Vorwürfe gegen Ulrich Seidl vor der Uraufführung von „Sparta“.

Im “Spiegel”-Bericht werden sowohl Seidl-Mitarbeiter als auch ihre Familien – allesamt anonym – zitiert. Das Thema wurde im Vorfeld nicht erklärt und die Eltern konnten nicht auf das Set zugreifen. Kinder sollen fiese Szenen mit erwachsenen Schauspielern gedreht haben. In Rumänien wurden die vorgeschriebenen Bedingungen für Dreharbeiten mit Kindern, wie die Zustimmung von Kinderärzten und Psychologen, nicht erfüllt. Ein Elternteil sagte laut “Spiegel”: “Ich glaube, sie haben uns ausgetrickst, weil wir arm sind.”

In einer der APA vorliegenden Stellungnahme versichert Ulrich Seidl, dass „falsche Darstellungen, Gerüchte oder aus dem Zusammenhang gerissene Tatsachen am Set von „Esparta“ vom „Spiegel“ in einem Zerrbild zusammengetragen werden, das in keiner Weise den Tatsachen entspricht“. „Meine Arbeitsweise [wird, Anm.] er hat mich diffamiert und mir Absichten vorgeworfen, die nicht realitätsferner sein könnten”, sagt der sehr erfolgreiche Regisseur.

„In all meinen Filmen, in all meiner künstlerischen Arbeit beanspruche ich Empathie für die Missbrauchten und Gefallenen, für die Ausgestoßenen und Verbotenen: Ich stelle sie nicht an den (moralischen) Pranger, sondern Trotz. „Als komplexe und auch widersprüchliche Menschen wahrzunehmen“, sagt Seidl: „Die daraus resultierenden Ambivalenzen zwischen Fürsorge und Missbrauch zu erkennen und zu beschreiben, wegzuschauen statt wegzuschauen und sie damit abzublocken, sehe ich darin als Künstlerin und als Künstlerin eine wesentliche Verantwortung Person. Ich habe größten Respekt vor allen Darstellern und würde niemals eine Entscheidung treffen, die in irgendeiner Weise ihr körperliches oder geistiges Wohlbefinden beeinträchtigen würde.”

Wie alle anderen Schauspielerinnen wurden Kinderdarsteller nie dazu gedrängt, Dinge vor der Kamera zu tun, die sie nicht tun wollten. Auch die jungen Schauspieler wurden während des gesamten Prozesses betreut. Und selbstverständlich wurden die Eltern vor den Dreharbeiten über alle wesentlichen Inhalte des Films informiert, Seidl bestreitet die Vorwürfe des „Spiegel“: „Wir haben bei den Dreharbeiten nie die Grenzen des ethisch und moralisch Erforderlichen überschritten.“

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