Wenn eine fragwürdige Wirtschaftspolitik mit einer überhöhten Gewinnsteuer finanziert werden soll, sind die Gewinne der Krise besser bei den Unternehmen.
Im Juli durchbrach die Inflation in Österreich die 9,2-Prozent-Schwelle, teilte die Statistik Austria am Freitag mit. Doch Experten warten bereits auf die nächste Preiserhöhung. Hausenergie dürfte deutlich teurer werden, wenn die östlichen Energieversorger im Herbst die Verbraucherpreise anpassen. Es ist nicht auszuschließen, dass die Inflation in Österreich zweistellig wird, bevor sie in den kommenden Jahren wieder zurückgeht.
Am Tag der Veröffentlichung der Schnellschätzung der Juli-Inflation durch die Statistik Austria legte das amerikanische Unternehmen Exxon Rekordergebnisse vor. Hohe Öl- und Gaspreise verhalfen dem fossilen Giganten zu dem größten Quartalsgewinn eines Ölunternehmens in der Geschichte. Zuvor hatten Shell und der französische Konzern Total Energies Rekordzahlen vorgelegt. So auch in Österreich der teilstaatliche Energieversorger Verbund, der aufgrund höherer Großhandelspreise seinen Nettogewinn im ersten Halbjahr verdoppelte. Auch die OMV legte gute Zahlen vor.