Schüsse in Paris: Mehrere Tote und Verletzte

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In Paris fielen mehrere Schüsse. Zwei Menschen starben und vier wurden verletzt.

Ein unbekannter Schütze hat im Zentrum von Paris drei Menschen erschossen und drei weitere verletzt. Zwei von ihnen schwebten zuvor in Lebensgefahr, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

Der mutmaßliche Täter, ein Mann (69), wurde mit seiner Waffe festgenommen, es besteht keine Gefahr mehr. Seine Identität wird derzeit überprüft. Nach ersten Angaben arbeitete der Mann als Maschinist. Über seine Motive ist nichts bekannt.

Er ist offenbar vor allem wegen dreier Mordversuche in den Jahren 2016 und 2021 polizeibekannt. Im vergangenen Jahr soll er mit einem Säbel bewaffnet in ein Einwanderungszentrum in Paris eingebrochen sein. Laut der französischen Zeitung Le Parisien wurde er erst am 12. Dezember aus der Haft entlassen. Nach seiner Freilassung stand er unter Beobachtung und hätte keine Waffe tragen dürfen.

Der Innenminister begibt sich zum Tatort

Die Schüsse fielen in einer kleinen Straße im 10. Bezirk in der Nähe eines kurdischen Zentrums. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Mordes und schwerer Gewalt. Zuständig ist zunächst die Kriminalpolizei, nicht die Terrorismusverfolgung.

„Es gab sieben oder acht Schüsse, es herrscht Panik“, sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP. „Ich habe gesehen, wie zwei Polizisten einen Friseursalon betraten, wo zwei Menschen am Boden lagen, ihre Beine waren verletzt“, sagte der Bewohner Emmanuel Boujenan. Die Polizei forderte die Menschen auf, das Gebiet um die Carrer d’Enghien zu meiden.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin (40) kündigte an, zum Ort des Anschlags zu fahren. Seine Gedanken seien bei den Familien der Opfer, schrieb er auf Twitter. Die Bürgermeisterin von Paris Anne Hidalgo (63) gedachte der Opfer und ihrer Familien. Im Rathaus des Kreises 10 wird ein psychologischer Beratungsdienst eingerichtet.

Emmanuel Grégoire (44), der für den Bürgermeister von Paris arbeitet, hat sich bei den Sicherheitskräften für die Schnelligkeit bedankt. Seine Gedanken sind bei den Opfern und Zeugen des Anschlags. Der Bürgermeister des Bezirks wollte zum Tatort gehen. (AFP/jmh)

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