Statt der Ukraine richtet Großbritannien den ESC 2023 aus

25. Juli 2022

Der Sieg brachte das Nicht-ESC Kalush Orchestra ins eigene Land © APA/AFP/MARCO BERTORELLO

Der Eurovision Song Contest 2023 findet in Großbritannien statt und nicht im diesjährigen Siegerland, der Ukraine. Das teilte die European Broadcasting Union (EBU) am Montag offiziell mit. Die BBC übernimmt den Sender des vom russischen Angriffskrieg betroffenen Landes, UA:PBC. Nach Angaben der EBU beginnt der Wettbewerb zwischen potenziellen Gastgeberstädten in Großbritannien in dieser Woche.

Die Entscheidung lag bereits auf der Hand, da die EBU bereits im Juni bekannt gegeben hatte, dass der Musikwettbewerb 2023 aus Sicherheitsgründen nicht in der inzwischen kriegszerrütteten Ukraine stattfinden kann. Die ukrainische Band Kalush Orchestra gewann im Mai mit „Stefania“ den Musikwettbewerb in Turin, Italien.

Mit dem klaren Sieg des beim Publikum besonders punktenden Kalush Orchestra wäre die Ukraine als Ausrichter des 67. Eurovision Song Contest nach der Tradition des ESC eingeladen worden. Nun kommt der Vizemeister Großbritannien ins Spiel. Allerdings ist es nicht das erste Mal in der langen Geschichte des ESC, dass der Wettbewerb von einem anderen Land ausgetragen wird, bisher meist wegen wirtschaftlicher Engpässe.

Die Ukraine bleibt als Siegerland fest für das Finale qualifiziert, und Vertreter der UA:PBC werden in Zusammenarbeit mit der BBC “ukrainische Elemente” in den Stream der Show bringen. Die ungewöhnliche Location soll sich auch im noch zu veröffentlichenden Logo widerspiegeln. „Wir sind der BBC dankbar für die Solidarität, die sie uns gezeigt hat“, sagte Mykola Chernotytskyi von UA:PBC. „Der Eurovision Song Contest 2023 wird nicht in der Ukraine stattfinden, sondern mit Unterstützung der Ukraine.“

eurovision.tv

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