Silvesterfeiern Die Welt begrüßt das neue Jahr

Stand: 01.01.2023 06:38 Uhr

Deutschland hat das Jahr 2023 mit ungewöhnlich warmem Wetter begrüßt. Viele Menschen feierten den Jahreswechsel zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder mit einem Feuerwerk. In Berlin gab es wieder eine Silvesterparty mit Publikum.

Das neue Jahr 2023 hat begonnen. In ganz Deutschland feierten die Menschen den Jahreswechsel um Mitternacht ausgelassener als die letzten beiden Male, jetzt ohne Corona-Einschränkungen für die Feierlichkeiten. Nachts und tagsüber war es ausgesprochen mild mit vielerorts zweistelligen Temperaturen.

An vier Orten misst der Deutsche Wetterdienst sogar 20 Grad und mehr: Am heißesten war es an Silvester im oberbayerischen Wielenbach mit 20,8 Grad gegen 14 Uhr. Auch im Südwesten werden am Neujahrstag Temperaturen von bis zu 20 Grad erwartet.

Feuerwerk ist wieder erlaubt

Anders als in den letzten beiden Jahren, als der Verkauf von Feuerwerkskörpern wegen der Pandemie verboten war und um Krankenhäuser von zusätzlichen Patienten zu entlasten, wurden diesmal vor Silvester wieder Feuerwerkskörper gekauft. Daher wurde mit weiteren Notfällen gerechnet.

Die Traditionsparty am Brandenburger Tor war mit einigen tausend Zuschauern kleiner als zuvor. Um Mitternacht gab es kein Feuerwerk, aber eine Lichtshow. Kurz zuvor spielten die Scorpions eine neue Version ihrer Hymne „Wind of Change“. Aufgrund des Krieges Russlands gegen die Ukraine passten sie den Text im Frühjahr leicht an.

Erhöhte Notfallmaßnahmen

Feuerwehr und Polizei wurden im ganzen Land in einer Vielzahl von Einsätzen eingesetzt. Bereits am Freitag und im Laufe des Tages hatte es Berichte über Verletzte, Brände und Ausschreitungen aus verschiedenen Regionen Deutschlands gegeben. Wie die Polizei der Hauptstadt auf Twitter schrieb, seien Polizei und Feuerwehr beim Löschen eines brennenden Autos “massiv mit Böllern angegriffen” worden. “Wir sichern die Brandbekämpfung jetzt mit zusätzlichen Einsatzkräften.”

In Deutschland ist vor Silvester die Debatte über Sinn und Unsinn von Böllern angesichts von Klimaschutz, Lärm, Luftverschmutzung und Aggression sowie dem Tierschutz erneut entbrannt

Die Bewohner der Südseeinsel Kiritimati haben am Samstag um 11:00 Uhr deutscher Zeit als weltweit erste das neue Jahr eingeläutet. Samoa, das dieses Jahr die Sommerzeit abgeschafft hat, folgte zusammen mit Neuseeland und Tonga erstmals eine Stunde später. Um 14 Uhr deutscher Zeit wurde Anfang dieses Jahres das traditionelle Riesenfeuerwerk in Sydney, Australien, gezündet. Später gab es zum Beispiel ein Feuerwerk am Burj Khalifa in Dubai, dem höchsten Gebäude der Welt.

Berlin feiert den Jahreswechsel auf vielfältige Weise

Helena Daehler, ARD Berlin, 1. Januar 2023 5:51 Uhr

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