Ukrainischen Quellen zufolge kam es in der Ukraine nach erneuten russischen Bombenangriffen am Donnerstag zu massiven Stromausfällen. „Im Moment sind mehr als zehn Millionen Ukrainer ohne Strom“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner täglichen Videobotschaft. Von Stromausfällen seien insbesondere die Regionen Odessa, Kiew, Vinnytsia und Sumy betroffen, erklärte er.
Die Ukraine meldete russische Angriffe in mehreren Städten. Zuletzt hatten die russischen Streitkräfte wiederholt die Energieinfrastruktur der Ukraine angegriffen. Inzwischen ist in Kiew der erste Schnee gefallen. Bei Temperaturen von bis zu minus zehn Grad könne die Lage “schwierig” werden, warnte der örtliche Gouverneur.
Das russische Präsidialamt wirft der ukrainischen Regierung vor, Friedensverhandlungen zu behindern. Kiew sei unzuverlässig, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow in einem kurzen Telefongespräch mit Reportern. Die Ukraine hat wiederholt ihre Position geändert, ob sie mit Moskau verhandeln will.
Peskow fordert die USA auf, sich einzumischen. Diese können die Bedenken Russlands berücksichtigen. Und wenn Washington wollte, könnte es Kiew überzeugen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Peskow betont auch, dass eine Teilnahme an öffentlichen Verhandlungen für Russland undenkbar sei.