Der Krieg der Ukraine im Ausland
Kiew hat die ersten drei Gepard-Flugabwehrpanzer aus Deutschland erhalten
Stand: 13:28 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Kiew hat die ersten drei Gepard-Flugabwehrpanzer aus Deutschland erhalten
Nach langem Warten erhielt die Ukraine die ersten Gepard-Flugabwehrfahrzeuge aus Deutschland. Das teilte der Verteidigungsminister der Ukraine, Oleksiy Reznikov, mit. Außerdem wurden mehrere Zehntausend Schuss Munition geliefert.
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Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Ukraine sind drei Gepard-Flugabwehrpanzer und mehrere zehntausend Schuss Munition im angegriffenen Land eingetroffen. Von der versprochenen Juli-Lieferung fehlen noch zwölf Einlagen.
Die Ukraine hat die ersten Gepard-Flugabwehrpanzer aus Deutschland erhalten. „Die ersten drei Geparden sind heute offiziell eingetroffen“, sagte Verteidigungsminister Oleksiy Reznikov am Montag im ukrainischen Fernsehen. Dabei seien auch mehrere zehntausend Schüsse abgefeuert worden.
Zwölf weitere Gepard-Panzer werden erwartet. Grundlage der Lieferung ist eine Vereinbarung mit Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) im Mai. Die Ukraine hat seit Ende Februar eine russische Invasion abgewehrt und wiederholt darauf gedrängt, ihre eigene Luftverteidigung zu stärken.
Es ist die zweite Ladung schwerer Waffen, die Deutschland in die Ukraine geliefert hat. Bereits im Juni hatte die Bundesregierung mit der Panzerhaubitze 2000 schwere Artilleriegeschütze in die Ukraine geliefert. Die Panzerhaubitze ist mit einer Reichweite von 40 Kilometern das modernste Artilleriegeschütz der Bundeswehr. Damals erhielt die Ukraine insgesamt sieben Waffen.
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Verheerende Zerstörung
Neben den Geparden wartet die Ukraine vor allem auf die modernen Flugabwehrsysteme Iris-T aus Deutschland. Diese sollen das Land besser vor russischen Raketenangriffen schützen. Die Iris-T wird jedoch voraussichtlich erst im Herbst eintreffen.
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In Deutschland wird derzeit über die Lieferung von Kampfpanzern und Schützenpanzern an die Ukraine diskutiert. Eine direkte Lieferung ist für die Bundesregierung bisher keine Option. Aus den Reihen der Grünen und der FDP kommen nun allerdings entsprechende Forderungen, weil es Probleme beim sogenannten Ringtausch zur Versorgung der Ukraine mit schweren Waffen gibt. Die Idee des Ringtauschs entstand kurz nach Kriegsbeginn. Zu diesem Zweck sollten die östlichen NATO-Partner von der Sowjetunion entworfene Waffen bereitstellen, mit denen ukrainische Soldaten ohne zusätzliches Training umgehen können. Als Ersatz sollten sie westliche Marken von Allianzpartnern wie Deutschland erhalten.
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Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte sich im Mai mit ihrem ukrainischen Amtskollegen darauf geeinigt, dass die Ukraine im Juli die ersten 15 Gepard-Flugabwehrpanzer aus deutschen Industriebeständen erhalten soll. Der Hersteller Krauss-Maffei Wegmann hatte nach einem Ringen um die Lieferung schwerer Waffen von der Bundesregierung politisches grünes Licht erhalten, die technisch erneuerten Flakpanzer aus Altbeständen der Bundeswehr zu verkaufen. Der Cheetah kann auch im Kampf gegen Bodenziele eingesetzt werden.
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