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Erstellt: 29.12.2022, 10:07 Uhr
Von: Nadja Pohr
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Zum Jahresende steigen die Temperaturen in Deutschland wieder an. Berechnungen für die kommenden Wintermonate zeigen ebenfalls eine deutliche Abweichung und könnten Rekordtemperaturen bedeuten.
Stuttgart – Im Dezember brachte eine Kältewelle eisige Luft nach Deutschland und ließ die Temperaturen in den Keller stürzen. Ab und zu tropfte auch der Schnee; Es gab Hoffnung auf weiße Weihnachten. Aber das Wetter in Deutschland änderte sich und die Schneechancen an den Feiertagen explodierten. Stattdessen warnte Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net vor „Wetterchaos“ mit Sturmböen und Überschwemmungen.
Die Prognose für die kommenden Monate sieht nicht besser aus. Statt Schnee und Kälte im Winter soll es an Silvester immer wärmer werden. Prognosen von Wettermodellen deuten darauf hin, dass sich die kalte Jahreszeit bereits verabschiedet hat, wie BW24 zusammenfasst.
Wetterexperte mit ‘schockierender Winterprognose’: In den kommenden Monaten droht Rekordhitze
„Es ist kein Winterwetter in Sicht – der Winter hat so gut begonnen“, sagt Wetterexperte Dominik Jung. Aktuell sei der Dezember zwar noch 0,3 Grad zu kalt, aber spätestens im Rückblick auf den 1. Januar sei der Monat im Vergleich zum Klimadurchschnitt noch etwas zu warm gewesen, prognostiziert Jung. Auch die Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde NOAA geben eine weitere „schockierende Winterprognose“ her, wie wetter.net schreibt. Januar, Februar und März sollen zu warm sein.
„Wenn Sie sich diese Wetterkarte ansehen, fragen Sie sich, wo geht das NOAA-CFS-Modell eigentlich für Januar 2023 hin?“, fragt der Meteorologe. Die Karte zeigt die in Deutschland weit verbreiteten Rottöne, die Temperaturabweichungen darstellen. „Rot bedeutet: bis zu zwei Grad wärmer als das Durchschnittsklima von 1991 bis 2020“, erklärt Jung. Im Osten und Süden des Landes nimmt sogar die dunkelrote Zone zu, was eine Abweichung von bis zu drei Grad bedeutet.
Die Wetterkarte zeigt in Deutschland weit verbreitete Rottöne, die für zu warme Temperaturabweichungen stehen. © Bildschirmfoto/wetter.net
Für Februar und März ergibt sich ein ähnliches Bild. „Ich wage die Prognose, dass der aktuelle Winter in diesem Fall wahrscheinlich einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen sein wird“, sagt Dominik Jung. „Die kalten ein, zwei Wochen Anfang Dezember werden von diesen Temperaturentwicklungen, die uns bevorstehen könnten, ziemlich pulverisiert.“ Allerdings müsse bedacht werden, dass es sich um einen “sehr harten Klimatrend” handele, ergänzt der Wetterexperte.
An Silvester steigen die Temperaturen auf 20 Grad – Orkanböen möglich
Am Mittwoch (28.12.) liegen die Temperaturen in Deutschland zwischen 7 und maximal 10 Grad, teilweise mit viel Bewölkung und Regen. Auch der Donnerstag (29. Dezember) bleibt mit 9 bis 12 Grad mild. Am Freitag (30. Dezember) wird es etwas wärmer. Am Oberrhein sind beispielsweise bis zu 13 Grad möglich. Am letzten Tag des Jahres steigen die Temperaturen weiter an. „Silvester wird sehr warm“, sagt der Meteorologe. Die Vorhersage für den 31. Dezember liegt zwischen 12 und 20 Grad.
WochentagTemperatur in Grad Celsius Mittwoch (28. Dezember) 7 bis 10 Uhr Donnerstag (29. Dezember) 9 bis 12 Uhr Freitag (30. Dezember) 9 bis 13 Uhr Samstag (31. Dezember) 12 bis 20 Uhr
Nach Berechnungen von US-Wettermodellen sind auch in der Silvesternacht über weite Teile Deutschlands schwere Orkanböen mit Geschwindigkeiten von 100 bis 120 km/ha möglich. In den letzten Prognosen hat sich alles etwas entspannt, vereinzelte Windböen könnten aber dennoch auftreten, warnt Dominik Jung. Die kommenden Wettervorhersagen können nur dann sicher bestätigt werden, wenn tatsächlich ein Sturm über Deutschland fegt.