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Der Walliser setzt sich in Madonna di Campiglio durch und feiert seinen fünften Sieg im Weltcup.
Der Sockel
- 1. Daniel Yule (SUI) 1:37,67 Minuten
- 2. Henrik Kristoffersen (NOR) +0,08 Sekunden
- 3. Linus Strasser (GER) +0,18
Madonna di Campiglio und Daniel Yule, das passt. Nach 2018 und 2020 feierte der Walliser in der Lichtshow des italienischen Wintersportorts zum dritten Mal in seiner Karriere einen Weltcupsieg. Insgesamt war es der 5. Erfolg auf diesem Niveau, sein letzter Sieg liegt knapp 3 Jahre zurück.
“Ich kann nicht wirklich erklären, warum ich immer so gut abschneide”, sagte Yule nach dem Rennen. Besonders gefallen hätte ihm aber die Trentiner Piste und die Tatsache, dass er unter Flutlicht gefahren war.
Neues Rennen, neues Podium
Dass ihm die Unebenheiten in diesem Jahr gut tun, zeigte der 29-Jährige bereits im ersten Durchgang. Er wurde Vierter, knapp vor dem Podium. Im Finale fuhr Yule aggressiv und tadellos und verwies Henrik Kristoffersen um 8 Hundertstel auf den zweiten Platz.
Keiner der Fahrer vor ihm schaffte es auf halbem Weg, Yule zu bewegen. Linus Strasser (GER) kam knapp hinter dem Duo ins Ziel, Loïc Meillard kam kurz vor der Ziellinie an. Und Lucas Braathen (NOR), der den ersten Lauf dominiert hatte, machte zu viel und fiel als Vierter vom Podium.
Meillard musste kurz vor Weihnachten einen Schlag einstecken. Glänzte er im bisher einzigen Slalom in Val d’Isère als Dritter, ging er diesmal leer aus. Ebenfalls erwähnenswert: Keines der Podestplätze in Val d’Isère (Braathen, Manuel Feller, Meillard) konnte Madonna verdoppeln.
Die anderen Schweizer
- 11. Luca Aerni
- 21. Ramon Zenhauser
- 26. Noel von Grünigen
- DNF Loic Meillard
- DNF Marc Rochat
Mit Luca Aerni hatte ein zweiter Schweizer Grund zur Freude. Der Mann, der oft ans Limit geht – und oft überschreitet – holte sich im Finale dank der sechstschnellsten Zeit 11 Plätze und kam auf einen starken 11. Platz. Letzten Winter konnte er dieses Ergebnis nur in Adelboden (5.) und Flachau toppen. (10.). Dürfen.
Auch Noel von Grünigen sammelte seine ersten Weltcuppunkte seit fast zwei Jahren. Mit einer frühen Startnummer im zweiten Lauf kam er jedoch nicht auf das Feld. Auch Ramon Zenhauser kann sich mit seiner Platzierung nicht zufrieden geben, obwohl Madonna nicht zu seinen Lieblingstracks gehört.
Tanguy Nef, Joel Lütolf (beide ausgeschieden) und Sandro Simonet scheiterten in der ersten Runde. Nef, der vor 3 Jahren erstmals mit einem 6. Platz an gleicher Stelle für Furore sorgte, griff bereits mit dem 2. Tor ein. Er schied 4 Mal in den letzten 5 Slaloms aus und wartet immer noch auf die ersten Punkte der Winterweltmeisterschaften.
Weihnachtsstaubentferner und -entferner
Johannes Strolz hatte im zweiten Lauf großes Pech: Der Österreicher riss bei seinem Lauf einen Stock ab, „überfuhr“ ihn wenig später, kreuzte seine Ski und schied aus.
Clément Noël erlebte ein Déjà-vu: Vor einem Jahr warf der Franzose den sicher geglaubten Sieg in Madonna di Campiglio mit einem Fehler kurz vor der Ziellinie weg. Diesmal, zwei Tage vor Heiligabend, erhielt der Mann namens Christmas wieder nichts; er kletterte im 2. Lauf.
So läuft das
Nach den Frauen haben auch die Männer eine Weihnachtspause verdient. Weiter geht es für die Speedcracks am 28. und 29. Dezember mit einer Abfahrt und einem Super-G in Bormio. Bis zum Slalom in Garmisch-Partenkirchen am 4. Januar können sich die Techniker erholen.