Das von Klosterkapellmeister Marco Paolacci mit viel Liebe und Erfahrung konzipierte Konzertfestival „Interplay“ findet in diesem Jahr an den beiden Wochenenden vom 2. bis 10. Juli im Stift Zwettl statt. „Zwettl organisiert ein Festival, das sich dank der großartigen Künstler, der wertvollen Orgel und der besonderen Spielsäle im internationalen Vergleich gut präsentieren lässt“, sagt Paolacci.
Das Festival beginnt am 2. Juli mit einem der Höhepunkte. Die österreichische und englische Star-Sopranistin Anna Prohaska, begleitet vom Barockorchester La Folia, singt in „Celebration of Life in Death“ über pandemische Hoffnung und Traurigkeit. Ein weiteres Ziel der Programmgestaltung des Abends bezieht sich auf das 300-jährige Jubiläum des Stiftsturms.
Gefeiert wird der feierliche Anlass mit einem Open-Air-Konzert vor dem Turm, das wieder von Mitgliedern von La Folia aufgeführt wird, mit Texten, die von der Burgtheaterschauspielerin Anne Bennent gelesen werden, mit Daten und Fakten, die der Archivar von Andreas Gamerith präsentiert Kloster und mit Marco Paolacci an der Egedach-Orgel. „Im besten Fall wird der Turm noch von der Abendsonne geküsst“, kommentiert der Stiftskapellenmeister schmunzelnd.
Der folgende Sonntagmorgen gehört Ludwig Güttler und seinem musikalischen Abschied vom Stift Zwettl. Der Künstler an Trompete und Corno da Caccia erscheint um 9.30 Uhr zur Eröffnungsfeier und dann morgens in Originalbesetzung, „back to the roots sozusagen.“ ruft Paolacci, um Musik zu machen.
Die Besuche in der Orangerie kulminieren am Nachmittag mit der Präsentation von Marco Paolaccis CD “… ein Italiener in Zwettl …”. Beim Künstlergespräch erfahren die Zuhörer interessante Details über die Arbeit des berühmten Organs von Aufnahmeleiter und Tonmeister Benno Kalechyts. Christoph Stradner, Solocellist der Wiener Symphoniker, beschließt den Abend in der Bibliothek mit den Solosuiten von Johann Sebastian Bach.
Das zweite Konzertwochenende beginnt am Freitag, 8. Juli. „Die Wiener Choralschola präsentierte einen Blumenstrauß mit gregorianischem Choral und früher Polyphonie“, sagt Programmgestalter Paolacci.
Passend zum Thema sind am Samstagnachmittag alle auf den Orangenmarkt eingeladen, denn hier dreht sich alles um Kaffee. Johann Sebastian Bach verewigte das damals so besondere exotische Getränk in seiner „Kaffeekantate“. Drei Solisten und ein ausgewähltes Orchester zeichnen ein Bild des Mädchens, das ihren Vater mit seiner Kaffeesucht in den Wahnsinn treibt.
„Der Tag endet mit einem besonderen Konzert an einem besonderen Ort“, verspricht Marco. „Im romanischen Schlafzimmer singt Antje Rux in klarem Sopran Lieder nach Texten des Mystikers Angelus Silesius. Begleitet wird sie von Lee Santana an der Laute“.
Festgottesdienst mit Starorganist Kogert
Das Festival endet am Sonntag, 10. Juli, mit einem festlichen Gottesdienst, den Gastorganist Wolfgang Kogert an der Egedach-Orgel vorträgt. Der „Organist in Residence“ kommt am Nachmittag zu einem Künstlergespräch in die Orangerie.
Und der Stiftsorganist betont: „Wer sich auf Metal konzentriert, wer die geballte Kraft dieser Musik liebt, sollte sich den Auftritt der Vienna Brass Connection am Sonntagnachmittag im Abteihof nicht entgehen lassen. . 17 Metal-Performer und drei Percussionisten machen Eindruck.“ Dieses Abschlusskonzert beginnt mit Wolfgang Kogert in der Stiftskirche.
Auskunft für Manfred Bretterbauer unter der Telefonnummer 02822 20202 – 57.
Vielen Dank für Ihr Interesse an NÖN.at.
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Jetzt kostenlos abonnieren und alle 2 Wochen die besten Storys und Aktionen direkt in dein Postfach erhalten.