Überlastungsgefahr
Wegen einer dreifachen Epidemie schlagen Schweizer Notrufzentralen Alarm
Schweizer Notrufzentralen warnen vor drohender Überlastung. Die Dreifach-Epidemie von Covid, Grippe und RS-Virus setzte sie enorm unter Druck. Die prekäre Situation wurde durch die fast volle Bettenkapazität und einen chronischen Mangel an Fachpersonal verschärft.
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Schweizer Spitäler schlagen Alarm: Es droht Überlastung.
Notrufzentralen in der Schweiz sind am Limit. Der Grund: Die Dreifach-Epidemie aus RSV, Influenza und Corona füllt die Betten und versorgt viele Patienten. Auch der Fachkräftemangel ist ein großes Problem.
Rettungsdienste sind in diesem Winter mit Bedingungen konfrontiert, die sie an den Rand des Zusammenbruchs bringen könnten. Die Kliniken registrieren eine Rekordzahl an Patienten, schrieben die Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin (SGNOR) und die Lateinische Vereinigung für Notfallmedizin (ALAMU) am Donnerstag.
„Die Überlastung der Rettungsdienste hat verheerende Folgen für Patienten, Personal und Gesundheitseinrichtungen.“ Verband der Notärzte
In einem am Vortag unterzeichneten Schreiben an die wichtigsten Gesundheitsbehörden und Spitalleitungen der Schweiz hatten sie Alarm geschlagen.
Besonders auffällig ist die Situation an Notrufstationen
„Die Überlastung von Notfallstationen hat verheerende Folgen für Patienten, Personal und Gesundheitseinrichtungen“, schreibt der Verband. Das Phänomen betrifft nicht nur Notrufzentralen. Vielmehr drückte es die prekäre Situation und die Grenzen des gesamten Gesundheitssystems angesichts sich verändernder Versorgungsbedürfnisse der Patienten aus.
Zuvor hatten Notrufzentralen Rekordzahlen gemeldet. Wie das Kantonsspital Baden (KSB) mitteilte, war die Notaufnahme so ausgelastet wie noch nie. Der bisherige Höchststand lag bei 308 Personen am ersten und zweiten Tag des Jahres 2018. Jetzt wurden 351 Personen an einem Tag behandelt.
Daher wird die Bevölkerung ermutigt, nur in dringenden Fällen ins Krankenhaus zu gehen.
SGNOR und ALAMU fordern Lösungen von der Politik. Dazu gehört beispielsweise die Sicherstellung der Finanzierung öffentlicher Krankenhäuser und der notfallmedizinischen Ausrüstung im Allgemeinen sowie die Förderung von Alternativen zum Krankenhausaufenthalt im Sinne des Ausbaus der häuslichen Pflege und Pflege. Aber auch die optimale Nutzung von Notfallressourcen durch Stärkung der Allgemeinmedizin und des hausärztlichen Notdienstes. (SDA/jwg)
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