Live-Tickerchart bei Scholz
“Willst du wirklich dein Land opfern?” – Die Handwerker fordern, dass die Sanktionen gegen Russland gestoppt werden
Stand: 07:50 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
„Panzerfaust Made in Germany“: Diese Waffe fanden die Russen in Odessa
Odessa bereitet sich auf russische Angriffe vor. WELT-Chefreporter Steffen Schwarzkopf traf in der Hafenstadt auf ukrainische Soldaten, die sich in ihren Stellungen verschanzt hatten. Mit Gewehren bewaffnet erwarten sie ihre Angreifer direkt im Schwarzen Meer.
Der Handwerkerverband des Kreises Halle-Saalekreis schrieb in ungewöhnlich scharfem Ton an Bundeskanzler Olaf Scholz. Sie fordern Verhandlungen mit Russland, um den Krieg zu beenden. Aber das ist nicht alles. Mehr im Liveticker.
Der Wirtschaftsverband des Kreises Halle-Saalekreis in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) aufgefordert, alle Sanktionen gegen Russland einzustellen. In einem offenen Brief, der dem Deutschen Redaktionsnetzwerk (RND/Donnerstag) zur Verfügung gestellt wurde, forderten die Handwerker zudem Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine.
„Wir Handwerker wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass die allermeisten nicht bereit sind, ihren hart erkämpften Lebensstandard für die Ukraine zu opfern. Es ist auch nicht unser Krieg!“, sagt er und: „Sie wollen der Kanzler zu sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat. Wollen Sie wirklich Ihr Land opfern?”
Der Bezirkshandwerker kritisierte den Angriff Russlands auf die Ukraine als schweres Verbrechen und “einen klaren Verstoß gegen Artikel 2 der UN-Charta”. Sie seien jedoch “besorgt um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder, besorgt um die Kontinuität unserer Geschäfte, besorgt um unser Land”.
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Außerdem kann man in der Ukraine nicht von einem einwandfreien demokratischen Staat sprechen. Die Handwerker verweisen auf eine Veröffentlichung von Transparency International, in der das Land bei der Korruption im Jahr 2021 auf Platz 122 landete, kein anderes europäisches Land schnitt schlechter ab. “Und Sie wollen damit Deutschland gefährden?”, kritisieren die 16 Unterzeichner aus allen Gewerkschaften.
Steigen die Preise weiter, kommt der „Normalverdiener“ bald nicht mehr über die Runden. Dann würde selbst die normale und notwendige Handarbeit unerschwinglich werden, was zu Entlassungen und Betriebsschließungen führen würde.
07:21 – Putin und Xi werden am G-20-Gipfel in Indonesien teilnehmen
Sowohl der chinesische Präsident Xi Jinping als auch der russische Präsident Wladimir Putin wollen im November am G-20-Gipfel auf der Urlaubsinsel Bali teilnehmen. Das teilte der indonesische Präsident mit. „Xi Jinping wird kommen. Präsident Putin hat mir auch gesagt, dass er kommen wird“, sagte Joko Widodo in einem Interview mit Bloomberg. Zum ersten Mal seit dem Einmarsch Moskaus in die Ukraine haben sich die beiden persönlich mit US-Präsident Joe Biden und anderen Staats- und Regierungschefs der Demokraten getroffen.
Im Westen gilt Putins Teilnahme an dem Gipfel als problematisch, zumal auch der von Russland angegriffene ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen ist. Aufgrund des Angriffskrieges gegen das Nachbarland muss sich Russland politisch isolieren. Mehrere Staaten haben ihre Teilnahme in Frage gestellt, falls Putin persönlich erscheint.
Die Spannungen zwischen den USA und China waren kürzlich aufgrund des Besuchs der Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan erneut gestiegen.
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06.27 Uhr: Russland meldet Drohnenabschuss über der Krim
Nach Angaben des russischen Luftverteidigungssystems wurden die Drohnen über der von Moskau annektierten Halbinsel Krim abgeschossen. Flugabwehrraketen machten die Drohnen in der Nähe des Flugplatzes Belbek bei Sewastopol unschädlich, teilten russische Beamte mit. Eine ähnliche Aktion fand in der Stadt Kertsch statt.
Auf der 2014 von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel kam es in den vergangenen Wochen zu Explosionen, bei denen Kampfjets zerstört und Militärflugplätze beschädigt wurden. Beim jüngsten Vorfall sprach Russland von “Sabotageakten”, die Ukraine übernahm keine Verantwortung für die Explosionen.
02:50 Uhr: Estland: Einreisebeschränkungen bislang ohne größere Auswirkungen
Nach Angaben der Behörden haben die neuen Einreisebeschränkungen Estlands für russische Staatsbürger keine großen Auswirkungen auf die Situation an der Grenze. „Unsere Arbeit am Grenzübergang verläuft derzeit in einem recht normalen Tempo“, sagte Grenzschutzbeamter Mark Smirnov der Deutschen Presse-Agentur vom Checkpoint Narva. Die Einschränkungen hätten „den Arbeitsaufwand nicht wesentlich erhöht“. Ganz ähnlich sei die Situation an den beiden anderen Grenzübergängen zwischen Estland und Russland in Luhamaa und Koidula, teilte die Polizei- und Grenzschutzbehörde in Tallinn auf Anfrage mit.
Seit Donnerstag können russische Staatsbürger mit einem von Estland ausgestellten Schengen-Visum nicht mehr in das baltische EU- und NATO-Land einreisen. Es gelten jedoch bestimmte Ausnahmen, beispielsweise für Russen, die in Estland ansässig sind, das Recht haben, dort zu bleiben oder Verwandte zu haben. Auch russische Staatsbürger mit Visa anderer EU-Mitglieder, die für den gesamten Schengen-Raum mit seinen 26 europäischen Staaten gelten, können in das Land einreisen. Estland setzt sich deshalb für einen grundsätzlichen Einfrieren von EU-Touristenvisa ein.
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