Schlaganfall: Wer viel Milch trinkt, hat möglicherweise ein höheres Risiko

Milchprodukte versorgen unseren Körper mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig wirken sie sich auf die Herzgesundheit aus. Je nach Produkt können diese positiv oder negativ sein.

Ob Butter, Milch oder Käse: Milchprodukte gehören zum täglichen Speiseplan vieler Menschen. Lebensmittel können sehr unterschiedliche Auswirkungen auf die Herzgesundheit haben. Einige von ihnen können zum Beispiel das Schlaganfallrisiko senken, während andere es erhöhen. Die Ergebnisse einer Beobachtungsstudie norwegischer Wissenschaftler zeigen, welche Produkte welche Wirkung haben.

Schlaganfall: Ein hoher Milchkonsum ist mit einem erhöhten Risiko verbunden

In einer Beobachtungsstudie untersuchten Wissenschaftler die Auswirkungen von Milch und Milchprodukten auf das Schlaganfallrisiko.

© Alex9500/IMAGO

Milchprodukte an sich sind nicht schlecht, im Gegenteil: Sie haben viele positive Eigenschaften, denn sie versorgen den Körper mit Vitaminen, Mineralstoffen, Calcium und Proteinen. Ihre Auswirkungen auf die Herzgesundheit können jedoch unterschiedlich oder sogar entgegengesetzt sein. Für ihre Studie, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler Menschen gefragt, wie oft sie bestimmte Lebensmittel zu sich nehmen. Allerdings handelte es sich bei den Befragten um Patienten mit stabiler Angina pectoris (Brustenge, bei der die Symptome nur unter Belastung auftreten), sodass die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Personengruppen übertragen werden können. Wer jedoch bereits Herzprobleme hat, sollte seine Ernährung kritisch hinterfragen.

Die Mehrheit (80 %) der Teilnehmer waren Männer mit einem Durchschnittsalter von 61,8 Jahren. Neben der koronaren Herzkrankheit litten 47 Prozent der Befragten an Bluthochdruck (Hypertonie), 31 Prozent an Diabetes und 29 Prozent der Personen waren Raucher. Außerdem wurden die meisten Medikamente eingenommen: Acetylsalicylsäure (90 Prozent), Statine (90 Prozent), Betablocker (77 Prozent). Erstautorin Vegard Lysne vom Zentrum für Ernährung der Universität Bergen und der Abteilung für Kardiologie des Universitätsklinikums Haukeland erklärte gegenüber dem Fachportal Medscape, Milchprodukte seien eine „sehr heterogene Gruppe von Lebensmitteln“, die nur einzeln betrachtet werden sollten und nicht in Kombination.

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Schlaganfall: Studie zeigt, dass ein hoher Konsum von Milchprodukten das Risiko und die Sterblichkeit erhöht

Daher würde sich die Forscherin wünschen, dass Milchprodukte in zukünftigen Studien nicht nur stärker einzeln als gemeinsam bewertet werden, sondern die Lebensmittel auch in der eigenen Forschung getrennt werden. Die Ergebnisse zeigten, dass ein höherer Konsum von Milch und Milchprodukten sowohl mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko als auch mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden war. Andererseits wird der Verzehr von Butter mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko in Verbindung gebracht, während sich Käse positiv auf das Risiko eines akuten Herzinfarkts auswirkt. Käse kann übrigens auch beim Abnehmen helfen, wobei sich französische Sorten besonders gut eignen.

Auch Qi Sun, Professor für Ernährung und Epidemiologie an der Harvard TH Chan School of Public Health in Boston, Mass., plädiert für eine Bewertung einzelner Lebensmittel. Beispielsweise ist der Verzehr von Joghurt mit einem geringeren Risiko für Diabetes und Herzerkrankungen verbunden. Der tägliche Verzehr von Joghurt kann auch das Schlaganfallrisiko verringern. Lysne betonte auch, dass es sich bei der Studie um eine Beobachtungsstudie handele. Daher sollten Kliniker ihre Empfehlungen nicht allein auf der Grundlage dieser Ergebnisse ändern. Es kommt auf die Dosis und einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und ausreichend Bewegung an.

Vermeiden Sie einen Schlaganfall: Schützen Sie Lebensmittel wie Spinat, Nüsse, Knoblauch, Zwiebeln, Äpfel und Blaubeeren

Nüsse verlangsamen Arteriosklerose. Sie enthalten Ballaststoffe, Magnesium, mehrfach ungesättigte Fette, Vitamin E und Antioxidantien, alles Komponenten, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Besonders Mandeln, Haselnüsse und Erdnüsse enthalten viel Vitamin E, das die Aufnahme schädlicher LDL-Fettpartikel ins Blut verhindert und so vor Arteriosklerose schützt. (Symbolbild) © Achim Sass/ImagoSpinat ist reich an Folsäure, die vor Arterienverkalkung schützt. Es ist reich an Vitamin D und E, die verhindern, dass schlechtes LDL-Cholesterin absorbiert wird, was zu einer geringeren Ansammlung und Verengung der Arterien führt. (Symbolbild) © Vitalina-Rybakova/ImagoLaut der Deutschen Herzstiftung senkt Olivenöl nachweislich das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, somit sinkt auch das Risiko von Ablagerungen in den Gefäßen, l Arteriosklerose Es hat sich gezeigt, dass es das Risiko für die Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit verringert. (Symbolbild) © Panthermedia/ImagoZwiebeln und Knoblauch geben unseren Gerichten nicht nur den nötigen Kick, sondern wirken auch als natürlicher Gefäßreiniger, denn die enthaltenen Öle beugen Arteriosklerose vor. Besonders Knoblauch kann das Herz gesund halten: Die Knolle regt die Stickstoffproduktion im Körper an und verbessert so die Flexibilität und Elastizität unserer Arterien. (Symbolbild) © YAY Images/ImagoDie Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindern Blutgerinnsel und Arterienverkalkung. Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren in Zucht- und Wildlachs verhindert die Bildung von Blutgerinnseln und wirkt der Bildung von Plaques in den Wänden gegenüberliegender Arterien entgegen. (Symbolbild) © foodandmore/ImagoAvocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die die Zellen elastisch halten und Arterienverstopfungen verhindern. Laut der Medical Tribune senkt der Verzehr von Avocado schädliche Lipoproteine. Avocados enthalten einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die die Zellen elastisch halten und Arterienverstopfungen verhindern. Fügen Sie Ihrem Menü also öfter Guacamole hinzu, den mexikanischen Avocado-Dip, der auch in diesem Land beliebt ist. (Symbolbild) © Artjazz/ImagoRed Besonders Delicious- oder Granny-Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine, die Blutgerinnsel und Arterienverkalkungen verhindern. Vor allem Red Delicious- oder Granny Smith-Äpfel enthalten sogenannte Procyanidine. Sie sind Substanzen, die die Fähigkeit haben, Blutgerinnsel zu verhindern. Außerdem können sie die Arterien elastisch halten und stärken. (Symbolbild) © Westend61/ImagoRed Grapefruit kann insbesondere hohe Blutfettwerte senken, einen wichtigen Risikofaktor für die Entstehung von Arteriosklerose.Grapefruit ist nicht nur reich an Vitamin C, sondern hilft auch beim Abnehmen Darüber hinaus haben israelische Forscher herausgefunden, dass sich insbesondere rote Grapefruit positiv auf erhöhte Blutfettwerte auswirken kann. Hohe Blutfettwerte stellen laut der „Deutschen Apotheker Zeitung“ ein erhebliches Risiko für die Entstehung von Arteriosklerose dar. (Symbolbild) © Lubo Ivanko/ImagoDie Anthocyane in Heidelbeeren sollen die Blutgefäße elastisch halten und sie so vor Arterienverkalkung schützen. Als Dessert oder Snack sind Heidelbeeren immer eine gute Wahl, zumal ihre sekundären Pflanzenstoffe, die sogenannten Flavonoide, die freien Radikale des Körpers unschädlich machen. Anthocyane, die Wirkstoffe in Heidelbeeren, sollen Entzündungen im Körper entgegenwirken, Blutgefäße elastisch halten und so vor Arterienverkalkung schützen. (Symbolbild) © Larissa Veronesi/ImagoGrüner Tee enthält Procyanidine, die die Elastizität der Arterien erhöhen. Wie Äpfel enthält auch grüner Tee Procyanidine, die die Elastizität der Arterien erhöhen und Sauerstoff und Nährstoffe besser zu Geweben, Muskeln und Organen transportieren können. (Ikonenbild) © Panthermedia/Imago

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.

Bild der Rubrikliste: © Alex9500/IMAGO

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