Die Porsche AG erscheint ab dem 19. Dezember im Dax. Das teilte die Deutsche Börse am Montagabend mit. Sie macht von ihrer „Fast Entry“-Regel Gebrauch, wonach Unternehmen, deren Wert sich besonders gut entwickelt hat, auch außerhalb der beiden regulären Anpassungszeiten September und März in den Dax aufgenommen werden können.
Dies ist Porsche mit einem Kursanstieg von 82,50 Euro beim Börsengang Ende September auf 105,70 Euro am Montagabend eindrucksvoll gelungen. Porsche begrüßte die Entscheidung der Deutschen Börse, in den deutschen Leitindex aufgenommen zu werden. „Wir freuen uns sehr über den schnellen und direkten Einstieg in den Dax“, sagte Lutz Meschke, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzchef des Autobauers, in einer Mitteilung.
Die Einreichung zeige, dass das Geschäftsmodell von Porsche „auch in einem schwierigen Umfeld robust und attraktiv für Investoren“ sei. Porsches „Definition von modernem Luxus“ ist überzeugend. Meschke, der seit mehr als einem Jahrzehnt im Porsche-Vorstand sitzt, war in den vergangenen Jahren eine treibende Kraft hinter dem Börsengang.
Nur Tesla und Toyota sind wertvoller
Die Rückkehr von Porsche an die Börse war der zweitgrößte Börsengang der deutschen Wirtschaftsgeschichte nach der Deutschen Telekom im Jahr 1996. Der Börsengang gilt als großer Erfolg, insbesondere angesichts der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist Porsche heute der wertvollste Hersteller in Europa. Weltweit liegen nur noch Tesla und Toyota vor den Stuttgartern.
Die Aktie der Porsche AG ist nicht zu verwechseln mit der Vorzugsaktie der Porsche Automobil Holding SE, die vor der Porsche AG im Dax war und ist. Es hat nur 35 Mitarbeiter und seine Stimmrechte liegen zu 100 Prozent in den Händen der Familien Porsche und Piech. Die Holding hält eine Mehrheitsbeteiligung an den VW-Stammaktien und seit dem Börsengang der Porsche AG auch eine Minderheitsbeteiligung an den Aktien der Porsche AG von zunächst 17,5 %, die voraussichtlich auf 25 % zuzüglich einer Klage im Januar steigen wird.
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Für Porsche sollen die Puma-Aktien den Dax zum 19. Dezember verlassen. Puma hatte im relevanten November-Ranking den niedrigsten Kurswert aller Dax-Werte, gemessen an den frei handelbaren Aktien eines Unternehmens.
Puma wird dann ebenso wie Verbio im M-Dax gelistet. Nach einer sehr starken Performance in den vergangenen Jahren hat der Biokraftstoffhersteller aus Sachsen-Anhalt den Sprung in den M-Dax geschafft. Batteriehersteller Varta und Deutsche Wohnen sollen den Index der 50 mittelgroßen Werte verlassen.
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Daniel Möhr
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Christian Müssgens und Gustav Theile
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Sie werden in den S-Dax aufgenommen. Auch Elmos Semiconductor SE und ADVA Optical Networking SE ziehen dorthin. Die About You Holding SE, die Instone Real Estate Group und die Medios AG verlassen den S-Dax.