Schlaganfall: Warnzeichen können ab dem 10. Lebensjahr auftreten: Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten

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Erstellt: 13.10.2022 11:26 Uhr

Von: Judith Braun

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Eine Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten kann ein Schlaganfallrisiko darstellen. Warnzeichen können zehn Jahre im Voraus angekündigt werden.

In Deutschland erleiden jährlich rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, von dem bis zu 70 Prozent aufgrund bestimmter Risiken vermeidbar wären. Obwohl mehr als 80 % der Betroffenen über 60 Jahre alt sind, können auch jüngere Menschen betroffen sein. Es gibt Einflussfaktoren, die einen Herzinfarkt im Gehirn begünstigen können: Um Ihr individuelles Schlaganfallrisiko herauszufinden, machen Sie bequem und sicher Online-Tests.

Eine Unterbrechung des Blutflusses führt zu einem plötzlichen Ausfall bestimmter Hirnregionen. Laut einer aktuellen Studie niederländischer Wissenschaftler kann sich die Krankheit Jahre vor dem ersten Schlaganfall durch Warnzeichen ankündigen.

Schlaganfall: Warnzeichen können zehn Jahre früher auftreten

80 % der Schlaganfallpatienten sind über 60 Jahre alt. Aber auch jüngere Menschen können davon betroffen sein. © Wissenschaftliche Fotobibliothek/IMAGO

Für die im Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry veröffentlichte Langzeitstudie führten Forscher des Erasmus MC University Medical Center in Rotterdam von 1990 bis 2016 alle vier Jahre kognitive und körperliche Untersuchungen an freiwilligen Teilnehmern durch. Unter anderem nahmen Menschen teil Gedächtnistests und bewerteten, wie gut sie alltägliche Aktivitäten wie Kochen und Einkaufen bewältigten. Für die Analyse wurden Daten von mehr als 14.000 Teilnehmern ab 45 Jahren verwendet. 1.662 Teilnehmer erlitten im Studienzeitraum ihren ersten Schlaganfall.

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Teilnehmer mit einem Schlaganfall bereits bis zu zehn Jahre vor der Erkrankung Anzeichen zeigten. Es war überraschend, dass Schlaganfallpatienten einen schnelleren geistigen Verfall erlebten. Ihre kognitiven Fähigkeiten nahmen deutlich stärker ab als bei Menschen ohne Schlaganfall. Gleichzeitig waren sie zwei bis drei Jahre vor dem Schlaganfall weniger in der Lage, alltägliche Aufgaben zu bewältigen. Frühere Studien deuteten bereits darauf hin, dass sich die Krankheit vier bis sechs Jahre früher durch eine Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und eine verminderte Funktionsfähigkeit im Alltag manifestiert. Nach den Ergebnissen niederländischer Forscher kann sich die Krankheit sogar noch früher ankündigen.

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Schlaganfall: Frauen sind besonders gefährdet: fünf typische Anzeichen

Laut der Studie gelten Frauen als besonders anfällig für Schlaganfälle. Darüber hinaus sind häufig Menschen mit geringerer akademischer Qualifikation und Menschen mit einem Gen, das ebenfalls mit Demenz in Verbindung steht, betroffen. Ein Schlaganfall kann folgende Symptome aufweisen:

  • Sehstörungen: Patienten leiden oft unter einem eingeschränkten Gesichtsfeld oder haben Probleme mit dem räumlichen Sehen. Dies kann zu Doppelbildern und Orientierungslosigkeit führen
  • Lähmungs- und Taubheitszeichen: In den meisten Fällen ist die Gesichtsmuskulatur von Lähmungen betroffen. Dies kann sich jedoch auch im ganzen Körper ausbreiten. Typisch sind das Herabhängen von Augenlid, Mund und Wange. Es kann auch Kribbeln in Armen und Beinen und Taubheitsgefühl verursachen.
  • Sprachstörungen: Patienten murmeln Buchstaben und Silben oder sprechen ruckartig und undeutlich. Manchmal erleiden die Betroffenen auch einen totalen Sprachverlust.
  • Kopfschmerzen: Blutungen im Gehirn können starke Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen verursachen.
  • Gangunsicherheit und Schwindel: Neben anderen Symptomen können Schwindel und Gangunsicherheit auf einen Schlaganfall hindeuten, sind aber allein kein zuverlässiges Warnzeichen.

Schlaganfall: Risikopatienten könnten anhand von Warnzeichen identifiziert werden

“Der beschleunigte Rückgang der Kognition und der täglichen Funktionsfähigkeit vor einem Schlaganfall legt nahe, dass Menschen mit einem zukünftigen Schlaganfall Jahre vor dem akuten Ereignis eine Anhäufung von Hirnschäden erleiden”, sagt Dr. Alis Heshmatollah von der Erasmus-Universität Rotterdam und Autor der Studie gegenüber dem britischen Magazin Dailymail. Wenn Menschen mittleren Alters anhaltende Gedächtnisprobleme und kognitiven Verfall zeigen, könnte dies auf ein hohes Schlaganfallrisiko hindeuten.

Werden die Warnzeichen frühzeitig erkannt, könnte eine Therapie das Risiko minimieren. Die Einnahme von Medikamenten und/oder Änderungen des Lebensstils können helfen. Risikopatienten sollten beispielsweise auf ihre Ernährung und ausreichend Bewegung achten. Wie ein Schlaganfall kann sich auch die Parkinson-Krankheit mit bestimmten Warnzeichen viel früher ankündigen.

Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen zum relevanten Gesundheitsthema und ist daher nicht zur Selbstdiagnose, Behandlung oder Medikation gedacht. Es ersetzt keinesfalls einen Arztbesuch. Individuelle Fragen zu klinischen Bildern kann unsere Redaktion leider nicht beantworten.

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