Test: M-Audio M-Game Solo, RGB Dual, USB-Wiedergabemixer

Lass uns spielen!

21. November 2022

M-Audio M-Game Solo, RGB Dual, USB-Wiedergabemixer

Heute mal was ganz anderes: M-Game Solo und RGB Dual lassen sich nicht in eine Schublade stecken. Mischpulte, Audio-Interfaces oder Streaming-Geräte wollen sie nicht genannt werden. Es heißt offiziell (Achtung, anschnallen): „DUAL USB TRANSMISSION INTERFACE WITH RGB LED LIGHTING, VOICE EFFECTS AND SAMPLES.“ Jetzt stellen sich natürlich die Fragen a) wozu braucht man dieses Gerät? Und b) Wie läuft es in den einzelnen Disziplinen? Schauen wir uns beide Geräte genauer an…

M-Game SOLO und RGB Dual: Zweck

Die Idee hinter M-Game-Geräten ist es, internetfähige Geräte in einem Live-Streaming-Setup zu verbinden. Das kann zum Beispiel das Spielen von Multiplayer-Spielen oder das Moderieren von Live-Internet-Chats mit entsprechenden Effekten und Samples sein. Die sehr beliebten Spiele-Tutorials, Spiele-Reviews oder Game-Streams lassen sich mit einem M-Game-Gerät sehr abwechslungsreich gestalten. Hier spielen zwei oder mehr Spieler ein Spiel und nehmen es als YouTube-Video auf oder streamen es live. Damit das nicht zu trocken wird, lassen sich per Knopfdruck verschiedenste Effekte und Samples auslösen, die dem Spiel etwas Punch verleihen.

An das Gerät können Gaming-PC, Streaming-PC, eine Spielkonsole, ein Mikrofon, ein Headset und ein Headset angeschlossen und gemischt werden.

Welche Funktionen bieten M-Game SOLO und RGB Dual?

Beide Geräte kommen in einer farbenfrohen Verpackung mit externem Netzteil, USB-Kabel und Anleitung. Dies zeigt, dass Sie sich und Ihr Gerät zuerst auf der M-Game-Website registrieren und dann die gerätespezifische Software herunterladen müssen.

Beachten Sie, dass es zwei verschiedene Apps für SOLO und RGB Dual gibt, die jedoch sehr ähnlich funktionieren.

Die Geräte sind solide verarbeitet und wirken trotz Kunststoffgehäuse sehr stabil. Im Zweifel hat es die Forensik jedoch ganz einfach: Auf dem glänzenden Kunststoff bleiben die Fingerabdrücke bestmöglich und in hoher Qualität erhalten. Immerhin lassen sich diese ganz einfach mit einem Mikrofasertuch entfernen. Das elegante und glänzende Design ist von kurzer Dauer.

Das M-Game SOLO verfügt über einen Mikrofonpegelregler inklusive Maximumanzeige (10 LEDs) auf der linken Geräteseite. Darunter befindet sich der MUTE-Button, der einen oder mehrere Kanäle einzeln stummschaltet, und ein #$%&-Button, der beispielsweise das in Amerika so verpönte Wort Shit mit einem Soundeffekt übertönt.

In der Mitte thront der Hauptregler, den Sie (fast) frei konfigurieren können und mit dem Sie beispielsweise die Parameter des Effekts in Echtzeit steuern können. Darunter befinden sich fünf Schaltflächen, die die Stimmeffekte aktivieren, die Sample-Bank auswählen und das entsprechende Sample aktivieren. Rechts befindet sich die Mixer-Einheit, wo Sie die Pegel der jeweiligen Kanäle mischen können. Im Gegensatz zum RGB können Sie beim SOLO alle Schalter und LEDs auf unterschiedliche Rottöne einstellen. Wie der Name schon sagt, kann RGB in viele RGB-Farben angepasst werden.

Auf der Rückseite des 27,27 x 16,76 x 6,7 cm (B x T x H) messenden Geräts haben wir einen XLR-Mikrofoneingang mit kleinem Gain-Regler und vier 3,5-mm-Klinkenbuchsen:

  • MIC In für Kopfhörer,
  • HP-Kopfhörerausgang,
  • Hauptsache für die Lautsprecher,
  • AUX-In-Buchse für eine zusätzliche Quelle, z. ein Smartphone.

Eine 6,3 mm Klinkenbuchse ermöglicht den Anschluss eines variabel konfigurierbaren Pedals. Dann ein optischer Anschluss (PCM) für eine Spielkonsole und die USB-A-Buchse zum Anschließen der DAW oder Gaming-/Streaming-Workstation. Ganz rechts befindet sich die Steckdose und ein dedizierter Netzschalter.

Vier Gummifüße an der Unterseite sorgen für einen sicheren Stand des rund 1,3kg leichten M-Game SOLO.

Das M-Game RGB Dual unterscheidet sich in einigen Punkten: Unübersehbar ist natürlich die RGB-Beleuchtung, die auf den ersten Blick sehr spektakulär aussieht und sehr granular konfiguriert werden kann. Außerdem haben wir am Dual zwei USB-Anschlüsse und zwei schaltbare Bänke für Spracheffekte und Samples. Mit der FX-Taste können Sie auch Spracheffekte am Mikrofon aktivieren.

Wenn Sie diese Beschreibung gelesen haben, werden Sie bemerkt haben, dass ich die Wörter “Set” oder “Variable” verwendet habe. Tatsächlich lässt sich der SOLO und noch mehr der RGB Dual sehr frei an die Umgebung und den Nutzer anpassen. Tasten können beliebige Muster zugewiesen werden, Farbfeedback kann angepasst werden, Tastendruckeigenschaften können in einigen Fällen variieren usw. Sie können die Samples triggern (einmaliges Drücken = 1 x Sample = umschalten) oder wiederholt abspielen (halten). Ebenso lassen sich diverse Spracheffekte oder die #$%&-Taste weitgehend anpassen. Trotz der Vielfalt ist die mitgelieferte Software sehr übersichtlich, sodass Sie das Gerät ganz nach Ihrem persönlichen Geschmack konfigurieren können.

Aber nicht nur die sehr flexible Bedienung überzeugt. Auch die technischen Features überzeugen. Für den Mikrofoneingang steht Phantomspeisung zur Verfügung; per Software aktivierbar. Außerdem gibt es ein Kanalband (ja, richtig gelesen – ein 3-Band-EQ mit parametrischen Mitten ist zuschaltbar), einen Kompressor, ein Noise Gate, einen Entkalker und einen Hochpassfilter.

Es gibt auch eine Boost-Funktion für stumme Mikrofone. Ach ja: Für gängige Mikrofone wie das Shure SM7B gibt es fertige Profile, die über die Software geladen werden können. Zudem lässt sich der LED-String zwischen der klassischen Maximalanzeige und der Gain-Stufe umschalten.

Eine weitere Funktion ist die Ausgabeumleitung, mit der Sie die Ausgaben der App optimieren können: Verwenden Sie die Discord-Chat-Software? Weisen Sie dann diese App dem Chat zu. Face Time on System Out – Skype, Spotify, Facebook, Games: Je nach gewählter Anwendung und zugewiesener Weiterleitung können Sie den Pegel mit dem entsprechenden Fader anpassen. Soll Mute nur das Mikrofon und die Hauptlautsprecher stumm schalten? Kein Problem! Die Routing-Funktionen sind nahezu endlos. Sie können die Funktionen in einer übersichtlichen Matrix zuordnen.

Die große Auswahl an Klangbeispielen für Effekte ist Ihnen nicht genug? Es gibt auch einen Sampler auf dem M-Game Solo und RGB Dual, mit dem Sie Audioschnipsel aufnehmen, zuschneiden und bearbeiten können. Diese können Sie dann den jeweiligen Funktionstasten zuweisen. Die Schokostreusel auf der Kirschcreme wären kleine LCD-Monitore gewesen, auf denen man sieht, welcher Effekt welcher Taste zugeordnet ist. Doch M-Game hat die zweitbeste Lösung gefunden: Der Startbildschirm der Software informiert über die ausgewählten Effekte und Samples.

Unterstützt wird übrigens eine Samplerate von 48 kHz bei 24 Bit, was für die Zielgruppe völlig ausreicht.

Ein Wort zum Hauptregler: Dieser kann die FX-Parameter steuern. So können Sie den Vocal-Prozessor aktivieren, Reverb und Echo, Chorus-Modulation und Distortion einstellen.

Und wie bereits erwähnt, können Sie die Tasten und Schalter auch farbig einstellen, sowohl in der Position “Ein” als auch in der Position “Aus”. Also weiß wenn aus und rot wenn an. Entweder hellblau oder…

Ich werde die Liste der Möglichkeiten hier beenden, weil sie fast endlos sind. Und ich habe nicht einmal so offensichtliche Merkmale wie das Sprechen mit einer Roboterstimme aufgelistet. Bitte verzeihen Sie mir, dass dies alles nicht in einem einzigen Test aufgelistet werden kann; Es ist einfach erstaunlich, was das M-Game Solo kann und noch mehr das M-Game RGB Dual.

Die technischen Daten des M-Game SOLO und RGB Dual

Der Mikrofoneingang hat dynamische 110 dB(A) mit einer Bandbreite von 20 Hz bis 20 kHz (+0,4/-1,8 dB) und einem Klirrfaktor (THD) von 0,0015 % bei 1 kHz. Der Kopfhörerausgang liefert 42 mWatt an 32 Ohm, das ist nicht viel, aber durchaus ausreichend.

Insgesamt sind die Specs sehr schön – M-Game hat nicht nur die billigste Technik in ein stylisches Gehäuse gepackt, sondern sich auch große Mühe gegeben, eine gute Bildqualität zu liefern, was auf jeden Fall gelungen ist.

In der Praxis

Zunächst einmal bitte ich alle „alten Studiospezialisten“ um Verständnis: Wir müssen bei M-Game-Geräten (bis auf den Fußschalter) auf die 6,3-mm-Klinken- oder symmetrischen Eingänge verzichten. Ich musste auch durch die Kabelbox graben, um ein passendes 3,5-mm-Stereo-Klinkenkabel auf zwei 6,3-mm-Monoklinkenkabel zu finden, damit ich meine Monitore anschließen konnte. Immerhin lässt sich per Klinke ein Mikrofon anschließen, allerdings fehlt die bei Gamern beliebte Anschlussmöglichkeit für ein USB-Mikrofon. Für Kopfhörer gibt es eine “echte” Miniklinke, die auch das Mikrofon unterstützt. Aber auch hier habe ich keine Möglichkeit, ein USB-Headset mit M-Game-Geräten zu verbinden.

Nach Registrierung, Aktivierung und Installation wurde zunächst die Firmware aktualisiert und schließlich waren die Geräte einsatzbereit. Die Softwareverbindung ist sehr stabil und M-Games sind generell sehr leise. Der Verstärkungsregler auf der Rückseite ist etwas knifflig und scheint auf den letzten 3 mm des Hubs viel Verstärkung hinzuzufügen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Schließlich findet man den optimalen Pegel über die Pegelregelung und die Boost-Funktion der Software.

Zusätzliche Einstellungen sind sehr intuitiv. Setup, Routing, Sampling, Effekte und Lichtshow können in wenigen Minuten über das Softwaremenü auf der linken Seite durchgeführt werden. Als nächstes müssen Sie sich durch die Spracheffekte und Samples arbeiten. Es ist ein Vergnügen,…

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