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Erstellt: 01.07.2023 04:46
Von: Marcus Giebel
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In den letzten Jahren ist die Familie der inzwischen verstorbenen Rosi Mittermaier gewachsen. Seit 2015 sind vier Enkelkinder geboren, das Jüngste ist noch nicht einmal ein Jahr alt.
München – Rosi Mittermaier ist gestorben, aber in den Herzen ihrer Familie, Kinder, Enkel und Deutschen wird sie immer unvergessen bleiben. Ein sportliches Großereignis genügte dem Skistar, um unsterblich zu werden. Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck fuhr der gebürtige Münchner zu drei Medaillen und eroberte damit die Herzen aller deutschen Sportfans. Abfahrtsgold, Slalomgold und Riesenslalomsilber, dazu gab es WM-Gold in der nichtolympischen Kombination, weil die alpinen Weltmeisterschaften in Olympia integriert waren.
Wenige Wochen später beendete die 25-Jährige überraschend ihr beispielloses Karriere-High. Dann hinterließ „Gold-Rosi“, wie der stets fröhliche Oberbayer liebevoll genannt wurde, eine große Lücke im deutschen Wintersport. So wie jetzt in seiner Familie, die in den letzten Jahren gewachsen ist. Mit ihrem Tod an diesem ersten Mittwoch im Jahr 2023 verlieren ihre Angehörigen, Ehefrau, Mutter und Enkelkinder ihre Großmutter.
Tod von Rosi Mittermaier: 2016 begeisterte sie ihren ersten Enkel Oskar
Neben Christian Neureuther, der Liebe ihres Lebens, hinterlässt Mittermaier Tochter Ameli und Sohn Felix sowie vier Enkelkinder. So sehen Sie von oben zu, wie die Kleinen nach und nach wachsen. Aus dem Himmel Aber er durfte trotzdem seine ersten Schritte auf Erden miterleben und sich am Nachwuchs seines eigenen Nachwuchses erfreuen.
2015 brachte Tochter Ameli, die sich als Modedesignerin einen Namen gemacht hat, Sohn Oskar zur Welt. Auch die Geburt ihres Enkels eröffnete der stolzen und schon so viel erlebten Oma ganz neue Perspektiven. „Wir sind sehr glücklich mit unserem Enkel“, schwärmte Mittermaier im Jahr darauf gegenüber der Frankfurter Neuen Presse: „Er gibt uns viel.“ Oskar wird im Februar sieben Jahre alt.
Rosi Mittermaier über ihre Enkel: „Verwöhnt sie nicht mit Schokolade, sondern mit der Zeit“
Im Oktober 2017 kam die erste Enkelin zur Welt: Matilda ist die älteste Tochter von Felix, der als Alpinskifahrer in die Fußstapfen seiner Eltern trat, und der ehemaligen Biathletin Miriam Gössner. Da die Familie direkt neben Matildas berühmten Großeltern ein Haus baute, standen Mittermaier und Neureuther den Kleinen fortan ganz nahe.
Im Februar 2020 war das Glück noch etwas kompletter, denn das zweite Enkelkind von Leo wurde geboren: das zweite Kind des Sohnes Félix und seiner Miriam. Wie sehr sie die Nähe zu ihren Enkeln genoss, machte Mittermaier wenige Monate später in einem Interview für Alles für die Frau deutlich: „Wir verwöhnen unsere Enkel nicht mit Schokolade, sondern mit der Zeit.“
Und mit viel Liebe. Nicht einmal ein gebrochenes Handgelenk hielt Mittermaier davon ab, ihre Enkel abzuholen und auf dem Arm zu tragen. Während ihrer gemeinsamen Zeit war ihm kein Schritt zu schwer.
Trauer um Rosi Mittermaier: Die kleinen Neureuthers haben in jungen Jahren ihre Oma verloren. © IMAGO / APress, Instagram
Rosi Mittermaier hinterlässt vier Enkelkinder: „Wunderbare Erlebnisse“ mit den Kleinen
Auf die Frage, worauf sie sich am meisten freue, sagte sie im Interview: „Alles rund um unsere Enkelkinder. Das sind wunderbare Erlebnisse.“ Mittermaier konnte sie zumindest für ein paar Monate mit Lotta, der jüngsten Nachfahrin der Familie, wiedervereinen. Das dritte Kind von Fèlix und Míriam wurde im vergangenen April geboren, sodass sie ihren ersten Geburtstag ohne ihre Großmutter feiern müssen.
Lotta durfte wegen dieser kurzen Zeit nicht allzu viele Erinnerungen mit Mittermaier teilen. Doch es wird nicht viele Jahre dauern, bis sie – wie Oskar, Matilda und Leo – erkennt, dass ihre Großmutter eine ganz besondere Frau war. Das hat Millionen von Menschen bewegt. Und so wird die Ski-Ikone weiterleben. (mg)