Um die Inflationswelle zu brechen, hebt die amerikanische Notenbank die Zinsen kräftig an. Die daraus resultierende Stärkung des Dollars bringt neue Probleme für verschuldete Schwellenländer.
In diesem Jahr sind viele Käufer von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen durch einen schlechten Fuß finanziell in die Falle gegangen. Denn nach Jahren der Nullzinsen kam die Zinswende unerwartet schnell. Grund dafür war der russische Krieg in der Ukraine, der durch die massiv gestiegenen Energiepreise die ohnehin schon steigende Inflation anheizte. Zentralbanken auf der ganzen Welt mussten reagieren und die Zinsen erhöhen. Dies galt insbesondere für die US-Notenbank, die die Zinsen seit März bereits sechs Mal angehoben hat und nun in einer Spanne von 3,75 bis 4 Prozent liegt.
Diese Politik ist richtig und wichtig für die USA, aber auch für Europa, wo die EZB in geringerem Maße ähnlich gehandelt hat. Nur so kann die Inflation, die Jahrzehnte alte Höhen erreicht hat, wieder zurückgebracht werden. Allerdings hat die aktuelle geldpolitische Inflationstherapie auch unerwünschte Nebenwirkungen. Und diese treten nicht nur in den Währungszonen der Zentralbanken auf, sondern weltweit.