Eigene Impfstoffe statt westliche: Neuer Corona-Rekord in China

Veröffentlicht am 25. November 2022, 21:48 Uhr

Neuinfektionen: Eigene Impfstoffe westlichen vorziehen: China meldet Corona-Rekordzahlen

In China ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gestiegen, auf den landesweit höchsten Wert seit Beginn der Pandemie.

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Den zweiten Tag in Folge hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen in China einen neuen Rekord erreicht.

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Für Millionen Menschen wurde ein Lockdown angeordnet, der ab heute, Freitag, durchgesetzt wird.

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Die Behörden verzeichneten weitere 32.700 bestätigte Fälle an einem Tag. Dies ist der höchste Stand im Land seit Beginn der Pandemie.

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Das ist es, worum es geht

  • Chinas Null-Covid-Politik funktioniert nicht.

  • Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich in zwei Wochen mehr als verdreifacht.

  • Die Auswirkungen auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sind enorm.

  • In Millionenstädten wie Peking gelten wieder strenge Ausgangsbeschränkungen.

  • Neue Omicron-Varianten werden für die vermehrten Infektionen verantwortlich gemacht.

  • “Aus nationalistischen Gründen weigert sich die Kommunistische Partei, westliche Impfstoffe zu akzeptieren, die wirksamer sind als chinesische Impfungen”, schreibt das Wall Street Journal.

In der Corona-Welle in China hat die Zahl der Neuinfektionen den höchsten Stand seit Ausbruch der Pandemie vor knapp drei Jahren erreicht. Wie die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mitteilte, wurden rund 32.700 neue Fälle gemeldet. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen hat sich in zwei Wochen mehr als verdreifacht.

In Städten mit mehr als einer Million Einwohnern wie Peking, der schwer betroffenen südchinesischen Stadt Guangzhou oder Chongqing gelten weitreichende Bewegungseinschränkungen. In der Hauptstadt wurden Restaurants, Geschäfte und Schulen geschlossen; nur Supermärkte und Märkte waren noch für den Lebensmitteleinkauf geöffnet. Beschäftigte müssen im Homeoffice arbeiten. Die 21 Millionen Pekinger wurden aufgefordert, ihre Häuser nach Möglichkeit nicht zu verlassen.

Große wirtschaftliche Auswirkungen

Die Auswirkungen auf die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt sind enorm: Experten des japanischen Finanzkonzerns Nomura schätzten, dass etwas mehr als ein Fünftel der chinesischen Wirtschaftsleistung vom Lockdown betroffen war, doppelt so viel wie im Oktober, wie die Finanzagentur Bloomberg ermittelte. gemeldet Das bisherige hohe Niveau an Neuinfektionen im April war bereits am Vortag übertroffen worden. Damals wurde die ostchinesische Hafenmetropole Shanghai für zwei Monate streng abgeriegelt.

Während der Rest der Welt schon länger mit dem Virus lebt, hält China an seiner strikten Null-Covid-Strategie fest. Wohngebiete werden in Einzelfällen abgeriegelt. Kontaktpersonen kommen in Quarantänelager. Infizierte werden im Krankenhaus isoliert. Auch das Land ist seit langem abgeriegelt. Visa werden nur selten ausgestellt. Einreisende müssen für mindestens fünf Tage, in der Regel aber acht Tage in speziellen Hotelzimmern unter Quarantäne gestellt werden.

Neue verantwortliche Omicron-Varianten

Es gibt jeden Tag massive Beweise, die die Finanzen der Kommunen extrem stark belasten. Zum Betreten von Supermärkten, beispielsweise in Peking, muss ein negativer PCR-Test in der Regel der letzten 24 Stunden nachgewiesen werden. Andere Seiten verlangen Nachweise der letzten 48 Stunden. An den Prüfstationen bilden sich täglich lange Schlangen.

Schuld am rasanten Anstieg der Infektionen sind neue Varianten von Omicron, die sich leichter verbreiten und damit die Präventionsmaßnahmen in China unterlaufen.

„Die Regierung versucht weiterhin die Quadratur des Kreises: Sie will die Zahl der Neuinfektionen auf ein Niveau nahe null senken und gleichzeitig die Folgen für die Wirtschaft minimieren und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger so wenig wie möglich beeinträchtigen.“ kommentiert am Freitag in der «Neuen Zürcher Zeitung» Chinas Vorgehen bei der Bekämpfung der Covid-Pandemie.

„Es gibt keine gute Lösung für Chinas Covid-Problem“

Angesichts der leichten Übertragbarkeit neuer Virenvarianten war das Unternehmen letztlich zum Scheitern verurteilt. Oder die Regierung wird das Land in den kommenden Wochen mit landesweiten Sperren überziehen.

„Das könnte die Wirtschaft in die Knie zwingen und zu großen Unruhen führen. Oder die Behörden lockern die Beschränkungen deutlich. Möglich wäre auch, dass sich das Virus unkontrolliert ausbreitet. Beides könnte das unterentwickelte Gesundheitssystem an seine Belastungsgrenze bringen. Da.“ ist keine gute Lösung für Chinas Covid-Problem.”

„Autoritäre Regime sind keine Vorbilder für die öffentliche Gesundheit“

Und das amerikanische „Wall Street Journal“ schreibt über den starken Anstieg der Corona-Fallzahlen in China: „Erinnern Sie sich, als der Umgang mit Covid-19 in China als globales Vorbild galt? Westliche Gesundheitsexperten haben sich Pekings Null-Covid-Politik angeschaut mit gebannten Augen. Nun, so viel dazu. Während sich der dritte Jahrestag des Covid-Ausbruchs nähert, meldet China Rekordzahlen von Infektionen.“

Chinas besonderes Problem ist, dass seine drakonische Null-Covid-Politik seine Bevölkerung weniger schützt, entweder mit Impfungen oder mit natürlicher Immunität. “Aus nationalistischen Gründen weigert sich die Kommunistische Partei, westliche Impfstoffe zu akzeptieren, die wirksamer sind als chinesische hausgemachte Impfungen.”

Die langen Ausgangsbeschränkungen haben dazu geführt, dass weniger Menschen dem Virus ausgesetzt sind und eine natürliche Immunität entwickelt haben als im Rest der Welt. „Inzwischen mehren sich die Anzeichen dafür, dass der jüngste Covid-Ausbruch und die Lockdowns auf mehr öffentliche Frustration und Widerstand stoßen. Die allgemeine Lehre aus Chinas Covid-Gesetz ist, dass Lockdowns nicht funktionieren und dass autoritäre Regime keine Vorbilder für die öffentliche Gesundheit sind oder irgendetwas anderes.”

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(AFP/DPA/gux)

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