Ukrainekrieg: Deutschland liefert diese Waffen an die Ukraine

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Vier lange Monate hat es gedauert: Am Dienstag (21. Juni) hat die Bundesregierung erstmals seit Kriegsbeginn alle Waffenlieferungen an die Ukraine enthüllt.

Regierungssprecher Steffen Hebestreit begründete den Schritt mit einer Anpassung an die Praxis enger Verbündeter – etwa der USA.

► Die Liste enthält alle Waffen und sonstigen Waffen, die bereits geliefert wurden oder zur Lieferung vorgesehen sind. Es ist jetzt auf der Website der Bundesregierung zu finden. Bisher war es nur für Abgeordnete im Geheimen Schutzbüro des Bundestages einsehbar.

Bisher hat die Bundesregierung nur öffentlich ihre Kapitulation gegenüber den ukrainischen Streitkräften für den Abwehrkampf gegen Russland angekündigt. Sie wurden jedoch von der ukrainischen Seite freigelassen, nachdem sie das Kriegsgebiet erreicht hatten.

Was bisher geliefert wurde

Laut der jetzt veröffentlichten Liste der Bundesregierung hat Deutschland bisher 3.000 Panzerfaust-Patronen, 100.000 Handgranaten und 2.700 Fliegerfaust geliefert.

Außerdem gingen 500 Stinger-Flugabwehrraketen, 100 Maschinengewehre und 16 Millionen Schuss Munition an die ukrainischen Streitkräfte.

Es gibt auch Einrichtungen wie 23.000 Kampfhelme, 178 Kraftfahrzeuge, 1.200 Krankenhausbetten, ein Feldlazarett und mehr.

Der Flugabwehrpanzer Gepard Foto: Picture Alliance / Photothek

Was soll man noch liefern

Neben den bereits gelieferten Waffen und Ausrüstungen ist die Lieferung weiterer Waffen, Munition und Ausrüstungen geplant. Unter:

► 10.000 Artilleriemunition ► 53.000 Flugabwehrpanzermunition ► 5,8 Millionen Kleinwaffenmunitionspatronen ► 7 Selbstfahrlafetten 2000 (Artilleriegeschütze) ► 5000 Kampfhelme ► 40 Aufklärungsdrohnen ► 14 Geschützte Drohnen ► Kontrollierte Minenräumgeräte ► 65 Kühlschränke für medizinische Versorgung ► 54 gepanzerte Truppentransporter mit Waffen ► 30 Gepard-Flugabwehrfahrzeuge einschließlich etwa 6000 Schuss Munition ► 1 Iris-T SLM-Luftverteidigungssystem ► 1 Radarerkennungs-Cobra-Artillerie ► 80 Toyota-Pick-ups zu Fahrzeugen ► 3 Mehrfachraketenwerfer mit Munition

Der Ringtausch mit der Slowakei explodierte

Am Dienstag wurde bekannt, dass ein zweimonatiger Austausch deutsch-slowakischer Ringe gegen Waffenlieferungen in die Ukraine zu scheitern droht, da Berlin nicht genügend Panzer anbietet!

Infolgedessen bot Deutschland der Slowakei 15 Leopard 2 A4-Panzer als Ersatz an, wenn es 30 sowjetische T-72-Panzer an die Ukraine lieferte.

Aber es sieht so aus, als ob das Land diesen Ringtausch letzte Woche abgelehnt hat. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums in Bratislava sagte: „Die Realität ist, dass wir die Form der Unterstützung, die Tschechien oder andere Länder zugesagt haben, nicht akzeptieren können. Sie liefern ein Gerät in die Ukraine und erhalten zwei Geräte aus Deutschland oder einem anderen Land Rückkehr “.

Und weiter: „Die Slowakei hat 30 T-72-Panzer. Daher können 15 Kampfpanzer Leopard keine Lösung für uns sein, da wir für ein Panzerbataillon 30 Kampfpanzer brauchen.

Union will im Bundestag abstimmen

Die CDU/CSU will derweil dafür sorgen, dass das Parlament den Druck für Lieferungen in die Ukraine erhöht. Noch in dieser Woche soll über einen Abstimmungsantrag über Bundeskanzler Scholz zur endgültigen Übergabe der versprochenen Wehrmacht abgestimmt werden.

Die brisanteste davon: Der Antrag könnte die Zustimmung der Fraktionen der Ampelparteien erhalten. Denn Frust über das Tempo der Rüstungslieferungsspirale herrscht auch vor allem zwischen FDP und Grünen.

Der Antrag schlägt Alarm: „Die ukrainische Armee droht zu bluten“, wenn die Lieferungen moderner Waffen und Munition nicht eintreffen.

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