Veröffentlicht am 19. Dezember 2022, 19:28
Nach Mückenstich: Wochenlang geschwollene Hoden – Ärzte finden Dutzende Würmer
Nachdem seine Hoden wochenlang geschwollen waren und schmerzten, kam ein Mann in Indien schließlich ins Krankenhaus. Dort fanden die Ärzte schnell die Ursache: Dutzende Würmer kreisten in ihr.
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Ehrenamtliche Anabelle Riebeling
Bei einem Ultraschall entdeckten Ärzte in Indien Dutzende Spulwürmer in den Hoden ihrer Patienten. Diese lebten noch.
20 Minuten
Das ist es, worum es geht
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Allein die Vorstellung erzeugt ein unangenehmes Gefühl: In Indien mussten sich Ärzte mit einem Mann auseinandersetzen, in dessen Hodensack Würmer schwammen.
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Es waren Würmer der Art Wuchereria bancrofti.
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Der Patient hatte Glück: Die ihm verabreichten Medikamente wirkten.
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Aber nicht jeder hat so viel Glück.
Es gibt Diagnosen, die niemand erwartet, wenn sie nicht aus dem medizinischen Bereich stammen. Dies dürfte bei einem 26-jährigen Mann aus Indien der Fall sein. Er war wegen anhaltender Schmerzen und Schwellungen in seinen Hoden in das Max Super Specialty Hospital in Neu-Delhi gegangen.
Die dort durchgeführte Ultraschalluntersuchung offenbarte „mobile Strukturen in einem erweiterten Lymphkanal“, wie die behandelnden Ärzte im „New England Journal of Medicine“ schreiben. Das heißt, sie entdeckten Spulwürmer im betroffenen Hodensack (siehe Video). Die Larven der Parasiten gelangen durch blutsaugende Insekten wie Mücken, Kriebelmücken und Thripse in den menschlichen Körper. Bei dem 26-Jährigen handelte es sich um Vertreter der Art Wuchereria bancrofti.
das Medikament wirkte
Der Mann hatte Glück in seinem Unglück: Die Medikamente, die sie ihm verabreichten, ließen die Hodenentzündung abklingen und „der Ultraschall zeigte keinen beweglichen Spulwurm mehr“, sagte einer der Ärzte, Amit K. Sahu, auf Twitter. Ohne Behandlung hätte ein Lymphödem des Hodensacks im schlimmsten Fall eine Elephantiasis bedroht (siehe Fotogalerie).
„Indien macht 40 Prozent der Fälle weltweit aus“
Laut einem im British Medical Journal veröffentlichten Artikel sind Fälle von Elephantiasis im Zusammenhang mit Nematoden in Indien weit verbreitet: „Teile der indischen Bevölkerung sind einem hohen Risiko ausgesetzt, und weltweit treten 40 % der Fälle in Indien auf.“ Zuletzt sei das Problem größer geworden, „da Covid-19-Tests und Impfungen Vorrang hatten“. Bhupendra Tripathi, Leiterin für vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) bei der Bill and Melinda Gates Foundation in Indien, sagte, die Behandlung und Verteilung von Medikamenten sowie die Durchführung von Operationen zur Verhinderung dauerhafter Behinderungen seien verschoben worden.
Nicht nur die Einheimischen sind von den Infektionen betroffen. Auch Touristen können betroffen sein. Wie andere Krankheiten, von denen einige lebensbedrohlich sind:
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Nicht alle Urlaubserinnerungen sind erwünscht. Manche Touristen bringen auch unschöne Krankheiten mit nach Hause.
REUTERS20-Minuten-Symbolbild
So infizierten sich Leserin Melanie V. und ihr Partner während eines Urlaubs in Thailand mit dem Bakterium Staphylococcus aureus, was in der Schweiz zu nicht heilenden eitrigen Abszessen führte. Das äußerst schmerzhafte Gespenst endete erst nach etwa neun Monaten.
P.S
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