Ein 23-jähriger Brandstifter muss in eine Anstalt

zentriert

Ende März geriet das Hafengebäude in Bregenz in Brand. Das Feuer soll von einem 23-jährigen Mann gelegt worden sein, der sich am Freitag vor dem Landgericht Feldkirch wegen Brandstiftung verantworten musste. Der Mann ist manisch-depressiv und galt zur Tatzeit als unbequem. Er wurde nicht verurteilt, sondern in eine Anstalt für geistig abnorme Straftäter eingewiesen.

09.09.2022 28.12

Online ab heute, 12:28 Uhr

Dem Mann wird vorgeworfen, mitten in der Nacht eine Papiertüte angezündet und in einen Mülleimer geworfen zu haben. Der Container stand direkt neben dem Hafengebäude, weshalb sich das Feuer schnell ausbreitete. Der Täter verließ unmittelbar nach der Tat den Tatort. Der von dem 23-Jährigen gelegte Brand löste einen Großeinsatz aus, an dem mehr als 100 Feuerwehrleute beteiligt waren und der schwerwiegende Folgen hatte: Der Schaden am Hafengebäude und angrenzenden Büros belief sich auf mehr als 200.000 Euro.

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Verordnete medizinische Versorgung im Krankenhaus

Da der 23-Jährige an einer Krankheit leidet, wurde er nicht verurteilt, sondern in ein Krankenhaus eingeliefert. Er wurde als geisteskrank beurteilt. Laut Gerichtspsychiater Reinhard Haller ist der junge Mann manisch-depressiv. Haller beschreibt, wie er Phasen tiefer Depression durchlebt und dann eine weitere Hochphase mit Impulsen erlebt, die er nicht kontrollieren kann. Zum Tatzeitpunkt im März soll der Mann manisch und deshalb unruhig gewesen sein. Er erinnert sich kaum daran, was passiert ist.

Der Betroffene hatte dieses Problem schon einmal. Es trat jedoch keine Besserung ein, da er die Medikamente nicht einnahm und die Therapie abbrach. Im Landeskrankenhaus Rankweil, wo der 23-Jährige aufgenommen wurde, erhielt er die notwendige medizinische Versorgung. Es sollte nach etwa drei bis sechs Monaten erneut untersucht werden. Wenn sich sein psychischer Zustand dann stabilisiert hat, sollten Entspannungsmaßnahmen besprochen werden. Der Satz ist endgültig.

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