SRF-Studien werden belächelt

Aktualisiert am 15. November 2022, 12:59 Uhr

Schweizer Fernsehen: ‘Besenkammer-Look’: Zuschauer spotten über teures neues SRF-Studio

Die „Tagesschau“ und „10 vor 10“ haben seit Montag eine neue Studie. Das gefällt nicht jedem. Es sehe “aus zweiter Hand von einem Lokalsender geklaut” aus, sagt er unter anderem.

Auf Twitter wird die neue SRF-Studie belächelt.

SRF

Am Montag wurden die «Tagesschau» und «10 vor 10» aus den neuen SRF-Studios ausgestrahlt. Offenbar stoßen diese bei den Zuschauern nicht auf große Begeisterung. Ein User postete auf Twitter: „Mach einfach nochmal Studio und wir vergessen den heutigen peinlichen Auftritt in der Besenkammer.“ Der Moderator tat ihm wirklich leid.

Auch ein anderer Nutzer findet die neuen Studien „lächerlich“ und ein anderer nennt sie „unehrlich“. Das Studio sieht aus, als wäre es aus zweiter Hand von einem lokalen Sender gestohlen worden.

Der Tischmoderationsbildschirm erhält viel Aufmerksamkeit. Ein User kommentiert humorvoll: „Nun … die silberne Konsole mit der grauen Computermaus und den Plastikstelzen ist definitiv ein sehr teures Sammlerstück aus der Starship-Enterprise-Kulisse.“ Andere fragen sich, ob ein drahtloses Display im teuren Studio nicht genug war. 70 Millionen Franken hätte die neue Redaktion gekostet, in der auch das neue Atelier untergebracht ist.

„Mit der Gestaltung der neuen Studios will SRF noch mehr Authentizität und Nähe schaffen. Auf eine Vielzahl überladener Formen und Gestaltungselemente wurde bewusst verzichtet», schreibt SRF selbst auf seinem Medienportal.

Kritik kommt auch aus der Politik. Der Präsident des Zentrums, Gerhard Pfister, schreibt auf Twitter, die „Tagesschau“ lobe die neue Studie und die „immensen Mehrkosten werden nur am Rande erwähnt, ohne konkrete Zahlen“. Das SRF hat keine Konkurrenz. “Eine solche Kommunikation aus der DDR kann sich heute kein normales Unternehmen mehr leisten”, lautete das niederschmetternde Urteil von Pfister.

Im Gespräch mit Persoenlich.com sagt Projektleiter Remo Vogt: „Ab Montag produzieren wir in einer völlig neuen Landschaft. Wir haben ein sehr automatisiertes Studio mit den Roboterkameras. Alle Abläufe sind vorprogrammiert und können automatisch abgespielt werden. Daher wird weniger Personal benötigt. Der neue Look soll auch dafür sorgen, dass Programme “neuer” aussehen. „Die ‚Tagesschau‘ und ‚10 vor 10‘ werden aus demselben Studio ausgestrahlt. Aber sie sehen aufgrund der unterschiedlichen Moderatorenposition und Kamerawinkel immer noch anders aus.”

Auf Anfrage schreibt SRF: «Kritik und Anregungen aus dem Publikum nehmen wir immer ernst und lassen sie in unsere weitere Analyse einfliessen.»

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