multiple Sklerose

Auf Dauer kann eine falsche Besiedelung zu schweren Beschwerden bis hin zu Krankheiten führen. So werden Darmbakterien mit Krankheiten wie Diabetes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und sogar Multipler Sklerose in Verbindung gebracht. Da das Mikrobiom in ständiger Kommunikation mit dem Gehirn steht, beeinflusst sein Zustand unser Denken, Fühlen und Handeln. Auch psychische Erkrankungen wie Depressionen und Autismus scheinen daher zumindest teilweise mit der Darmflora in Zusammenhang zu stehen.

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Veränderte Darmflora: Das Mikrobiom beeinflusst das Gewicht und das Immunsystem

Auch bei der Abwehr von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien spielt das Mikrobiom eine wichtige Rolle. Auf diese Weise sorgt die Darmflora dafür, dass sich die körpereigenen Abwehrkräfte richtig entwickeln. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann dies auch die Funktion der Darmbarriere schwächen. Dadurch können Fremdstoffe in den Darm gelangen. Dadurch können Entzündungen im Darm, aber auch im ganzen Körper entstehen.

Das Mikrobiom ist besonders anpassungsfähig. Eine typische westliche Ernährung mit wenig Ballaststoffen, viel tierischem Fett und Protein kann die Bakterienvielfalt im Darm reduzieren. Diese Entkolonialisierung wirkt sich unter anderem auf die Kalorienaufnahme und das Sättigungsgefühl aus. Daher könnte Fettleibigkeit eine Folge eines Ungleichgewichts des Mikrobioms sein. Wer sich überwiegend vegetarisch ernährt, kann diesen Effekt jedoch ebenso schnell wieder rückgängig machen.

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Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.

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