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Henrik Kristoffersen ist in Garmisch-Partenkirchen nicht zu schlagen.
Der Sockel
1. Henrik Kristoffersen (Nor) 1:48.372. Manuel Feller (Ö) +1.223. Clement Noël (Fr) +1.46
Das Rennen
Daniel Yule und Loïc Meillard liegen zur Pause punktgleich auf dem fünften Platz. Die beiden Walliser haben 1,50 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Henrik Kristoffersen. Als Loïc Meillard mit der Nummer 24 in den zweiten Lauf startet, ist die Strecke komplett kaputt. Und obwohl er zweieinhalb Sekunden Vorsprung auf den Italiener Stefan Gross hat, gelingt ihm das nicht und er fällt auf den achten Platz zurück.
Daniel Yule kann dann zwar kurzzeitig die Führung übernehmen, für einen Podestplatz reicht es aber nicht. Yule ist Vierter, während Kristoffersen zum dritten Mal in Folge den Slalom von Garmisch gewinnt, fast anderthalb Sekunden vor dem Österreicher Manuel Feller und dem französischen Olympiasieger Clement Noel. Der Norweger feiert seinen 29. Weltcup-Sieg, den ersten auf Van Deer-Skiern seines Rivalen Marcel Hirscher.
Die anderen Schweizer
7. Marc Rochat +1.8612. Ramon Zenhausern +2.0919. Tanguy Nef +2.4622. Luca Aerni +3.04
Neben Yule und Meillard qualifizieren sich vier weitere Ski-Teamkollegen für die zweite Runde: Ramon Zenhäusler (12), Luca Aerni (21), Marc Rochat (23) und Tanguy Nef (29).
Tanguy Nef kann sich mit der günstigen Nummer 2 dem Finale stellen. Nach seinen Nullnummern in den ersten beiden Slaloms in diesem Winter hat der Genfer auch einen kleinen Rechenschieber, der letzte Angriff bleibt aus. Dank zahlreicher Ausfälle verbesserte sich der 26-Jährige auf den 19. Platz und überholte seinen Teamkollegen Luca Aerni, der nach einer zu verhaltenen zweiten Runde auf dem 22. Platz landete.
Marc Rochat (30) lässt es in der Schlussrunde so richtig krachen. Der Sohn des ehemaligen Schweizer Ski-Vizepräsidenten Jean Philipp Rochat fuhr am „Gudiberg“ die 4. schnellste Zeit und qualifizierte sich damit für den 7. Platz. Damit erzielte der Lausanner das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere bei der WM. Mit der Startnummer 19 findet Ramon Zenhäusler im zweiten Durchgang eine stark beschädigte Strecke vor. Allerdings kann der Doppelzähler aus dem Altwallis den zwölften Platz verteidigen.
Das sagen die Fahrer
Daniel Yule: „Das waren definitiv nicht meine Lieblingssituationen. Ich habe mich in beiden Rennen miserabel gefühlt. Daher kann ich mit diesem vierten Platz sehr gut leben.“
Marc Rochat: „Die Bedingungen auf einer sehr schwierigen Piste waren extrem schwierig. Aber das Endergebnis macht mir natürlich sehr viel Spaß. Vor zwei Wochen war ich nach dem Rennen in Madonna di Campiglio total frustriert. Nach meinem Kletterer im zweiten Lauf hatte ich Angst, mir den Arm gebrochen zu haben. Zum Glück lag ich falsch. Und jetzt habe ich das gute Ergebnis, für das ich brutal gearbeitet habe.”
Henrik Kristoffersen: „Obwohl ich sah, dass die Strecke schlechter wurde, war ich vor dem zweiten Lauf überraschend entspannt. Ich habe mich hauptsächlich auf meine Technik konzentriert. Und am Ende war die Steigung nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Ich bin schon auf schlechteren Strecken gefahren.”
Klassifizierung des Slalom-Weltcups
Das war etwas, worüber man reden konnte
Der Österreicher Johannes Strolz war mit dem Sieg in Adelboden und der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen der große Slalomaufsteiger des vergangenen Winters. Doch nun scheint das Pech in der Kombination an den Skiern des Olympiasiegers zu haften. Nach Val-d’Isère und Madonna di Campiglio geht es für den 30-Jährigen zum dritten Mal in Folge auf den “Gudiberg”. Das italienische Megatalent Alex Vinatzer hält den gleichen erschreckenden Rekord.
die Voraussetzungen
Aufgrund des starken Schneemangels und der hohen Temperaturen in Bayern ist es ein kleines Wunder, dass ein Skirennen in Garmisch stattfinden kann. Ein außergewöhnliches Streckenteam, das hart in der Vorbereitung arbeitet, macht das scheinbar Unmögliche möglich. Aber es ist kein wirklich faires Rennen. Dass eine frühe Startnummer in diesem Wettbewerb die halbe Miete ist, zeigen die ersten Platzierungen nach dem ersten Durchgang: 1. Kristoffersen (Startnummer 1), 2. Linus Strasser (3). 3. Clemens Noël (4). Dann findet Österreichs Kombinations-Weltmeister Marco Schwarz deutliche Worte: “Das ist totaler Bullshit!”
So gehen Sie vor
Am Samstag steht in Adelboden der Riesenslalom auf dem Programm, am Sonntag geht es mit dem Slalom am Chuenisbärgli weiter.