Corona: Lebensmittelallergie könnte vor Covid-19 schützen, findet Studie

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Erstellung: 03.10.2022, 20:30 Uhr

Von: Judith Braun

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Gene und Blutgruppe sollen Einfluss darauf haben, ob man sich mit Corona ansteckt. Eine Nahrungsmittelallergie kann für einen reibungslosen Verlauf sorgen.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie (Stand: 28.09.2022) in Deutschland rund 33,1 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. Es gibt aber auch Menschen, die sich trotz Kontakt zu Infizierten noch nicht mit Corona infiziert haben. Unter anderem können die Gene oder die Blutgruppe eines Menschen Einfluss darauf haben, ob sich eine Person mit Corona infiziert. Eine aktuelle Studie kommt zu einem weiteren überraschenden Ergebnis: Wer an einer Nahrungsmittelallergie leidet, könnte besser vor einem schweren Verlauf von Covid 19 geschützt werden.

Corona: Lebensmittelallergie könnte vor Covid-19 schützen, findet Studie

Wer an Zöliakie leidet, ist womöglich besser vor einem schweren Verlauf des Coronavirus geschützt. © Andriy Popov/IMAGO

US-Forscher vermuten in ihrer im Fachblatt Frontiers in Immunology veröffentlichten Studie, dass Menschen, die an einer Lebensmittelallergie leiden, milder an Covid-19 erkranken könnten. Dies liegt an den Proteinen, denen das Immunsystem zuvor ausgesetzt war. Denn bestimmte Abschnitte des Spike-Proteins kommen auch in Nahrungsproteinen vor. Der Mikrobiologe Dr. Aristo Vodjani von den Cyrex Laboratories in Phoenix, Arizona untersuchte unter anderem, ob es eine Kreuzreaktion mit den für die Entstehung von Nahrungsmittelallergien verantwortlichen Antikörpern gibt. Immerhin haben frühere Studien bereits gezeigt, dass Infektionen mit anderen Coronaviren, die harmlose Erkältungserreger sind, eine Kreuzimmunität gegen SARS-CoV-2 erzeugen können.

Wissenschaftler stellten die Hypothese auf, dass Ähnlichkeiten zwischen SARS-CoV-2 und anderen gängigen Proteinen die Anfälligkeit für das Virus beeinflussen könnten. Denn der Körper leitet eine Immunantwort ein, sobald er von einem Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien angegriffen wird. Daran sind auch Antikörper beteiligt. Diese Immunproteine ​​binden an bestimmte Stellen des Krankheitserregers und helfen, ihn zu zerstören. Wenn die anfängliche Infektion abklingt, behalten weiße Blutkörperchen, die als Gedächtnis-T- und -B-Zellen bezeichnet werden, eine Erinnerung an den Erreger oder bestimmte Teile seiner Struktur. Treffen diese Zellen erneut auf den Erreger, erzeugen sie eine schnelle Immunantwort.

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Corona: Zöliakiepatienten könnten laut Studie besser vor Covid-19 geschützt werden

In einem Experiment fand Vodjani heraus, dass ein monoklonaler Spike-Antikörper auf eine Reihe von Antigenen in bestimmten Lebensmitteln reagiert. Dazu gehören Brokkoli (39 %), geröstete Mandeln (39 %), Cashewnüsse (34 %), Sojabohnen (32 %), Tintenfisch (32 %), Reis-Endochitinase (32 %), Schweinefleisch (31 %) und Ananas-Bromelain ( 31 %). 30 Prozent). Es reagierte auch auf das toxische Gliadin-Peptid (30 %), das an Zöliakie beteiligt ist. Folglich können diese Lebensmittel das Immunsystem darauf vorbereiten, SARS-CoV-2 anzugreifen.

„Immunität“ gegenüber einer Art von Nahrungsmittel ist laut einer Pressemitteilung, die die Studie begleitet, durch eine Nahrungsmittelallergie gekennzeichnet. Aufgrund der Ergebnisse der Studie vermuten Wissenschaftler, dass Menschen mit Zöliakie oder Menschen mit Nahrungsmittelallergien möglicherweise besser vor Covid-19 geschützt sind. Es bedarf jedoch weiterer epidemiologischer Forschung, um diese Hypothese zu verifizieren. Darüber hinaus warnen Wissenschaftler davor, dass diese Wirkstoffe, die einen gewissen Schutz vor Corona bieten könnten, kein Ersatz für eine Impfung sind.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.

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