Veröffentlicht am 16. Januar 2023, 04:29
„Ich habe nichts Verbotenes getan“: So hat Daniel Stricker geschummelt, um ohne Zertifikat in die USA zu kommen
Daniel Stricker trat am Samstag in Bern auf. Er schoss nicht nur heftig auf die Exponenten der SVP, sondern erklärte auch, wie er ohne Ausweis in die USA einreisen konnte.
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Bei seinem Auftritt in Bern-Bümpliz am 14. Januar 2023 wurde Daniel Stricker beleidigend.
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Er interessierte sich besonders für Thomas Aeschi, weil er von ihm besonders enttäuscht ist: «Ich dachte, er wäre ein Verbündeter von uns», sagt Stricker, «und jetzt nennt er einen Habakuk.» Damit meinte er Aeschis jüngste Forderung, Reisende aus China auf Covid-19 zu testen.
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Stricker beleidigte den Nationalrat der SVP immer wieder: «Thomas Aeschi war schon Faschist, als er forderte, dass die Schweizer getestet werden, um in ihr Land zurückkehren zu können», sagte er wörtlich. Und später, zum gleichen Thema: «Danke an Thomas Aeschi, Fascho.»
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Das ist es, worum es geht
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YouTuber Daniel Stricker hat sich auf der Bühne in Bern-Bümpliz mehr getraut als in seinen Videos.
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Scharf kritisierte er SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.
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Er gab auch zu, ein Covid-Zertifikat für die Einreise in die USA im Dezember 2021 gefälscht zu haben.
Daniel Stricker ist enttäuscht. Deutlich spürbar war dies bei seiner „Hardcore-Lesung“ im Sternensaal in Bern-Bümpliz. Vor rund 200 Zuschauern – wie mehrfach betont wurde, kannten sich die meisten noch von den Demonstrationen – zeigte der Impfgegner und Leugner der Pandemie seine Haut, vor allem gegenüber der SVP.
Er interessierte sich besonders für Thomas Aeschi, weil er von ihm besonders enttäuscht ist: «Ich dachte, er wäre ein Verbündeter von uns», sagt Stricker, «und jetzt nennt er einen Habakuk.» Damit meinte er Aeschis jüngste Forderung, Reisende aus China auf Covid-19 zu testen.
Stricker nennt Aeschi einen “Faschisten”
Stricker beleidigte den Nationalrat der SVP immer wieder: «Thomas Aeschi war schon Faschist, als er forderte, dass die Schweizer getestet werden, um in ihr Land zurückkehren zu können», sagte er wörtlich. Und später, zum gleichen Thema: «Danke an Thomas Aeschi, Fascho.»
Enttäuscht ist er auch von Roger Köppel, der sich ebenfalls betrogen fühlt. Köppel sei „total Mainstream“ und habe in der Weltwoche noch nie eine „Alternativquelle“ genutzt. Ebenso Markus Somm: „Sein Nebelspalter ist eine herbe Enttäuschung.“ Und: “Ich finde den Mangel an Erfolg.”
Hass auf Mike Mueller
Stricker verunglimpfte auch Personen, die er lange kritisiert hatte: Er bezeichnete den Komiker Mike Müller als „einen unbeschreiblichen Typ“ und bezeugte „einen besonders primitiven Charakter“. „Mike Müller wollte eigentlich heute kommen, aber er musste zu einer Sticker-Demo“, sagte unter anderem Stricker. “Das hat einen großen Vorteil: Es braucht keinen Kleber, man kann es nicht so von der Straße nehmen.”
Mit einem Augenzwinkern deutete Stricker auf der Bühne an, dass er Müller beleidigen werde, um eine Klage zu provozieren, damit er sein Buch besser verkaufen könne.
„Ich beschloss, zu erklären, wie ich nach Amerika gekommen bin“
Kurz vor der halbstündigen Pause verwies Stricker auf eine Geschichte, die etwas mehr als ein Jahr zurückliegt. Verschiedene Medien spekulierten damals, er sei gegen Corona geimpft worden, weil er zu einem Zeitpunkt in die USA gereist sei, als dort Bescheinigungspflicht herrschte. „Ich werde Ihnen nicht erzählen, wie ich nach Amerika gekommen bin“, sagte Stricker. “Wer weiß, ob hier nicht ein ‘Tagi’-Reporter im Publikum sitzt.”
Unmittelbar nach der Pause nahm er die Sendung mit folgenden Worten wieder auf: “Ich habe beschlossen, Ihnen zu erzählen, wie ich nach Amerika gekommen bin.” Denn: “Ich habe nicht das Gefühl, etwas Verbotenes getan zu haben.” Aus einem “Blick”-Interview wusste ich, dass die Schweiz keine Zeit hatte, die Covid-Bescheinigungen einzuscannen. „Also habe ich jemandes Zertifikat genommen, meinen Namen oben drauf geschrieben und es ausgedruckt. Dann bin ich zum Flughafen gefahren.“ Die Frau am Kontrollpunkt hat die Bescheinigung nicht wirklich gescannt. „An Bord musste man ausfüllen, dass man geimpft ist. Da habe ich gelogen“, sagte Stricker.
Auch Mist auf dem Heimweg
Er flog ins republikanische Florida, weil er dachte, dort würde sich niemand für das Zertifikat interessieren. Bei der Ankunft wurde dies Realität: Der Zollbeamte schob die gültige Bescheinigung von Strickers Reisebegleiter wütend beiseite, während ein anderer seine Fälschung nicht einmal ansah.
Und wie ist Stricker nach Hause gekommen? Er nutzte eine Lücke nach vier Wochen (in denen er ständig krank war). Damals durfte man nur mit einem Schein einreisen, das galt aber nicht für Transitflüge. Laut Stricker buchte er einen Flug von den USA über Zürich nach Barcelona.
Den zweiten Flug habe er dann einfach nicht genommen und erklärt, dass er die automatische Beförderung seines Gepäcks nicht wünsche. Berichten zufolge schnappte er sich seinen Koffer und „rannte einfach aus dem Flughafen“.
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