WM 2022: Kanada verliert nach eklatantem Fehler mit 0:1 gegen Belgien

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Fehlen! Obwohl Vertonghen dem Kanadier Buchanan auf den Fuß tritt, gibt es keinen Elfmeter (13.).

Das Spiel

Die Welt steht Kopf in Ar-Rayyan, dem Vorort von Doha. Ausländisches Kanada schlug Belgien. Die Maple Leafs, die zum ersten Mal seit 13.316 Tagen wieder auf der großen Bühne stehen, machen dem WM-Dritten von 2018 bis zum Schlusspfiff Probleme. Allerdings ohne Erfolg.

Bis zur 13. Minute bekam Kanada sogar zwei Elfmeter, weil die Amerikaner nur den ersten schießen können. Davies verfehlt Courtois (10.). Bitter: Der Bayern-Star hätte das erste Tor in der WM-Geschichte seines Landes erzielt. Noch bitterer ist die zweite Szene: Die Abseitsentscheidung ist eine eklatante Fehlentscheidung (siehe: Das war ein Gesprächsthema).

Trotz der zwei Strafpolster rollen die Amerikaner weiter ohne zu stocken. Auch nach Belgiens kaltem Regen zum Treffer von Batshuayi (44.) lassen sie sich nicht einschüchtern. Kurz vor Schluss hilft auch noch FCB-Flügelspieler Liam Millar (ab 81) bei der Aufholjagd.

Doch Kanada fehlt die Belohnung und der erste WM-Punkt. Eine mutige Leistung und ein Endstand von 14:4 zugunsten des Underdogs werden in Erinnerung bleiben.

Belgien kam mit einem blauen Auge davon und dem Wissen, dass der verletzte Weltcup-Rekordhalter Lukaku an allen Ecken und Enden fehlt. Ab dem dritten Spiel soll der stämmige Stürmer wieder ins Spiel zurückkehren.

die Ziele

1:0, 44 Minuten, Batshuayi | Aus kanadischer Sicht ist es zu einfach: Ein langer Ball von Alderweireld aus der Innenverteidigung reicht aus, um nach vorne Batshuayi alleine vors Tor zu schicken. Lukakus Ersatz bleibt frisch.

Das war etwas, worüber man reden konnte

Drei Minuten nach dem verschossenen Elfmeter sollte Kanada noch einen bekommen (13.). Vertonghen tritt dem Buchanan-Wirbelwind auf die Zehen. Doch der Schiedsrichter hebt die Fahne, Schiedsrichter Sikazwe pfeift auf Abseits. Eine falsche Entscheidung! Denn der Ball kam nicht von einem Kanadier, sondern von einem Rückpass des belgischen Kapitäns Eden Hazard.

SRF-Schiedsrichterexperte Sascha Amhof bestätigt: «Der VAR hätte eingreifen müssen, für mich war es ein Elfmeter.» Es ist nicht das erste Mal, dass der sambische Schiedsrichter auffällt: Im Januar beim Africa Cup of Nations brach Sikazwe zweimal ein Spiel vorzeitig ab: zuerst fünf Minuten vor Spielende und dann 15 Sekunden vor Spielende.

Das gab Gesprächsstoff II

Wie erwartet kapitulierte auch Belgien vor der FIFA. Die „Red Devils“ gehörten ebenso wie die Schweiz zu den sieben Nationen, die mit der „One Love“-Kapitänsbinde ein Zeichen setzen wollten und erneut einberufen wurden. So läuft Kapitän Eden Hazard mit einer Fifa-Version mit der Aussage: „Fußball vereint die Welt.“ Anders als die Deutschen verzichten die Belgier auf dem Mannschaftsfoto auf eine Protestgeste.

Der beste

Tajon Buchanan (Kanada). Das 23-jährige Juwel von Club Brügge ist voller Energie und weckt die etablierte belgische Verteidigung immer wieder aufs Neue. Nimmt beide Elfmeter, obwohl es wegen Fehlentscheidung keinen zweiten (13.) gibt. Erschöpft traf er in der 81. Minute den Außenstürmer des FCB Millar.

Das Schlechteste

Yannick Carrasco (Belgien). Der Stürmer von Atletico Madrid gab Kanada den Elfmeter mit einer Hand, den Davies verfehlte. Bereits zur Halbzeit ist das Spiel für den 29-Jährigen beendet und er wird ausgewechselt.

So gehen Sie vor

Die Gruppe F geht am Sonntag mit den Spielen Belgien – Marokko (14 Uhr) und Kroatien – Kanada (17 Uhr) weiter.

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