Chronik
In Lustenau wurde am Montag nach einem Gasaustritt auf einer Baustelle die Explosionsgefahr gebannt. Die Bewohner konnten am Dienstagmorgen in ihre Häuser zurückkehren. Die Arbeiten auf dem Gelände können nun fortgesetzt werden, die Geothermiebohrungen werden jedoch vorerst ausgesetzt, so die Kreisverwaltung.
18.10.2022 12.05
Online seit heute, 12.05 Uhr (Update: 10.26 Uhr)
Auf einer Baustelle, auf der mehrere Wohnblöcke entstehen, wurde am Montagnachmittag in Lustenau eine Erdgasblase in eine etwa 125 Meter tiefe Erdwärmebohrung gebohrt. Nachdem zunächst geklärt werden musste, um welche Art von Gas es sich handelt, wurden Häuser im Umkreis von etwa 60 Metern sicherheitshalber evakuiert. Während der Flucht schwankten die Gaskonzentrationen stark, teilweise wurde die untere Explosionsgrenze deutlich überschritten. Nach etwa zwei Stunden konnte der Gasaustritt gestoppt werden. Laut Rathaus Lustenau wurde die Gasblase mit einem Schlauch ausgeblasen und das Leck mit Beton abgedichtet.
Fotoserie mit 15 Bildern
“Riesiges Chaos durch Hochdruck”
Die Gasblase in Lustenau habe wegen des hohen Drucks ein großes Durcheinander angerichtet, sagte Landesgeologe Walter Bauer, der sich am Dienstagmorgen ein Bild von der Situation vor Ort machte. Es war jedoch eine ziemlich kleine Gasblase, aber die Gaskonzentration war bereits explosiv. Die Arbeiten auf dem Gelände können nun fortgesetzt werden, aber laut BH werden die Erdwärmebohrungen vorerst eingestellt.
Gasleck in Lustenau
Alle drei bis fünf Jahre komme es vor, dass bei Bauarbeiten eine Gasblase platze, sagt Bauer. Normalerweise wird der Standort nur zwei Tage lang geschlossen, bis das Gas freigesetzt wird, und dann kann es weitergehen.