Veröffentlicht24. Dezember 2022, 15:11 Uhr
Schweizer Flüsse: Grosse Wassermengen: Bundesexperten nehmen weitere Änderungen vor
Emme, Aare, Rhein: Zahlreiche Schweizer Flüsse führen teilweise deutlich mehr Wasser als noch vor wenigen Tagen.
Die Kleine Emme bei Entlebuch am Morgen des 24. Dezember.
20min/News-Scout
Das ist es, worum es geht
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Die Aare bei Bern führt derzeit fünfmal mehr Wasser als noch vor wenigen Tagen. Für den Rhein sind es drei Mal mehr und für die Emme 80 Mal mehr.
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Die Bundesregierung hat die Hochwasser-Gefahrenstufe vorübergehend angehoben, später aber wieder abgesenkt.
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Allerdings drängen Bundesexperten auf Sonderschichten in den Ferien.
Dauerregen der letzten Tage hat Schweizer Flüsse anschwellen lassen. Am 24. Dezember, kurz nach Mittag, flossen bei Basel rund 1700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde den Rhein hinunter. Das sind 1,7 Millionen Liter pro Sekunde und etwa dreimal mehr als vor fünf Tagen.
Bei der Aare in Bern ist der Anstieg noch markanter. An der Messstation Schönau sind es derzeit 276 Kubikmeter pro Sekunde. Am 19. Dezember waren es knapp 50. Die Zahl der Anmeldungen hat sich mehr als verfünffacht.
Emme trägt 80-mal mehr Wasser
Die Zunahme der Gewässer in der Emme ist schlichtweg absurd. In Emmenmatt (Lauperswil BE) flossen am 19. Dezember vier Kubikmeter Wasser pro Sekunde. In der Spitze um 4:45 Uhr am Samstag waren es 313 Kubikmeter pro Sekunde. Das ist fast 80 Mal mehr.
So etwas wie die Kleine Emme im Kanton Luzern. News-Scout MS* war am Morgen am Bahnhof Entlebuch und filmte die durch das Tal fließenden Gewässer. Sie können das Video oben ansehen. „Nachts muss die Kleine Emme kurzzeitig über die Ufer getreten sein“, sagt MS. “Sie können sehen, dass der Wanderweg am Ufer unter Wasser gewesen sein muss. Ich habe so etwas seit Jahren nicht mehr gesehen.”
Bafu-Experten nehmen weitere Änderungen vor
Inzwischen hat die Bundesregierung die Gefahrenstufe auf Stufe 2 (mäßig) angehoben, aber wieder abgesenkt. „Wir hatten eine kleine Spitze“, sagt Barbora Neversil vom Umweltbundesamt zu 20 Minuten. Derzeit besteht jedoch keine unmittelbare Gefahr. „Wenn der Regen nachlässt, werden auch die Wasserstände wieder sinken“, fährt er fort. Das Weihnachtstauwetter ist nicht untypisch.
„Weil die Wasserstände meist schon sehr niedrig waren, konnten die Gewässer das zusätzliche Wasser gut aufnehmen“, sagt Neversil. “Mit abnehmenden Niederschlägen wird auch die Schneeschmelze abnehmen.” Bei grossen Flüssen wie Aar und Rhein besteht nur eine geringe Hochwassergefahr, was aber nicht heisst, dass vereinzelte kleine Bäche nicht über die Ufer treten können.
„Wir beobachten die Situation weiterhin“, sagt Neversil. „Unsere Hydrologen und Meteorologen arbeiten jetzt trotz der Feiertage weiter, als wäre es eine normale Arbeitswoche.“
* Den Verlegern bekannter Name.
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