Die Regierung stimmt der Rentenanpassung zu

Die Regierungsparteien ÖVP und Grüne haben sich auf die Rentenanpassung für 2023 geeinigt. Sozialminister Johannes Rauch (Grüne) und ÖVP-Klubpräsident August Wöginger werden morgen die Details bekannt geben.

Schon jetzt steht fest, dass die Einkommen der rund 200.000 Ausgleichsgeldbezieher um rund zehn Prozent steigen werden. Für die übrigen Rentner werde es eine Anhebung der sozialen Einstufung geben, sagte er in der Einladung zur Pressekonferenz.

Die Erhöhung für den Ausgleichsleistungsempfänger besteht aus einer strukturellen Erhöhung der Ausgleichsleistung und einer Direktzahlung. Wie genau das aussieht, werden Rauch und Wöginger bekannt geben, ebenso die Details zur sozialen Staffelung der Rentenerhöhung für die verbleibenden 2,2 Millionen Rentner.

Kritik von Spitzenvertretern von SPÖ und ÖVP

Der Vorsitzende des Seniorenrates und des Rentnerverbandes der SPÖ, Peter Kostelka, äußerte scharfe Kritik. Er sprach von einem “eklatanten Versprechensbruch”, weil er an den Verhandlungen nicht beteiligt gewesen sei, obwohl dies vereinbart worden sei. Bezüglich des Inhalts sprach Kostelka von einer „Täuschungspackung“.

Auch die Präsidentin des ÖVP-Seniorenverbandes, Ingrid Korosec, hat die Nichteinmischung in die Verhandlungen kritisiert. Es sei Aufgabe der Regierung, ein Paket zu schnüren, sagte Korosec, “aber das ist nicht das, was ich mir unter Zusammenarbeit vorstelle.” Andererseits habe man “etwas Verständnis” dafür gezeigt, dass ein Teil der Aufstockung für den Ausgleichsgeldempfänger eine Einmalzahlung sein solle.

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