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Erstellung: 11.01.2022, 18:00 Uhr
Von: Moritz Serif, Lisa Kuner, Niklas Kirk, Tim Vincent Dicke, Daniel Dillmann, Nail Akkoyun, Andreas Apetz, Sarah Neumeyer
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Lula da Silva geht als Sieger aus den Wahlen in Brasilien hervor. Doch bisher hat sich Amtsinhaber Jair Bolsonaro nicht geschlagen gegeben. Der Newsticker.
- Der Sieger steht fest: Lula da Silva gewinnt die zweite Runde der Wahlen in Brasilien
- Sie wittern eine Verschwörung: Jair Bolsonaros Anhänger sprechen von Wahlbetrug
- Wahlen in Brasilien: Alle Infos in unserem Newssticker.
+++ 17.50 Uhr: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro wird nach Angaben eines Regierungsmitglieds seine Wahlniederlage nicht anfechten. Der rechtsextreme Politiker werde dies heute in einer offiziellen Erklärung betonen, sagte Kommunikationsminister Fabio Faria gegenüber Reuters. Kurz vor seiner Rede wird Bolsonaro mit den Richtern des Obersten Gerichtshofs zusammentreffen.
Der Amtsinhaber verlor bei den Präsidentschaftswahlen am Wochenende knapp gegen seinen Rivalen Lula da Silva. Er hatte bisher geschwiegen, was zu Spekulationen führte.
Seine Wahlniederlage möchte ich heute noch kommentieren: Jair Bolsonaro. (Aktenfoto) © Mauro Pimentel/AFP
Wahlen in Brasilien: Bolsonaro-Anhänger blockieren Straßen: Militärpolizei im Einsatz
+++ 15.30 Uhr: Die Wahlen in Brasilien sind entschieden, Lula da Silva ist Sieger. Doch einige Unterstützer von Jair Bolsonaro wollen das immer noch nicht akzeptieren. Bereits am Montag hatten zahlreiche Lkw-Fahrer aus Protest Straßen blockiert. Der Oberste Gerichtshof des Landes hat nun den Einsatz der Militärpolizei genehmigt. Staatliche Einheiten sollen helfen, die Straßen wieder sauber zu machen. Insgesamt soll es landesweit mehr als 250 Kürzungen gegeben haben.
+++ 14.20 Uhr: Jair Bolsonaro schweigt nach den Wahlen in Brasilien. Andererseits hat sich sein Sohn Flavio Bolsonaro zu Wort gemeldet. „Danke an alle, die uns geholfen haben, den Patriotismus zu retten“, schrieb die 41-jährige Senatorin auf Twitter. Auch an die Unterstützer seines Vaters richtete er einen mehrdeutigen Appell: “Lasst uns den Kopf heben und unser Brasilien nicht aufgeben!”
+++ 13.32 Uhr: Ganz Brasilien wartet nach der Wahl auf Jair Bolsonaro. Der im Amt bleibende Präsident hat seine Niederlage gegen Lula da Silva noch nicht kommentiert. Er soll heute (Dienstag, 1. November) seine Stellungnahme abgeben. Ob er sich geschlagen geben wird, ist noch nicht klar. Die Anhänger von Jair Bolsonaro scheinen bereit zu sein, den Kampf auch nach der Niederlage bei den brasilianischen Wahlen fortzusetzen. Am Montag blockierten Lkw-Fahrer Straßen im ganzen Land, um gegen Lulas Sieg zu demonstrieren. Das berichtete unter anderem das brasilianische Nachrichtenportal Rio Times.
Jair Bolsonaro: Vom Fallschirmjäger zum brasilianischen Präsidenten
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Wahlen in Brasilien: Bolsonaro will sein Schweigen brechen
+++ 11.30 Uhr: Laut der Zeitung Folha de São Paulo will sich Bolsonaro an diesem Dienstag (1. November) mit einer Rede an die Brasilianer wenden. Darin werde er den Wahlsieg nicht anfechten, Lula aber auch nicht zu seinem Sieg gratulieren, sagte er. Zuvor hatten die rechtsextremen Verbündeten des Präsidenten Lulas Wahlsieg eingeräumt. Bolsonaros ehemaliger Justizminister Sergio Moro schrieb auf Twitter: „Das ist Demokratie.“ Er bat darum, sich für die Einheit des Landes einzusetzen.
Wahlen in Brasilien: Berater fordern Bolsonaro auf, Niederlage einzugestehen
+++ 10.45 Uhr: Nach seiner Niederlage bei den Präsidentschaftswahlen in Brasilien bleibt Staatschef Jair Bolsonaro untergetaucht. Am Montag (31.10. Ortszeit) trat der amtierende Präsident weder öffentlich auf noch kommentierte er den knappen Wahlsieg seines Rivalen Luiz Inácio Lula da Silva. Medienberichten zufolge verbrachte er den Vormittag in seiner Residenz in Brasilia und begab sich anschließend zu Gesprächen ins Büro des Präsidenten. Daraufhin versuchten mehrere Minister und Ratsherren, ihn zu einem Eingeständnis der Niederlage zu überreden. Zumindest auf Arbeitsebene gab es wohl erste Kontakte. Medienberichten zufolge sprach Lulas Kommunikationschef der Kampagne, Edinho Silva, am Montag mit Bolsonaros Stabschef Ciro Nogueira. Außerdem rief Lulas künftiger Vizepräsident Geraldo Alckmin Bolsonaros Stellvertreter Hamilton Mourão an.
Wahlen in Brasilien: Putschaufrufe: „Panzer schicken“
+++ 8.45 Uhr: Der New York Young Republicans Club, der älteste und größte Club junger Republikaner in den USA, hat offenbar am Sonntagabend in Brasilien nach seinem Lieblingskandidaten Jair Bolsonaro gegen seinen Rivalen und ehemaligen Präsidenten zum Putsch aufgerufen Luiz Inácio Lula da Silva hatte verloren. Die Gruppe sagte auf Twitter: „Wir stehen auf der Seite des brasilianischen Volkes, das für Freiheit, Wohlstand und gute Regierungsführung steht. Wir fordern amerikanische und internationale Organisationen auf, den Sieg von Präsident Bolsonaro sofort anzuerkennen. Die Medien erzählen ihre Lügen. Wir, stattdessen wir.“ sagen die Wahrheit.“ Dem Tweet folgte die Ankündigung: „Zeit zu handeln. Schicken Sie die Panzer ein.“ Twitter entfernte den Tweet später wegen Verstoßes gegen seine Regeln.
Wahlen in Brasilien: Bolsonaro noch mehr untergetaucht; will sich der Wahlverlierer heute äußern
+++ 5.40 Uhr: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schweigt zum Sieg seines Rivalen Luiz Ignacio Lula da Silva bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wird er sich erst am Dienstag (Ortszeit) öffentlich zu seiner Niederlage äußern. Das hat Kommunikationsminister Fabio Faria gesagt. Bolsonaro kehrte am Montagabend in seine Residenz zurück, um seine Rede vorzubereiten.
Update Dienstag, 1. November 2022, 4.45 Uhr: Nach seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien ist Staatschef Jair Bolsonaro untergetaucht. Am Montag (31.10. Ortszeit) trat der amtierende Präsident weder öffentlich auf noch kommentierte er den knappen Wahlsieg seines Rivalen Luiz Inácio Lula da Silva. Medienberichten zufolge verbrachte er den Vormittag in seiner Residenz in Brasilia und begab sich anschließend zu Gesprächen ins Büro des Präsidenten. Daraufhin versuchten mehrere Minister und Ratsherren, ihn zu einem Eingeständnis der Niederlage zu überreden.
Befürchtete Gewaltausbrüche nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse blieben zunächst aus, doch Lkw-Fahrer blockierten am Montag Hunderte von Straßen im ganzen Land, um gegen Lulas Wahlsieg zu protestieren. Dann befahl der Präsident des Obersten Wahlgerichts, Alexandre de Moraes, der Polizei, die Blockaden zu beenden.
Wahlen in Brasilien: Bolsonaro schweigt
+++ 21.30 Uhr: Jair Bolsonaro hat sich nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters noch nicht öffentlich zum Ergebnis und der daraus resultierenden Niederlage bei der Präsidentschaftswahl geäußert. Nach wie vor wird befürchtet, dass der amtierende Präsident seinem Kontrahenten Lula da Silva den Sieg streitig machen könnte. Vor der Wahl machte Bolsonaro wiederholt unbegründete Behauptungen, das Wahlsystem sei anfällig für Betrug.
Bolsonaro verbrachte am Montag mehr als sechs Stunden in geschlossenen Sitzungen am Regierungssitz, berichtet die New York Times. Unterdessen äußern die Anhänger des Präsidenten ihren Unmut. Am Montag verzeichnete die brasilianische Autobahnpolizei mindestens 211 Straßensperren in 16 Bundesstaaten, berichtet die New York Times. Aus Protest gegen das Wahlergebnis blockierten Demonstranten am Montagnachmittag eine große Brücke in Rio de Janeiro.
Wahlen in Brasilien: Bolsonaro-Anhänger blockieren Straßen mit brennenden Reifen
+++ 16.34 Uhr: Nach der Niederlage des brasilianischen Präsidenten im Amt, Jair Bolsonaro, blockieren Lkw-Fahrer und andere Demonstranten mehrere Straßen im Land. Die Aktionen richteten sich gegen die offizielle Auszählung der Präsidentschaftswahlen und gegen Luiz Inácio Lula da Silva.
Im landwirtschaftlichen Bundesstaat Mato Grosso, in dem Bolsonaro starke Unterstützung hat, wurden nach Angaben des für den Betrieb dieser Straßen verantwortlichen Unternehmens mehrere Straßen durch Lastwagen, andere Fahrzeuge und brennende Reifen blockiert. Laut brasilianischen Medien fanden die Blockaden in insgesamt fünf Bundesstaaten statt. Auch eine Straße zwischen den Metropolen Rio de Janeiro und São Paulo wurde von Demonstranten blockiert. Zunächst war nicht klar, ob die Straßensperrungen zentral organisiert wurden. Brasilianische Langstreckenläufer sind in einer Bewegung organisiert, die klar hinter Bolsonaro steht.
Wahlen in Brasilien: Olaf Scholz gratuliert Lula
+++ 14.46 Uhr: Nach dem Wahlsieg des Linkspolitikers Lula rechnet die Bundesregierung mit einer friedlichen Übergabe der Präsidentschaft in Brasilien. „Wir sind wie alle anderen davon überzeugt, dass es auch zu einem friedlichen Machtwechsel kommen wird, wie er in Demokratien üblich ist“, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit in Berlin. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gratulierte Lula auf Twitter zur Wahl.
Er hoffe auf eine „enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit Brasilien, schrieb Scholz, vor allem in „Handels- und Klimaschutzfragen“. Scholz und Lula, so Hebestreit, „kennen sich aus der Vergangenheit“, und in diesem Sinne erwartet die Kanzlerin „eine gute Zusammenarbeit“. Auch der Chef der EU-Außenpolitik, Josep Borrell, gratulierte Lula zu seiner Wahl. Er…