Weil am Rhein: 23 Personen teilen sich einen Sitzplatz

Kurz vor 10 Uhr am Montag bemerkten Mitarbeiter des Bundesamtes für Zoll und Grenzschutz beim Autobahnzoll bei Weil am Rhein (D) einen schwer beladenen Seat Alhambra. Der siebensitzige Familienvan war beladen wie ein Bus. 23 Personen stiegen aus dem Auto aus. Neun Erwachsene und 14 Kinder wurden gezählt, wie die deutsche Polizei am Dienstag mitteilte. Sie waren ukrainischer Staatsangehörigkeit, wie sie auf Nachfrage sagten.

Die Reisegruppe war eine große Familie, die ihre Reise nach Polen antrat. Derzeit erfolgt die Ein- und Ausreise aus der Ukraine hauptsächlich über Polen. Dort wurde das Auto gekauft. Ihr Ziel war Bern, wo der Fahrer, ebenfalls Ukrainer, lebt. Er bekommt jetzt eine Geldstrafe, weil er mehrere Personen ohne jegliche Sicherheit transportiert hat.

Die Großfamilie konnte ihre Reise fortsetzen, „nachdem die Formalitäten erledigt waren“, wie es weiter hieß. Sieben Personen konnten auf dem Sitz weitersitzen, die Pressestelle des Freiburger Polizeipräsidiums wusste jedoch nicht, wie die übrigen ihr Ziel erreichten.

Viele Flüchtlinge besuchten über Weihnachten ihre Familien in der Ukraine. Die Männer konnten das Land infolge der Mobilisierung nicht verlassen, während ihre Frauen und Kinder geflohen sind. Mit dem Schutzstatus S können Sie frei ins Ausland reisen und in die Schweiz zurückkehren.

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