Schützenpanzer „Puma“: Totalausfall: Neue schwerwiegende Probleme laut Brandbrief der Bundeswehr

Bundeswehr von Deutschland

Einsatzbereitschaft auf Null: Feuerbrief benennt schwere neue Probleme beim Schützenpanzer „Puma“

Stand: 03:18 | Lesezeit: 3 Minuten

Ein gepanzerter Mannschaftswagen von Puma fährt durch ein Übungsgelände, um sich auf eine Einweisungsübung vorzubereiten

Quelle: dpa/Philipp Schulze

Der Schützenpanzer „Puma“ spielt eine zentrale Rolle im Heer. Laut “Spiegel” ist die Bundeswehr bei den Übungen für die “Speerspitze” der Nato auf schwerwiegende neue technische Probleme gestoßen. Im Verteidigungsministerium von Christine Lambrecht (SPD) herrscht “erhebliche Unruhe”.

Ein weiteres Problem im Bereich der unglücklichen Verteidigungsministerin Christine Lambrecht. Und was für eine Sache Am Montag muss der SPD-Politiker einen Totalausfall hinnehmen. Und diesmal geht es nicht um Munition oder einen Auftrag aus dem Ausland, wie das Wirrwarr um die Risiken bei F-35-Kampfjets.

Dabei handelt es sich um Schützenpanzer Puma, die von deutschen Rüstungsunternehmen für die Bundeswehr produziert werden, das Militär modernisieren und eine wichtige Rolle im deutschen NATO-Beitrag spielen.

Vor etwas mehr als einem Jahr sagte Heeresinspekteur Generalleutnant Alfons Mais in einem Video der Bundeswehr, der Puma habe sich nach Mängeln bei einem Einsatztest im Jahr 2020 “deutlich” verbessert. „Mit dem Puma ist das Militär auf dem richtigen Weg in eine moderne Zukunft“, sagt Mais. Der Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann hat das Bundeswehr-Video stolz auf seinem YouTube-Kanal geteilt.

Schwerwiegende technische Probleme: „Erhebliche Beschwerden“ im Ministerium

Doch nun, wie der Spiegel berichtet, sorgt ein Hetzbrief des Kommandeurs der 10. Panzerdivision, Generalmajor Ruprecht von Butler, an die Führung des Heeres und des Verteidigungsministeriums für „erhebliches Unbehagen“ im Verteidigungsministerium, heißt es zum Magazin. Melden Sie schwerwiegende technische Probleme. Auch die letzten beiden “Cougars” seien “am gestrigen Drehtag nach anderthalb Stunden mit Turmdefekten” noch einsatzbereit, seien ausgefallen, schrieb der General.

Dem Bericht zufolge ist vor allem Hightech-Tankelektronik anfällig, bei einem Panzer kam es sogar zu einem schweren Kabelbrand im Fahrerhaus. Die Truppen waren sich der Art der Mängel bereits bewusst, hieß es in der E-Mail, aber „sie waren noch nie zuvor in dieser Häufigkeit aufgetreten“. Die Anlagen seien nur auf Schießplätze in der norddeutschen Tiefebene verlegt und dort “nicht überlastet” worden.

Die Bereitschaft sank auf Null

Beim Training mit 18 Kampffahrzeugen wurde die Einsatzbereitschaft in wenigen Tagen auf null reduziert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fand das Manöver am Zielübungszentrum der Panzertruppe statt.

„Sie können sich vorstellen, wie die Truppe jetzt die Zuverlässigkeit des Puma-Systems bewertet“, schreibt Generalmajor Ruprecht von Butler. Das ist mit der üblichen Zuverlässigkeit deutscher Bodenfahrzeuge nicht zu vergleichen, und wir sprechen hier von Fahrzeugen, die wir mit erheblichem Aufwand auf ein anderes, vermeintlich zuverlässigeres Niveau gebracht haben. Das ist besonders belastend für die Truppen, die mir Bericht erstatten.”

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Der General beruft sich nach “Spiegel”-Informationen auf die Einschätzung des Schirrmeisters zu dem betreffenden Unternehmen, die er für sehr glaubwürdig hält. Demnach muss die Bundeswehr “davon ausgehen, dass der Betrieb erst in drei bis vier Monaten wieder voll einsatzfähig sein kann”.

Der „Puma“ wird den Schützenpanzer „Marder“ sukzessive ersetzen. Die neuen Bugs betreffen Fahrzeuge in einer speziellen Konfiguration, mit denen Butlers Panzergrenadierbrigade 37 ab dem neuen Jahr an der NATO-Truppe VJTV (Very High Readiness Joint Task Force) teilnehmen soll.

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Der unter zahlreichen technischen Problemen leidende Schützenpanzer „Puma“ wurde erst im vergangenen Jahr für einsatzbereit erklärt. Das von Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall Landsysteme GmbH (RLS) entwickelte und produzierte Kampffahrzeug war zuvor als „Abschlepppanzer“ in die Schlagzeilen geraten.

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