Chef des Kreml im Ausland
Mit einem Glas Champagner in der Hand verteidigt Putin seinen brutalen Angriffskrieg
Stand: 12:54 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Die russische staatliche Nachrichtenagentur Sputnik veröffentlichte dieses Foto von Wladimir Putin, der die Goldstern-Medaille erhält
Quelle: dpa/Mikhail Metzel
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Krieg als „Gespräch“: Mit einem Glas Champagner in der Hand sprach Wladimir Putin im Kreml über russische Angriffe auf die Ukraine. Die seltsame Szene ereignete sich bei einer Zeremonie und führte zu Spekulationen, dass Putin betrunken gewesen sein könnte.
Es ist eine seltsame Szene: Russlands Präsident Wladimir Putin steht bei einer Siegerehrung mit einem Glas Champagner in der Hand vor den schweren goldenen Toren des Kremls. Putin beginnt seinen Monolog vor einem Kamerateam des Staatssenders „Zvezda“.
In dem im Internet verbreiteten Fragment spricht er über Desinformationskampagnen und „Fakes“ und kommt dann auf den Krieg in der Ukraine zu sprechen. „Es gibt viel Lärm um unsere Angriffe auf die Energieinfrastruktur“, sagte Putin. Unbeeindruckt von internationaler Kritik bekundete er seine Absicht, die Luftangriffe auf die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes fortzusetzen.
“Ja, das tun wir. Aber wer hat damit begonnen? Wer hat die Krimbrücke angegriffen, wer hat die Stromleitungen im Kernkraftwerk Kursk gesprengt? Wer bringt kein Wasser nach Donezk?”, sagte Putin und sah sich fragend um
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Putin lobte die Schläge seiner eigenen Luftwaffe als “hocheffizient”. Gleichzeitig warnte er, dass der Kampf in der Ukraine “ein langer Prozess sein könnte”. Eine ähnliche Erklärung gab der Präsident am Mittwoch bei einer von ihm einberufenen Sitzung des Menschenrechtsrates ab.
Das Video mit dem Sektglas in der Hand löste in den sozialen Medien Spekulationen aus, Putin habe betrunken gewirkt. Der Publizist Euan MacDonald erklärte, dass Putin seine eigenen Propagandaerzählungen verderbe. Die Krim soll kein Wasser aus der Ukraine bekommen, nicht Donezk.
Viele Russen erinnern sich mit Scham an den Alkoholkonsum des ehemaligen Präsidenten Boris Jelzin, der auch bei offiziellen Treffen betrunken war. Auch Putins Rede mit dem Glas Champagner weckt diese Erinnerungen.
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