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Erstellt: 26.10.2022, 15:15
Von: Natalie Hull Drawbar
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Laut RKI leben mehr als 30 Prozent der Deutschen mit Bluthochdruck. Das Sterberisiko steigt dramatisch an, wenn der Bluthochdruck nicht behandelt wird.
Bluthochdruck oder Hypertonie liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor, wenn die Blutdruckwerte eines Patienten chronisch erhöht sind. In etwa 90 Prozent der Fälle ist Hypertonie primär oder essentiell. Das bedeutet: Es gibt keine erkennbare Ursache für Bluthochdruck. In einigen anderen Fällen lösen andere Grunderkrankungen Bluthochdruck aus, zum Beispiel hormonelle Störungen, Gefäß- oder Nierenerkrankungen. Einige Menschen mit Bluthochdruck, Hypertoniker, haben eine genetische Prädisposition für Bluthochdruck, was bedeutet, dass nahe Verwandte ebenfalls Bluthochdruck haben. Wichtig ist, dass Bluthochdruck erkannt und vor allem behandelt wird, da sonst das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall rapide ansteigt.
Hoher Blutdruck: Kann die Folge schwerer Krankheiten sein
Ein Herzinfarkt kann die Folge von Bluthochdruck sein. (Symbolbild). © Panthermedia/imago-images
Bei zehn Prozent der Patienten sprechen Mediziner von sekundärer Hypertonie. Die Gefahren des Bluthochdrucks werden von den Betroffenen oft unterschätzt, da sich der Bluthochdruck zunächst nur leicht bemerkbar macht.
Bluthochdruck: Wann ist der Blutdruck zu hoch?
Der Blutdruck wird in zwei Zahlen angegeben: systolisch und diastolisch. Wenn sich das Herz zusammenzieht, um Blut durch den Körper zu pumpen, ist der Wert höher und wird als systolisch bezeichnet. Wenn sich das Herz entspannt, ist der Druck niedriger und der Wert wird diastolisch genannt.
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Der optimale Blutdruck liegt bei 120/80 mmHg oder darunter. Die Einheit mmHg steht für Millimeter Quecksilbersäule: Diese Einheit wird verwendet, um den Druck im Körper zu messen.
Werte zwischen 120/80 mmHg und 129/84 mmHg weisen auf einen normalen Blutdruck hin. Etwas hoch, aber noch normal, sind Werte zwischen 130/85 mmHg und 139/89 mmHg.
Hypertonie bezieht sich auf einen Blutdruck von 140/90 mmHg und darüber. Es gibt Unterschiede in der Schwere des Bluthochdrucks.
- Leichter Bluthochdruck: 140/90 bis 159/99 mmHg
- Mittelschwerer Bluthochdruck: 160/100 bis 179/109 mmHg
- Schwerer Bluthochdruck: 180/110 mmHg und darüber
Nur der systolische Wert steigt (ab 140 mmHg), aber der diastolische Wert liegt unter 90 mmHg? Dann haben Sie eine isolierte systolische Hypertonie. Sie tritt seltener auf und betrifft vor allem ältere Menschen.
So erkennen Sie einen Schlaganfall
Siehe Fotogalerie
Vor allem junge und dünne Frauen sowie Schwangere haben niedrige Blutdruckwerte. Niedriger Blutdruck liegt bei Frauen unter 100/60 mmHg und bei Männern unter 110/60 mmHg. Niedriger Blutdruck kann auch körperliche Probleme verursachen und sollte von einem Arzt überprüft werden.
Hoher Blutdruck: Erkennen Sie die Symptome
Bluthochdruck wird oft zufällig festgestellt, zum Beispiel bei Routineuntersuchungen. Kein Wunder, denn die Symptome des Bluthochdrucks sind sehr unspezifisch. Achten Sie auf die folgenden Anzeichen und suchen Sie Ihren Arzt auf:
- Schlafstörungen
- Spannung
- Kopfschmerzen, oft morgens
- Ermüdung
- Nasenbluten
- leichtsinnig
- Brechreiz
- zerfurchtes Gesicht
Bluthochdruck kann zu Folgeerkrankungen führen, die wiederum Indikatoren für Bluthochdruck sein können. Wenn Sie Sehprobleme haben, sollten Sie auch Ihren Blutdruck testen lassen. Störungen könnten auf eine hypertensive Retinopathie hinweisen, bei der die Blutgefäße in den Augen durch Bluthochdruck geschädigt werden. Auch Druck in der Brust oder schmerzende Beine können durch Bluthochdruck verursacht werden. Nehmen Sie alle Anzeichen ernst, um einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu vermeiden.
Bei Vorsorgeuntersuchungen sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden. Sie können es mit einem geeigneten Gerät zu Hause tun. Insbesondere Menschen mit diagnostiziertem Bluthochdruck sollten regelmäßig ihren Blutdruck messen.
Bluthochdruck diagnostizieren: Wie er gemessen wird
Eine einzige Messung reicht nicht aus, um Bluthochdruck zu diagnostizieren. Denn das sind nur Momentaufnahmen. Mindestens drei Messungen an verschiedenen Tagen sind erforderlich.
Im Zweifelsfall ist eine 24-Stunden-Messung möglich. Auch zu Hause ist es sinnvoll, regelmäßig den Blutdruck zu messen. So erkennen Sie Bluthochdruck, bevor er eine ernsthafte Folgeerkrankung auslöst.
Arterielle Hypertonie und ihre Folgen
Wenn Sie Bluthochdruck haben, unterschätzen Sie nicht die Auswirkungen von Bluthochdruck. Denn: Höherer Druck wirkt sich auf Herz, Blutgefäße, Gehirn und Nieren aus. Es schädigt Organe und kann die Arterien verengen und verhärten. Bluthochdruck ist häufig Auslöser für gefährliche Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.