Der Salzpreis soll um 30 Prozent steigen

Geschäft

Österreichs einziger Salzproduzent, die Ebenseeer Salinen AG, hält sich bis Jahresende noch zurück. Aufgrund hoher Energiepreise werden zumindest bis Ende des Jahres 20 Prozent weniger produziert.

16.10.2022 22.09.2022

Online seit heute, 9.22 Uhr

Das Sicherheitspolster der Salinen wird reduziert, die eingekauften Gasmengen gehen zurück. Daher ist auch bei der Salzgewinnung im Salzkammergut die Erhöhung des Marktpreises immer mehr fällig. Allerdings stecken die Salinen mit hohen Energiekosten fest, sagt Geschäftsführer Peter Untersperger in einem heute veröffentlichten Interview der Österreichischen Presseagentur.

Der Preis ist bereits um 12 Prozent gestiegen

Jetzt werden etwa 12 Prozent mehr Salz verlangt. Tatsächlich sollten die Salinen die Preise um bis zu 30 Prozent erhöhen, wenn wir ihre eigenen Kosten betrachten. Untersperger rechnet auch in diesem Jahr mit einem ausgeglichenen Ergebnis. 2021/22 waren es auf Konzernebene minus 1,2 Millionen Euro (2020/21: plus 12,6 Millionen). Vor allem das Salzgeschäft (minus 3,5 Millionen Euro) blieb außen vor, die Salinen meldeten sich trotz fehlender asiatischer Touristen positiv, ebenso das Immobiliengeschäft. Der Konzernumsatz belief sich 2021/22 auf 169,7 Millionen Euro (+13 Prozent). Die Exportquote liegt laut Untersperger bei 50 Prozent, aber da österreichische Kunden auch ins Ausland verkaufen, werden wohl rund zwei Drittel der Produktion dort landen.

Die Investitionen werden planmäßig fortgesetzt

Wachsen will das Unternehmen vor allem im Bereich der abgepackten Speisesalzspezialitäten, wo die größte Wertschöpfung liegt. Das aktuelle Investitionsprogramm – 100 Millionen in fünf Jahren – läuft planmäßig weiter, in den letzten eineinhalb Jahren wurden rund 40 Millionen Euro in eine neue Trocknungsanlage, eine Verpackungsmaschine und neue Bohrplätze im Bergbau investiert. “Aber wir müssen sehr genau auf unsere Liquidität schauen.”

Untersperger: „Öffne Nord Stream 2“

Untersperger hat keinen guten Politik- und Sanktionschef in Russland. Er fordert die Öffnung von Nord Stream 2 und kritisiert den CO2-Preis der Bundesregierung. Deutsche Konkurrenten würden mit Geld um sich geworfen, während Österreich unter Wettbewerbsverzerrungen leidet.

Auch mit seiner mehrfach in den Medien geäußerten Kritik an den Sanktionen hält er sich nicht zurück: „Sie schaden den Amerikanern überhaupt nicht, sie profitieren davon“, Deutschland und damit Österreich „schießt auf die Fuß”. “. Die EU habe “von vornherein ganz, ganz große Fehler gemacht, wir hätten der Ukraine niemals eine Nato-Mitgliedschaft anbieten dürfen”, sagt er, aber “du kannst jetzt nicht zurückgehen, dann verliert Europa das Gesicht.”

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