Weihnachtsbeleuchtung hin oder her: Hier unterscheiden sich Energiespar-Spirituosen

Private Weihnachtsfans im Konflikt

Roger Bürki (49) lässt es trotzdem glänzen

Die Energiekrise betrifft alle, auch Weihnachtsfanatiker. Denn nicht nur Kommunen sparen bei der Weihnachtsbeleuchtung, auch Privatpersonen reduzieren ihren Verbrauch. Manche aber nur schweren Herzens.

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Rainer (75) und Maria Britt (64), Gastgeberpaar der Sonne in Landschlacht TG, haben ein Wochenendhaus in Buchserberg SG.

Céline Trachsel Reporterin

Aufgrund der Energiekrise soll die Bevölkerung ihren Stromverbrauch um 15 Prozent senken. Das trifft besonders die Herzen von Weihnachtsfans, die in anderen Jahren am liebsten überall Lichterketten funkeln lassen. Sie werden ihrer Leidenschaft kaum mehr in gleicher Weise nachgehen können: Entweder weil sie Geld sparen wollen oder weil sie die Reaktionen ihrer Nachbarn fürchten.

„Wir können unser Haus am Berg nicht so hell erstrahlen lassen, dass man es von der anderen Seite des Tals sieht, während die Menschen zu Hause versuchen, Strom zu sparen“, sagt Rainer Britt (75) gegenüber Blick. Der Besitzer und seine Frau Maria Britt (64), die gemeinsam den Gasthof Sonne in Landschlacht TG führen, haben ein Wochenendhaus in Buchserberg SG. Jedes Jahr wird es mit Lichterketten, funkelnden Eiszapfen, dem Weihnachtsmann, einem Dutzend Hirschen und etwa 20 Sternen geschmückt. In diesem Jahr bleibt es bei einer rudimentären Dekoration.

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Im Emmental glänzt es weiter

Das Paar möchte nur eine Lichterkette unter der Decke installieren. „Und es sollte nur einen Stern haben. Aber das war es auch schon“, sagt Britt. Sie werden die hellen Lichter vermissen. „Aber jeder sollte seinen Beitrag leisten. Aber das Innere ist immer noch dekoriert, viel davon mit Kerzen. Maria Britt sagt: „Weihnachten ist viel mehr als Lichter. Es geht um Familie und Zusammensein; das kann uns keiner nehmen.”

Martina (47) und Roger Bürki (49) aus Röthenbach BE wollen auf ihre geliebten Lampen nicht verzichten. Ihr Haus im Emmental fällt jedes Jahr aufs Neue auf: Schaulustige kommen, um es zu bestaunen und zu fotografieren. Die Augen des Berners leuchten, wenn er von der luxuriösen Ausstattung spricht.

“Haare trocknen braucht mehr Strom”

„Da alles LED-Licht ist und wir kein anderes Licht einschalten, weil der Innenraum mit der Beleuchtung hell genug ist, war der Energieverbrauch immer sehr moderat“, erklärt Roger Bürki. “Und das Trocknen der Haare für 45 Sekunden verbraucht ungefähr die gleiche Menge an Energie, als würde ich das Licht einen Tag lang anlassen.”

Aufgeben kommt also nicht in Frage. „Für mich gehört die Dekoration einfach dazu, und mein Umfeld freut sich darauf“, sagt er. “Aber wir werden die Beleuchtungszeit dieses Jahr verkürzen.” Das Paar will die Zeitschaltuhren so einstellen, dass die Dekoration mit fast 3000 Lichtern abends eine Stunde weniger leuchtet und eine Stunde später angeht. „Auch wenn es sich um eine minimale Einschränkung handelt, wollen wir damit ein Zeichen setzen, dass auch wir die Situation ernst nehmen.“

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