„Führungsproblem“ bei russischen Truppen + Massengrab: Selenskyj fordert Bestrafung in Russland

Bei den in der befreiten Kleinstadt Izyum in der Ostukraine gefundenen Leichen handelt es sich nach Angaben des ukrainischen Beauftragten für Vermisste nicht um ein Massengrab, sondern um eine Vielzahl von Einzelgräbern. „Ich möchte es nicht Butscha nennen: Hier wurden Menschen, sagen wir mal, zivilisierter begraben“, sagte Oleh Kotenko am Freitagabend dem Fernsehsender Nastoyashchee Vremja.

Ende März wurden nach dem Abzug der russischen Truppen im Kiewer Vorort Bucha Hunderte von toten Zivilisten gefunden, einige davon mit Folterspuren. Seitdem gilt Bucha als Symbol schwerster Kriegsverbrechen im Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, der am 24. Februar begann.

Die Menschen in Izyum hingegen starben wahrscheinlich, als russische Truppen während der Eroberung Ende März schwer auf die Stadt feuerten, sagte Kotenko. „Die meisten starben unter Beschuss, wir haben bereits aus den Daten verstanden: Menschen starben, als sie (die Russen) die Stadt mit Artillerie beschossen“, sagte Kotenko. Einige der Bestattungsunternehmen wussten nicht, wer die vielen Toten waren. Deshalb stehen in manchen Kreuzen nur Zahlen. Die Behörden versuchen derzeit, eine Aufzeichnung darüber zu finden, wo die Leichen gefunden wurden.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *