Düsseldorf: Toilettenpapierhersteller Hakle meldet Insolvenz an

6. September 2022 um 07:31 Uhr

Wegen Rohstoff- und Energiekosten: Der Düsseldorfer Toilettenpapierhersteller Hakle meldet Insolvenz an

Ein Schild steht vor dem Hauptsitz des Toilettenpapierherstellers Hakle in Düsseldorf.
Foto: dpa/Wolf von Dewitz

Düsseldorf Der Düsseldorfer Toilettenpapierhersteller Hakle ist aufgrund stark gestiegener Rohstoff- und Energiekosten zu einem Restrukturierungsfall geworden. Das Unternehmen hat Konkurs angemeldet.

Das Unternehmen beklagte, dass die „massiv gestiegenen Kosten für die Material- und Energiebeschaffung sowie für den Transport“ nicht ausreichend an die Kunden im Lebensmitteleinzelhandel und im Drogeriemarkt weitergegeben werden könnten. Zuvor hatte die “Lebensmittel Zeitung” darüber berichtet.

Im Insolvenzverfahren muss die Geschäftstätigkeit des mittelständischen Unternehmens in vollem Umfang fortgeführt werden. „Die Eigenverwaltung gibt uns die nötige Flexibilität und Schnelligkeit, um unser Geschäft nachhaltig neu auszurichten“, sagt Vorstandsvorsitzender Volker Jung. “Wir sind sicher, dass diese Neupositionierung in dieser herausfordernden und als historisch zu bezeichnenden Energiekrise gelingen wird.” Es geht um den Erhalt des Standorts und seiner Arbeitsplätze.

Erste Schritte zur Stabilisierung des Unternehmens seien bereits unternommen worden, sagte Jung. Löhne und Gehälter sind durch die Insolvenzentschädigung der Bundesagentur für Arbeit für die Monate September bis einschließlich November 2022 gesichert. Wichtige Kunden und Partner des Unternehmens haben bereits ihre Unterstützung bekundet.

Während des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung des Toilettenpapierherstellers unter der Leitung von Volker Jung für das operative Geschäft verantwortlich. Das Amtsgericht bestellte den Sanierungsspezialisten Jan-Philipp Hoos zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Vorstandsvorsitzenden.

Im Geschäftsjahr 2020 weist die Hakle GmbH laut dem im Bundesanzeiger veröffentlichten Jahresabschluss einen Jahresüberschuss von rund 650.000 Euro bei einem Umsatz von knapp 80 Millionen Euro aus.

(kg/dpa)

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