Deutschland hat am 8. Dezember 2022 einen erneuten Versuch gewagt. Nachdem der nationale Warntag 2020 in die Kategorie Pleiten, Pech und Pannen gerutscht ist, soll dieses Jahr zumindest einiges besser laufen. Erstmals soll über ein sogenanntes Mobile-Broadcast-Verfahren eine Warnung an Mobiltelefone gesendet werden, auch wenn das Gerät zuvor stummgeschaltet wurde.
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Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat am Donnerstagnachmittag eine erste positive Bilanz gezogen. Der Mobilfunkanbieter Vodafone wertete den Kündigungstag 2022 als vollen Erfolg, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa).
Zahlreiche Handybesitzer beschweren sich im Internet (wie auch in den Kommentaren dieses Artikels), dass die Handywarnung sie nicht erreicht hat.
Wir sagen Ihnen, wann der nächste Kündigungstag ist, was das sogenannte Mobilfunksystem ist und wo Sie Ihre Meinung sagen können, wenn Sie die Kündigung nicht erhalten.
Der Kündigungstermin 2023 steht bereits fest
Nach dem Kündigungstag ist vor dem Kündigungstag: Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat bereits angekündigt, dass es ab 2023 jährlich einen „Tag des Bevölkerungsschutzes“ geben wird. „An diesem Tag des Bevölkerungsschutzes können wir für Schutzmaßnahmen werben durch den Staat, sondern auch Vorkehrungen, die jeder für sich selbst treffen kann”, sagte der SPD-Politiker.
Wann ist Kündigungstag 2023?
Der nächste Kündigungstag ist für den 14. September 2023 (Donnerstag) vorgesehen.
Der heutige Warntag war ein großer nationaler Test für Warnsysteme und ein wichtiger Schritt zur weiteren Verbesserung des Bevölkerungsschutzes.
Nancy Faeser, Bundesinnenministerin
War das Handy stumm? Hier können Sie Ihre Meinung zum Kündigungstag 2022 abgeben
Auf der Website „Warntag Survey“ können Sie Ihre Erfahrungen und Eindrücke vom diesjährigen Warntag mit dem BBK teilen.
Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie akuten Nachholbedarf in Sachen Frühwarnung sehen und keine Mahnung erhalten haben. Schließlich dient der nationale Testalarm dazu, die technischen Systeme unter realen Bedingungen zu testen und Lücken im Warnsystem zu identifizieren.
Die Ergebnisse der Befragung sollen laut offizieller BBK-Mitteilung in einem Bericht zusammengefasst und voraussichtlich im Frühjahr 2023 veröffentlicht werden. „Die Auswertung ist Grundlage für die Vorbereitungen für den nächsten Bekanntmachungstag am 13. September 2023 ,” er fährt fort.
Der National Alert Day am 8. Dezember wird der erste Test der mobilen Alarmierung mit dem mobilen Rundfunksystem sein. (Ikonenbild) © dpa/Zacharie Scheurer
Wann soll am Warntag 2022 der mobile Alarm schlagen?
Die Warnung soll die Handynutzer bestenfalls am 8. Dezember um 11 Uhr erreichen. Die Vollmacht muss um 11:45 Uhr erteilt werden.
Wie soll der mobile Alarm am Tag der Kündigung klingen?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verschickte die Warnung am 8. Dezember per Push-Nachricht über sein neues mobiles Rundfunksystem.
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Konkret bedeutet dies, dass laut Bundesamt die Meldung am Tag der Benachrichtigung um 11 Uhr in einem Pop-up-Fenster auf dem Handy-Bildschirm erscheinen soll.
Außerdem solle das Handy vibrieren und bei maximaler Lautstärke Alarm schlagen, sagte eine BBK-Sprecherin dem Tagesspiegel auf Anfrage.
Bei manchen Geräten muss die SMS auch mit einer Computerstimme vorgelesen werden, wie die Telekom beispielsweise auf ihrer Website schreibt.
Warntag 2022: Was müssen Handybesitzer erwarten?
Am bundesweiten Warntag sendete das BBK um 11 Uhr eine Meldung über das Mobilfunksystem. Die Nachricht beinhaltete:
- Eine Textnachricht im Popup-Fenster
- Ein Alarmton mit maximaler Lautstärke
- Handy-Vibration
- Je nach Gerät: Textnachricht laut vorlesen
Viele Handynutzer bekamen vor einigen Wochen eine Vorschau auf die zu erwartende Warnung.
In Vorbereitung auf den bundesweiten Warntag haben Mobilfunkanbieter wie Telefónica, Vodafone oder Telekom ihren Kunden unter anderem eine Vorwarnung zum nächsten Test geschickt, so die Verbraucherzentrale.
So schrieb etwa die Telekom: „Heute informieren wir Sie, damit Sie auf diese neue Art der Alarmierung vorbereitet sind.“
Vor einigen Wochen und Tagen erhielten einige Handynutzer von ihrem Mobilfunkanbieter eine Vorankündigung zum nächsten Kündigungstag im Jahr 2022. © privat/Screenshot
Was ist, wenn das Handy am Tag der Kündigung schweigt?
Die Warnmeldung soll auch dann ausgegeben werden, wenn das Handy zuvor auf lautlos oder stumm geschaltet war, sagte eine BKK-Sprecherin dem Tagesspiegel auf Anfrage. Dementsprechend sollte der Weckton auch bei stumm geschaltetem Handy in voller Lautstärke abgespielt werden. Außerdem sollte das Gerät vibrieren.
Konnten alle Mobiltelefone die Benachrichtigung empfangen?
nein Um die Warnmeldung zu erhalten, müssen einige technische Grundvoraussetzungen erfüllt sein.
So lassen sich beispielsweise ältere Geräte oder Handys mit veraltetem Betriebssystem nicht mit dem neuen Mobilfunksystem von BBK ansteuern. Das Bundesamt hat auf seiner Website eine Auswahl von Handytypen veröffentlicht, die Signale empfangen können (Stand: 8.12.2022).
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Außerdem muss das Handy über den Mobilfunkanbieter empfangsbereit und mit einer freigeschalteten SIM-Karte ausgestattet sein.
Bisher konnten Netzbetreiber nicht genau abschätzen, wie viele Mobiltelefone die Anforderungen des Mobilfunksystems erfüllen. Wie ein Telekom-Sprecher dem Westfälischen Anzeiger (WA) auf Nachfrage mitteilte, ist nicht bekannt, wie viele Geräte am 8. Dezember die Warnung erhalten werden.
„Viele der älteren Handys werden das können. Aber das können wir nicht für jedes Gerät sagen.“ Sie erfahren mehr über die Verfügbarkeit, die Geräte am selben Kündigungstag und später zu erhalten, was auch für den Kündigungstag 2022 vorgesehen ist.
Von welchem Betriebssystem erhalten Sie möglicherweise die Warnung?
Wie die Nachrichtenagentur Heise Online berichtet, soll das mobile Sendesystem grundsätzlich mit folgenden Betriebssystemen kompatibel sein:
- Apple (iPhones): iOS-Betriebssystemversionen 16, 15.7.1 und 15.6.1.
- Google (Android): ab Android-Version 11
Hinweis: Auf Nachfrage des Tagesspiegels konnte eine BBK-Sprecherin keine konkreten Versionen des Betriebssystems nennen. Es wurde jedoch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Mobiltelefone auf dem neuesten Stand gehalten werden sollten. Dies schließt Aktualisierungen ein.
Vermutlich erhalten auch Smartphones mit älteren Android-Versionen mobile Streaming-Warnungen, wenn Hersteller modifizierte Benutzeroberflächen verwenden. So verwendet Huawei beispielsweise die eigene Benutzeroberfläche EMUI 12, die auf Android 10 basiert und grundsätzlich das Mobilfunksystem unterstützt.
Mussten Sie Cell Broadcast aktivieren, um eine Benachrichtigung zu erhalten?
Bei den neusten Handys (mit neustem Betriebssystem) soll das mobile Broadcast-System voreingestellt und damit aktiviert sein, wie unter anderem der Westfälische Anzeiger (WA) berichtet.
Apple gibt in seinem Support-Bereich an: „Offizielle Benachrichtigungen sind auf Ihrem Gerät standardmäßig aktiviert.“
Allerdings lohnt sich ein Blick in die Einstellungen (insbesondere bei älteren Geräten), denn im Zweifelsfall sollte die Cell Broadcast-Einstellung manuell eingeschaltet werden.
Wie aktiviere und deaktiviere ich die Mobilfunkübertragung auf dem Handy?
Apple-Geräte
- Gehen Sie zu den allgemeinen “Einstellungen” Ihres Geräts.
- Wählen Sie den Punkt „Benachrichtigungen“ aus.
- Hier können Sie den Punkt “Cell Broadcast Alerts” ein- oder ausschalten.
Android-Geräte
- Öffnen Sie die Nachrichten-App (oder Nachrichten), wo Sie normalerweise Ihre Textnachrichten finden würden.
- Gehe zu den Einstellungen”.
- Hier finden Sie (je nach Gerät) den Punkt „Notfallbenachrichtigungshistorie“. Wenn nicht, suchen Sie unter „Zusätzliche Einstellungen“ oder „Erweitert“ danach.
- Wählen Sie unter dem Punkt „Notfallbenachrichtigungsverlauf“ erneut „Einstellungen“ aus.
- Hier können Sie auswählen, welche Benachrichtigungen Sie erhalten möchten, einschließlich mobiler Übertragung.
Hinweis: Je nach Gerät und Betriebsversion können die Bezeichnungen der Menüpunkte abweichen, wie auch der Verbraucherschutz mitteilt. Ältere Geräte verfügen möglicherweise nicht einmal über diese Einstellungen.
Erhalten Sie immer noch mobile Streaming-Benachrichtigungen, wenn sich Ihr Telefon im Flugmodus befindet?
nein Wenn das Gerät vollständig ausgeschaltet oder im Flugmodus ist, ertönt kein Alarm.
Wann wird der Cell Broadcast Alert nicht übertragen?
- Für ältere Handytypen
- Bei älteren Betriebssystemen
- Wenn das Handy aus ist
- Wenn sich das Telefon im Flugmodus befindet
- Wenn sich das Handy nicht in einer Funkzelle befindet
Hat das Bundesamt meine Handynummer?
Alles klar: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat keine Telefonliste, in der Personen samt Handynummer aufgeführt sind. Dem BBK liegt somit Ihre persönliche Mobilfunknummer nicht vor.
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Beim BBK-Cell-Broadcast-Verfahren werden Warnmeldungen an alle Empfangsgeräte gesendet, die sich in einer sogenannten Funkzelle (also einem Abschnitt des Mobilfunknetzes) befinden.
Auf den Serviceseiten des BBK heißt es: „Jedes Mobilfunkgerät wird automatisch in eine Funkzelle eingebucht, über die der Netzempfang hergestellt wird. Von…