Ukraine-Krieg: Faeser bedauert Champagnerglas-Szene auf Balkon in Kiew

Deutschland-Ukraine-Krieg

Faeser bedauert die Sektglas-Szene auf dem Balkon in Kiew

Stand: 06:21 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Nancy Faeser (SPD), Bundesministerin des Innern, bei einem Besuch bei der GSG 9 und der Fliegerstaffel der Bundespolizei

Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd

Ein Foto von Innenministerin Nancy Faeser in Kiew empörte viele Beobachter: Sie stand mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko auf einem Balkon, während die Ukraine im Krieg war. In der Hand: ein Glas Sekt, bereue dieses Bild. Dabei ist es leicht zu erklären.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser bedauert eine Szene ihrer Reise Ende Juli in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Fotos und Videos zeigten den SPD-Politiker mit Parteikollege und Arbeitsminister Hubertus Heil, Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und der deutschen Botschafterin Anka Feldhusen auf dem Balkon der Botschafterresidenz. Die vier halten Champagnergläser, lachen manchmal in die Kameras der Reporter.

Als Faeser bei der Veranstaltungsreihe “RND vor Ort” des Deutschen Verlagsnetzwerks am Dienstagabend in Potsdam mit einem solchen Bild konfrontiert wurde, sagte er: “Ich bedaure das Foto.”

Gleichzeitig ist das Bild leicht zu erklären, weil in Kiew im Moment ein normaler Alltag eingekehrt ist, was angesichts der anhaltenden Kriegsverbrechen und Kämpfe im Osten des Landes jedoch schwer nachvollziehbar ist. “Die Leute gehen einkaufen. Es werden wieder Blumen im öffentlichen Raum gepflanzt. Die Leute gehen in Bars, sitzen in Cafés, gehen ihrer Arbeit nach.”

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Es ist schwer zu verstehen, aber man kann es auf dem Bild sehen, sagte Faeser. „Am Abend waren wir beim Botschafter und Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, eingeladen und haben am Ende das gleiche Getränk gewählt wie er.“ Weil das etwas Unangemessenes ausdrückt, wenn man aus einem anderen Land kommt.”

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Schließlich herrschte in Kiew der Alltag

Faeser wies einen Vergleich des Fotos mit dem viel diskutierten Foto aus dem vergangenen Sommer zurück, das den damaligen Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) lächelnd beim Besuch eines deutschen Überschwemmungsgebiets zeigte. Schließlich herrschte in Kiew der Alltag. “Es ist anders, als wenn ich mit einem Glas Champagner im Osten des Landes wäre.”

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Neben Kiew besuchten Faeser und Heil auch die vom Krieg zerstörte Stadt Irpin. Bilder vom Balkon des Botschafters hatten in den sozialen Medien empörte Kommentare ausgelöst. Der Generalsekretär der CDU, Mario Czaja, gehörte zu den prominenten Kritikern.

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