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Erstellt: 12.11.2022, 20:06
Von: Teresa Toth
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Laut Scholz fällt es vielen Menschen schwer, bis zum voraussichtlichen Rentenalter zu arbeiten. © Bernd Settnik/dpa
Derzeit liegt das voraussichtliche Renteneintrittsalter bei 67 Jahren. Viele Menschen verlassen den Arbeitsmarkt jedoch früher; Scholz will das ändern.
Berlin – “Es ist wichtig, den Anteil der Menschen zu erhöhen, die tatsächlich bis zum Rentenalter arbeiten können.” Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will, dass weniger Menschen vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Rente gehen. „Das fällt vielen heute schwer“, sagte Scholz am Sonntag (11.12.) der Mediengruppe Funke und der französischen Zeitung Ouest-France.
Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung gehen immer mehr Menschen in Deutschland in den Vorruhestand. Viele hören mit 63 oder 64 Jahren auf zu arbeiten. Das Regelrentenalter liegt jedoch bei 67 Jahren. Gleichzeitig leidet die deutsche Wirtschaft unter Arbeitskräftemangel.
Scholz (SPD): Neben späteren Renten muss der Frauenanteil erhöht werden
„Wir können einiges auffangen, indem wir bessere Startchancen für junge Menschen schaffen und in die Berufsausbildung und das Studium investieren“, sagte die Bundeskanzlerin. Wichtig ist auch, den Anteil der Frauen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. Mit dem Ausbau von Ganztagsangeboten in Kindergärten, Kindergärten und Schulen soll dies möglich sein.
Dies allein reicht jedoch nicht aus. “Darüber hinaus werden wir auch Zuwanderung aus anderen Ländern brauchen, um unseren Wohlstand sichern zu können”, betonte die Bundeskanzlerin. Er verwies auf Prognosen, wonach bis 2035 voraussichtlich sieben Millionen Fachkräfte in Deutschland fehlen werden, und verteidigte in diesem Zusammenhang auch das Vorhaben der Ampelkoalition, die Einbürgerung in Deutschland zu erleichtern.
Renten: Scholz (SPD) will bessere Bedingungen für Migranten schaffen
Die Bundesregierung hatte zuletzt mit mehreren Gesetzesvorhaben begonnen, die deutsche Migrationspolitik zu reformieren. So sehen die Pläne von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor, dass Migranten statt nach acht Jahren nach fünf Jahren einen deutschen Pass erhalten können; Voraussetzung ist, dass „Sie Deutsch sprechen können, Ihren Lebensunterhalt verdienen und keine Straftat begangen haben“, so Scholz.
Damit soll die deutsche Einwanderungspolitik internationalen Standards angeglichen werden: In vielen Ländern kann die Staatsbürgerschaft bereits nach fünf Jahren erworben werden. „Lange Zeit wurden Einwanderer so behandelt, als würden sie das Land später wieder verlassen – die Einbürgerung stand nicht im Vordergrund“, sagte er. “Aber wir sind längst ein Einwanderungsland.” (tt/afp/dpa)
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