Odermatt findet das toll, Maier gefällt das überhaupt nicht
Am Lauberhorn für den Super-G gehen die Meinungen auseinander
Das ist das Schöne an Skiklassikern: Jeder hat eine Meinung dazu. Das gilt auch für den Super-G am Lauberhorn. In dieser Angelegenheit werden die Legenden des Skisports besonders zerrissen.
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Vor einem Jahr feierte Marco Odermatt seinen Sieg im Lauberhorn Super G.
Marcel W. PerrenSki-Reporter
Der Super-G am Lauberhorn sorgt für grosse Kontroversen! Besonders die Skilegenden Marc Girardelli und Hermann Maier gehen in ihrer Meinung zu diesem Thema weit auseinander. Aber eins nach dem anderen.
Der Vorarlberger Girardelli, Starter für Luxemburg, gewann 1994 den ersten Super-G-Weltcup in Wengen. Dass erst im vergangenen Winter das zweite Rennen in dieser Kategorie am Fuße des fünfmaligen Weltcupsiegers von Eiger, Mönch und Jungfrau startete Girardelli quittiert dies mit einem Kopfschütteln. „Ich kann nicht verstehen, warum es nach meinem Erfolg auf dieser Strecke nicht schon so lange ein Super-G ist. Meiner Meinung nach ist das Gelände prädestiniert für diese Disziplin.“
Neue Super-G-Startzeit
Aufgrund der nicht idealen Wettervorhersage für das Lauberhorn-Wochenende haben die Organisatoren das Programm angepasst. Der Super-G am Freitag startet nun eine halbe Stunde früher als geplant. Los geht es um 12:00 Uhr und nicht wie ursprünglich geplant um 12:30 Uhr.
Aufgrund der nicht idealen Wettervorhersage für das Lauberhorn-Wochenende haben die Organisatoren das Programm angepasst. Der Super-G am Freitag startet nun eine halbe Stunde früher als geplant. Los geht es um 12:00 Uhr und nicht wie ursprünglich geplant um 12:30 Uhr.
Maier ist Fan des Super-G, aber nicht in Wengen
Mit 24 Einzelsiegen und fünf Gesamtsiegen führt Hermann Maier die ewige Super-G-Weltcupwertung an. Die Mischung aus Abfahrt und Riesenslalom hat im Herminator des Salzburger Landes noch immer einen ganz besonderen Reiz. „Anders als beim Downhill kann man auf der Rennstrecke nicht trainieren. Man hat eine Visualisierung und muss dann auf sein Bauchgefühl zurückgreifen. Das macht diesen Wettkampf so interessant.“
Der zweifache Olympiasieger von Nagano von 1998, der am 7. Dezember seinen 50. Geburtstag feierte, ist nach wie vor ein grosser Lauberhorn-Fan. Aber nur ab Abfahrt und Slalom. „Letzten Winter habe ich den Wengen Super G im Fernsehen gesehen. Und was ich da gesehen habe, hat mir nicht gefallen.“ Die abschließende Begründung: „Meiner Meinung nach gibt es auf dieser röhrenförmigen Strecke zu wenig Möglichkeiten, einen abwechslungsreichen Super-G auf die Beine zu stellen. Das absolute Traumterrain für diese Disziplin ist in Beaver Bach. Es gibt unzählige Möglichkeiten, einen Kurs in den unterschiedlichsten Variationen zu markieren. Aber nicht in Wengen.“
Odermatt hat das Lauberhorn für sich entdeckt
Maier speiste im vergangenen Sommer in Salzburg mit dem Mann, der den zweiten Super-G der Lauberhorn-Geschichte gewann. Die Rede ist von Marco Odermatt. Der Nidwaldner erläuterte Maier seinen Standpunkt zum Wiener Schnitzel. „Ich habe dieses Rennen auch sehr kritisch gesehen“, verrät der Riesenslalom-Olympiasieger. „Aber ich habe meine Meinung zum Lauberhorn-Super-G revidiert. Nicht weil er gewonnen hat, sondern weil ich finde, dass der Streckenbauer im letzten Winter wirklich gute Arbeit geleistet hat. Er hat es geschafft, ein paar schöne Passagen von ‚Biff-Baff‘ (Schwung) einzubauen -on-swing Combos, Anm. d. Red.). Außerdem hatten wir eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h, die man mit anderen Super-Gs nicht erreicht. Und das ist eine tolle Herausforderung.“
Der sechsmalige Saisonsieger fordert noch einen weiteren Grund, den Lauberhorn-„Super-Giganten“ zu einer festen Größe im Weltcup-Kalender zu machen. „Wengen ist ein wunderbarer Ort mit einem fantastischen Publikum. Deshalb fahre ich hier viel lieber einen Super-G als an einem Ort, wo kaum Zuschauer sind.“ Und mit diesem Argument provoziert Odermatt sogar ein ganz knappes Nicken von Hermann Maier.
Drei Rennen verschoben
Der Weltcup-Riesenslalom der Herren am 29. Jänner in Garmisch-Partenkirchen, der wegen ungünstiger Wettervorhersagen und Schneemangel abgesagt wurde, wird am 25. Jänner im österreichischen Schladming im Rampenlicht ausgetragen. Am Vortag findet an gleicher Stelle ein Nachtslalom statt.
Der italienische Skiort Cortina d’Ampezzo wird am 28. und 29. Januar den Super-G der Herren von Lake Louise und Gröden austragen. Die Abreise nach Garmisch-Partenkirchen, die am 28. Januar hätte stattfinden sollen, entfällt ersatzlos.
Der Weltcup-Riesenslalom der Herren am 29. Jänner in Garmisch-Partenkirchen, der wegen ungünstiger Wettervorhersagen und Schneemangel abgesagt wurde, wird am 25. Jänner im österreichischen Schladming im Rampenlicht ausgetragen. Am Vortag findet an gleicher Stelle ein Nachtslalom statt.
Der italienische Skiort Cortina d’Ampezzo wird am 28. und 29. Januar den Super-G der Herren von Lake Louise und Gröden austragen. Die Abreise nach Garmisch-Partenkirchen, die am 28. Januar hätte stattfinden sollen, entfällt ersatzlos.
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