Serbien und Kosovo legen Streit um Einreisebestimmungen bei

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Nach Angaben des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell haben sich Serbien und Kosovo auf Einreisebestimmungen geeinigt.

Nach Angaben von EU-Außenbeauftragtem Josep Borrell (75) haben die beiden Balkan-Nachbarn Serbien und Kosovo ihren Streit um Einreisebestimmungen kurz vor Ablauf einer neuen Frist beigelegt. „Wir haben eine Einigung“, berichtete Borrell am Samstag über den Kurznachrichtendienst Twitter. Serbien hat zugestimmt, Inhabern von Ausweisdokumenten aus dem Kosovo die Einreise ohne zusätzliche Dokumente zu gestatten. Im Gegenzug gab der Kosovo Pläne auf, serbischen Staatsbürgern die Einreise in naher Zukunft zu erschweren.

Borrell sprach von einer „europäischen Lösung“. Der spanische Politiker schrieb weiter: „Wir gratulieren den beiden Staatsoberhäuptern (Präsident von Serbien, Aleksandar Vucic (52) und Premierminister des Kosovo, Albin Kurti (47)) zu dieser Entscheidung.“ Der kosovarische Ministerpräsident Kurti antwortete kurz darauf auf Twitter: „Reziprozität sollte der Geist grundlegender Lösungen sein.“ Von Vucic kam zunächst keine Reaktion.

Die EU will seit Jahren eine Einigung

Die umstrittenen Einreisebestimmungen für Serben im Kosovo sollten am Donnerstag, 1. September, in Kraft treten. Ursprünglich sollten sie seit dem 1. August gelten. Auf Druck der USA und der EU wurden die Pläne jedoch um einen Monat verschoben. Das Ziel der kosovarischen Regierung war es, Serben, die die Grenze überquerten, so zu behandeln, wie Kosovaren von Serbien behandelt wurden. Seit fast anderthalb Jahrzehnten weigert sich Serbien, die Unabhängigkeitserklärung seiner ehemaligen Provinz Kosovo anzuerkennen.

Die EU versucht seit Jahren, zur Klärung des Verhältnisses zwischen beiden Seiten beizutragen. Das ist äußerst angespannt, denn das inzwischen fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo löste sich 1999 mit Hilfe der Nato von Serbien und erklärte 2008 seine Unabhängigkeit. Mehr als 100 Staaten, darunter auch Deutschland, erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo an. Andere – darunter Russland, China und fünf EU-Staaten – haben dies bisher nicht getan. (SDA)

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