Highlights des Scheiterns bei der Deutschen Bahn:
- Aufgrund einer technischen Störung sind die ICE-, IC- und EC-Züge in Norddeutschland ausgefallen.
- Die Probleme mit dem Zugfunk sind nun behoben.
- Der Zugverkehr läuft wieder.
- Nicht alle Regionalzüge im Raum Bremen und Niedersachsen fuhren.
- Auch Berlin war betroffen.
- Ob es sich um einen Cyberangriff oder einen Sabotageakt handeln könnte, ist noch unklar.
Samstag, 8. Oktober
Die Unruhen dauern bis Mittag
Die schwere Zugstörung in Norddeutschland am Samstagmorgen hat nach Unternehmensangaben kaum Auswirkungen auf Reisende in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. „Eigentlich glauben wir das nicht“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Samstagnachmittag. Ausfälle und Verspätungen im Norden sind aufgrund der Funkstörung der Bahn noch bis Mittag möglich, Verbindungen über Halle, Erfurt und Leipzig sind jedoch nicht betroffen.
Dadurch kann es jedoch zu vollen Zügen in der Region kommen. Denn das Unternehmen empfahl Reisenden, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und Baden-Württemberg oder der Schweiz unterwegs waren, beispielsweise Verbindungen über Erfurt zu nutzen.
Fernzüge verlassen Hamburg wieder
Nach mehrstündigen technischen Störungen bei der Deutschen Bahn in Norddeutschland ist der Fernverkehr in Hamburg nach dem Nahverkehr wieder aufgenommen worden. Um 10.49 Uhr verließ der ICE 509 nach München über Berlin und Erfurt als erster den Hamburger Hauptbahnhof, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Es war eine halbe Stunde zu spät und es war sehr voll. Die ersten Nahverkehrszüge waren gegen 10 Uhr wieder gefahren. In weiten Teilen Norddeutschlands war der Bahnverkehr seit heute Morgen wegen eines Ausfalls des Digitalfunks der Bahn lahmgelegt.
Störung behoben: Der Zugverkehr läuft wieder
Die schwere Bahnstörung in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben behoben. Dadurch seien auch tagsüber Engpässe möglich, sagte ein Bahnsprecher am Samstagmorgen.
Unzählige Pendler saßen zuvor an Bahnhöfen fest, da der gesamte Fernverkehr und ein Teil des Regionalverkehrs in weiten Teilen Norddeutschlands zum Erliegen kamen. Betroffen waren Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, wie die Deutsche Bahn auf Twitter schrieb.
GSM-R- und Reservepegel-Ausfall auf RB Nord in DB Netz: Der Bahnverkehr in Teilen Norddeutschlands wurde bis auf Weiteres komplett eingestellt. pic.twitter.com/ht0IBaVYme
– Jonas Westphal (@westphal) 8. Oktober 2022
Das Unternehmen riet Reisenden, die zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Berlin und Baden-Württemberg oder der Schweiz reisen, Verbindungen über Erfurt und Frankfurt/Main zu nutzen.
Grund für das Chaos war nach Angaben der Bahn ein technischer Defekt im Funk des Zuges. Was genau dazu geführt hat, blieb vorerst offen. Viele Menschen wurden während der Reise zum Wochenende möglicherweise unvorbereitet erwischt.
Generell empfiehlt die Deutsche Bahn ihren Fahrgästen, sich kurz vor geplanten Fahrten über www.bahn.de/reiseauskunft, über die DB Navigator App oder telefonisch unter 030/2970 zu informieren. Auf der Website der Bahn heißt es: „Sobald wir neue Informationen haben, halten wir Sie hier auf dem Laufenden.“
Spekulationen auf Twitter: War es ein Cyberangriff oder ein Sabotageakt?
Auf Twitter wird derzeit spekuliert. Namhafte Journalisten wie Correctiv-Gründer David Schraven oder Spiegel-Journalist Matthias Gebauer fragen sich offen, ob es sich um einen Sabotageakt oder einen Cyberangriff handeln könnte.
Neuigkeiten zum #Totalausfall: In Sicherheitskreisen heißt es, dass seit heute Morgen der komplette interne Funk des Zuges ausgefallen ist, kein Kontakt zu den Fahrern und dem Personal an Bord möglich ist. Ob es sich um eine Fehlfunktion oder um einen Sabotageakt handelt, ist derzeit unklar. #Eisenbahn
– Matthias Gebauer (@gebauerspon) 8. Oktober 2022
Die S-Bahn Berlin ist nicht betroffen
Für Fahrten zwischen Berlin und Köln sowie zwischen Berlin und Baden-Württemberg empfiehlt die Deutsche Bahn die Nutzung von Fernverkehrsverbindungen mit Umsteigen in Erfurt und Frankfurt/Main. Der Regionalverkehr in Berlin ist nach Angaben des Sprechers nicht betroffen. Nicht einmal die Berliner S-Bahn. Wie lange die Unterbrechung des Fernverkehrs andauern wird, kann noch nicht gesagt werden.
Die Deutsche Bahn empfiehlt auf ihrer Website, sich kurz vor geplanten Fahrten über www.bahn.de/reiseauskunft, die DB Navigator App oder telefonisch unter 030/2970 zu informieren. Nähere Informationen zu den Hintergründen lagen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor. Die Bahn sprach von einer “technischen Unterbrechung des Zugfunks unterwegs”.
Der ICE-Verkehr zwischen Berlin, Hannover und NRW wurde eingestellt
Der Bahnstillstand in weiten Teilen Norddeutschlands betrifft auch Nordrhein-Westfalen, Berlin und Hessen. „Auch der ICE-Verkehr zwischen Berlin, Hannover und NRW ist gestört“, heißt es auf der Website der Deutschen Bahn.
Deutsche Bahn: Zugfunkprobleme als Ursache für Massenausfälle
Die massiven Probleme der Deutschen Bahn in Norddeutschland sind nach Angaben des Unternehmens auf einen technischen Defekt im Funk des Zuges zurückzuführen. Deshalb seien “in weiten Teilen Norddeutschlands Fernzüge der Deutschen Bahn derzeit nicht möglich”, sagte er am Samstagmorgen gegenüber bahn.de. Aktuell kommt es leider zu Zugausfällen und kurzfristigen Stopps. Auch der Regionalverkehr ist teilweise betroffen.
Alle ICE-, IC- und EC-Züge fallen aus
Eine technische Störung in Norddeutschland führt nach Angaben der Deutschen Bahn derzeit zu einem Totalausfall des Fernverkehrs. Betroffen seien alle ICE-, IC- und EC-Züge in Norddeutschland, teilte die Bahn am Samstagmorgen mit.
Aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen sowie aus Kassel-Wilhelmshöhe, Berlin und Nordrhein-Westfalen gebe es dort derzeit keine Reisemöglichkeiten, teilte die Bahn mit. Daher ruht auch der ICE-Verkehr zwischen Berlin, Hannover und Nordrhein-Westfalen.
Regionalzüge im Raum Bremen und Niedersachsen fahren nicht
Neben dem Fernverkehr ist derzeit auch der Regionalverkehr in Norddeutschland zumindest teilweise gestört. Wegen „einer technischen Panne auf der Strecke“ im „Gebiet Norddeutschland“ sei derzeit kein Nahverkehrsbetrieb mit der Deutschen Bahn möglich, teilte das Unternehmen am Samstagvormittag auf seiner Internetseite mit. Konkret sind alle Schnell- und Regionalbahnverbindungen im Raum Niedersachsen und Bremen betroffen.
Auch im internationalen Fernverkehr fallen einige Züge aus: Auf der Strecke zwischen Berlin und Amsterdam fallen IC-Züge komplett aus. IC-Züge aus Kopenhagen und Aarhus enden in Padborg.
Zugtotalausfall: Hier erfahren Reisende mehr
„Leider kommt es zu Zugausfällen und kurzfristigen Stopps“, heißt es auf der Website des Unternehmens. Das Unternehmen riet Reisenden, sich kurz vor geplanten Fahrten über www.bahn.de/reiseauskunft, über die App DB Navigator oder telefonisch unter 030/2970 zu informieren. Auf der Website der Bahn heißt es: „Sobald wir neue Informationen haben, halten wir Sie hier auf dem Laufenden.“
Weitere Informationen zu dem Ausfall gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Bahn sprach lediglich von einer „technischen Störung der Strecke“. Viele Menschen wurden während der Reise zum Wochenende möglicherweise unvorbereitet erwischt.