Rechte Szene des Protests in St. George

Aus Polizeikreisen war zu erfahren, dass die Veranstaltung zu einem Aufmarsch „der rechten und extremistischen Szene aus ganz Österreich“ geworden sei. Um 10.30 Uhr versammelte sich eine Menschenmenge vor dem Rathaus. In dieser „Bürgerinformation“ vor dem Gemeindeamt waren Identitäre und andere bekannte Persönlichkeiten der rechten Szene in Österreich zu sehen, darunter der Identitäre-Führer Martin Sellner. Es folgte ein gemeinsamer Marsch zum Western Expressway. Laut ASFINAG sind die Autobahnauf- und -ausfahrten in St. Georgen im Attergau sind von 10:30 bis 13:30 Uhr geschlossen.

Protestmarsch in St. Georgen im Attergau

„Wir sind nicht fremdenfeindlich. Wir sind kooperativ, aber wir überfahren uns nicht. Das ist ganz klar die heutige Ankündigung“, sagte der Bürgermeister von St. Georgen an diesem Mittwochvormittag der „Bürgerinformation“.

Bürgermeister Ferdinand Aigner (ÖVP) und alle Gemeindefraktionen hatten zur Kundgebung aufgerufen. Als wie vereinbart je ein Vertreter jeder Partei im Gemeinderat – ÖVP, Grüne, FPÖ und SPÖ – das Wort ergriff, ertönten die ersten Pfiffe, etwa als einer der Redner sagte, man könne die Situation noch nicht mit der von vergleichen 2015/16. . Ein Transparent forderte “Remigration”. Die Polizei sprach von einer heißen Umgebung.

“Sie sollten uns wegen Extremismus nicht haben”

Bürgermeister Aigner (ÖVP) sagte vor dem Protest, er freue sich über jede Unterstützung, merkte aber an, dass die Demonstration friedlich verlaufen müsse: „Wir sind nicht offen für Extremismus, von welcher Seite auch immer. Das ist eine Veranstaltung der Marktgemeinde St. Georgen. Wir freuen uns über jede Unterstützung, aber im normalen Ablauf.“

fotokerschi/Kaltenleitner

“Die menschenverachtenden Zelte müssen weg”

Die Vertreter der Gemeinde und der Bevölkerung hofften, dass der Protestmarsch zum sofortigen Abriss der Zelte führe, so Aigner: „Ziel ist es, diese 17 menschenverachtenden Zelte abzubauen. Und dass sich wieder jemand bei uns meldet. Ich fühle mich ein wenig abgekoppelt – von Bund und Ländern.“

fotokerschi/Kaltenleitner

Weitere mögliche Protestmaßnahmen

Ändert sich nach der Protestkundgebung an der jetzigen Lage nichts, werden laut Bürgermeister Aigner weitere Protestmaßnahmen durchgeführt. Die Sperrung der Autobahn wurde am Mittwoch verboten, sagte Aigner vor der Kundgebung: „Im Moment wollen wir friedlich auf unser Thema aufmerksam machen, deshalb haben wir gesagt, dass wir jetzt die Ein- und Ausfahrt sperren. Wenn sich nichts ändert, werden sicherlich weitere Maßnahmen geprüft.“ .”

Der Gemeinderat fordert den schrittweisen Abbau der Zelte

ÖVP-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer hat sich am Sonntag erneut gegen die Zelte in St. George Oberösterreich hat und wird seinen Beitrag leisten, weshalb die zuständige Bundesbehörde die Zelte von St. Georgen schrittweise abgebaut werden, sagte Hattmannsdorfer in einer Aussendung: „Ich verstehe die Sorgen und Sorgen der Bevölkerung, und die Zahl der Asylbewerber ist auch für mich zu hoch. Aber es ändert nichts daran, ob man es mag oder nicht.“ ist unsere humanitäre Verantwortung, für die Asylsuchenden, die hier sind, zu sorgen und ihnen zu ermöglichen, ein ordentliches Verfahren zu durchlaufen.” In Oberösterreich hat sich die Flüchtlingsquote zuletzt verbessert, mehr Ein Drittel der im Oktober vom Bund überstellten Flüchtlinge soll von Oberösterreich aufgenommen worden sein.

Bund: Kapazitäten gehen zur Neige

Thomas Fussenegger, Sprecher des Bundesamtes für Hilfe- und Unterstützungsleistungen, sagte im Gespräch mit dem ORF Oberösterreich, dass auch seine Behörde die Zelte „schnellstmöglich“ abbauen wolle: „Wir bauen die Zelte nicht gerne auf, Aber wir weisen seit Monaten darauf hin, dass unsere Kapazitäten zur Neige gehen.“ Sie müssen täglich mehr Menschen aufnehmen, als sie in die Grundversorgungsbezirke der Bundesländer zurückbringen können.“ Laut Fussenegger sind es rund 1.000 Plätze werden in Österreich neu benötigt, damit die Neuankömmlinge „normal und ordentlich“ untergebracht werden können.

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