Warum Stress manchmal gut fürs Gehirn ist

„Wer einem gewissen Stress ausgesetzt ist, kann Bewältigungsstrategien entwickeln und so effizienter und effektiver arbeiten. […]”, erklärt Professor Assaf Oshri, Leiter des Instituts für Jugendentwicklung. Von den 1.200 Teilnehmern der Studie waren diejenigen, die regelmäßig leichtem oder mäßigem Stress ausgesetzt waren, widerstandsfähiger und hatten ein geringeres Risiko für Depressionen und asoziales Verhalten.

Die Stresstoleranz ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, je nach Alter, genetischer Veranlagung oder ob Sie Unterstützung durch Ihr soziales Umfeld erhalten. Oshri warnt davor, dass zu viel Stress sowohl körperlich als auch geistig schädlich ist. Chronischer Stress wirkt sich auf alles aus, vom Immunsystem über die Emotionskontrolle bis hin zur Gehirnfunktion, stellt der Hauptautor der Studie fest.

Mittels eines Fragebogens erfassten die Forscher das Stressempfinden der jungen Erwachsenen. Sie gaben unter anderem an, wie oft sie im vergangenen Monat von unerwarteten Ereignissen geplagt wurden. Außerdem wurden die Aufmerksamkeit, die Fähigkeit, zwischen verschiedenen Aufgaben zu springen, und die Erinnerung an Bildsequenzen gemessen. Diese Daten stammen aus dem Human Connectome Project, das von den US National Institutes of Health finanziert wird. Das Programm untersucht die Funktionen des menschlichen Gehirns.

Was: DOI 10.1016/j.psychres.2022.114644

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