1. Alexander Kilde (NOR) 1:43.14.2. Marco Odermatt (SUI) +0.88.3. Matthias Casse (ITA) +1.01.4. Vincent Kriechmayr (AUT) +1.15.5. Beat Feuz (SUI) +1,25.
7. Nils Hintermann (SUI) +1.33.8. Gilles Roulin (SUI) + 1.56.10. Alexis Money (SUI) +1.64.13. Stefan Rogentin (SUI) +1,85.
Außen: Ryan Cochran-Siegle (USA), Lars Rösti (SUI).
Der Sieger des Vortages siegt auch in der Abfahrt: Aleksander Kilde Bild: keystone
Aleksander Kilde gewinnt wie im Vorjahr die verkürzte Lauberhornabfahrt in Wengen vor Marco Odermatt. Beat Feuz wurde bei seinem letzten Lauberhornrennen Fünfter.
Kilde siegte vom Reservestart über Hundschopf mit 88 Hundertstel Vorsprung und komplettierte das Double in Wengen, nachdem er am Freitag bereits den Super-G gewonnen hatte. Kilde sagte gegenüber SRF zu seinem Finish vor dem Kernen-S: «Natürlich ist es ein bisschen seltsam. Wir sind Weltklasse-Skifahrer, aber wir müssen auch ab und zu die Powerturns machen.» Der dritte Platz ging an den Italiener Mattia Casse.
“Die letzten zwei Tage waren echt cool.”
Quelle Alexander
Kildes Meisterwerk inklusive Stem-Bendings in Kernens S.-Video: SRF
Bei seinem letzten Weltcup-Rennen auf Schweizer Boden verspürte der so gelassene Feuz ein wenig Nostalgie. „Das war wieder ein toller Tag. Ich habe versucht, den ganzen Tag alles aufzusaugen, von der Streckenbesichtigung bis zum Sightseeing und nach dem Rennen freute ich mich darauf, noch einmal alle zu begrüßen und zu verabschieden. Am Start habe ich auch den ‚Beat! Beat!’, wurde geschrien. Die Atmosphäre hat mich so motiviert, dass ich als Langsamstarter in der ersten Halbzeit die zweitbeste Zwischenzeit hatte”, sagte der 35-Jährige im SRF-Interview.
Er sah eine Parallele zu seinem ersten Sieg am Lauberhorn 2012: „In diesem Moment hörte ich die Schreie von Didier Cuche aus der Menge und hatte fast ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich mich wie ein unbeschriebenes Blatt in den Vordergrund stellte. Vor elf Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich einmal an Cuches Stelle sein würde.”
Feuz zeigt guten Ritt und wird feierlich verabschiedet Video: SRF
Das sagte Feuz nach dem Rennen:
Feuz geht, Kilde und Odermatt sind dabei
Mit Feuz, der als Olympiasieger, Weltmeister, Lauberhorn- und Kitzbühelsieger zum erlauchten Kreis der alpinen „Grand Slam“-Sieger gehört, kam am Samstag einer der wahren Abfahrtsläufer von der Lauberhorn-Etappe. Inzwischen hat Aleksander Kilde seinen Status als derzeit bester Alpinskifahrer unterstrichen. Der Eventsieger der letzten Saison und Gesamtweltcupsieger 2019/20 gewann in diesem Winter sein viertes Abfahrtsrennen und hat zehn Weltcupsiege im schnellsten Event. Zusammen mit Lasse Kjus ist er nun der zweiterfolgreichste norwegische Abfahrtsläufer hinter Aksel Lund Svindal (14 Siege).
Zum dritten Mal stand nur Kilde Marco Odermatt im Abstieg der Sonne gegenüber. Trotz ungünstiger Windverhältnisse zum Zeitpunkt seines Rennens war der Nidwaldner wieder unter den Top 3 und erkannte die Stärke seines ersten und wohl einzigen Herausforderers im Kampf um den Gesamtweltcup: „Ich muss zufrieden sein. Aleksander ist im Moment etwas schneller. Ich kann froh sein, dass ich nach dem Hundschopf nicht bei einem Schuh gelandet bin.”
Die Reise von Marco Odermatt Video: SRF
Für Odermatt war es das achte Podium in der Abfahrt: das siebte in einem Jahr und das siebte als Zweiter. Nur der Österreicher Heinrich Messner erreichte Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre mehr Podestplätze ohne Sieg in der Abfahrt.
Odermatt sagt:
„Nachdem ich die Ziellinie überquert hatte, hätte ich nicht gedacht, dass es ein Podestplatz wird, fast neun Zehntel Rückstand. Aber es zeigte sich einmal mehr, wie hart Kilde gefahren ist und wie unglaublich schwierig es ist, auf dieser Strecke von oben bis unten keinen Fehler zu machen.Der Sprung auf den Hundschopf ging etwas weiter als erwartet und kam dann auf einmal. Deshalb kann ich froh sein, dass es keinen Ausrutscher gab und es nicht im Netz gelandet ist.”
Fünf Schweizer unter den Top 10
Im Schatten von Odermatt und Feuz erzielten vier weitere Schweizer ein gutes Mannschaftsergebnis. Niels Hintermann, Gilles Roulin und Alexis Monney belegten die Plätze 7, 8 und 10, Stefan Rogentin lag trotz größerem Kraftverlust nach seinem 2. Platz im Super-G am Vortag als 13. wieder an der Spitze.
Für den 23-jährigen Freiburger Monney, der mit Startnummer 37 nach vorne kam, war es das erste Top-10-Ergebnis im Weltcup. Es sollte kaum der einzige bleiben, da seine außergewöhnlichen Geschwindigkeitsfähigkeiten auffallen.
Der wilde Ritt der Alexis Monney. Video: SRF
(n/n)
Die Sieger der Lauberhornabfahrt seit 1997
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Die Sieger der Lauberhornabfahrt seit 1997
jene: vault key / alessandro gefunden
Aus dem SRF-Archiv: Skigebiet 1998
Video: srf
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