Mit „Railgrade“ bringen Minakata Dynamics und Epic Games den Spielspaß auf Schienen. Das Spiel für PC und Nintendo Switch im „Heute“-Test.
„Railgrade“ ist kein gewöhnlicher Eisenbahnmanagement-Simulator. Tatsächlich versetzt uns das Spiel in die Rolle des Managers einer Weltraumkolonie. Als Mitglied der sogenannten Nakatani Chemicals Corporation sollten wir uns daran erinnern, wie Zugstrecken und Eisenbahnsysteme auf der Erde funktionieren, und dies alles auf unsere Weltraumsiedlung anwenden. Schließlich soll diese vom Slum des Weltraums in eine strahlende Metropole verwandelt werden. Leichter gesagt als getan, denn „Railgrade“ bietet komplexe Mechaniken und komplizierte Aufgaben, um uns dauerhaften Spielspaß zu bereiten.
Abgesehen von diesen „Railgrade“-Infos darf man allerdings nicht viel von einer Story erwarten, die wir auch gar nicht vermissen, schließlich soll „Railgrade“ eine Simulation sein und kein oberflächliches Märchen erzählen Science-Fiction-ICE. Es gibt natürlich eine Art Tutorial, und es ist nicht so schlimm. Zu Beginn bekommen wir einen KI-Berater, der uns an die Möglichkeiten erinnert, die uns offenstehen, ohne uns in die Lösung zu stecken. Die ersten Einsätze sind auch Aufwärmübungen, die trotz ihrer Leichtigkeit Spaß machen.
Völlig neue Dimensionen werden im Laufe des Spiels hinzugefügt
Doch es wird schnell anspruchsvoller und komplexer, denn es kommt nicht nur darauf an, wie unterschiedliche Objekte wie Häfen und Bahnhöfe vernetzt sind, sondern auch wie und wo die Objekte gebaut sind und wie die hin- und herfahrenden Züge zusammengesetzt sind . Auch die Organisation spielt eine entscheidende Rolle: Mit dem wachsenden Schienennetz können Mega-Züge geschickt werden, aber sie müssen lange be- und entladen werden. Hier gilt es, eine gute Balance zwischen Leerstand und Kosten zu finden und diese Balance dem Wachstum des Netzwerks laufend anzupassen.
„Railgrade“ wird im Spielverlauf als Endlossimulation sowie als Missionstitel eingeblendet – man spielt sich einem gigantischen Eisenbahnnetz entgegen, in dem es immer wieder unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen gilt, die fein säuberlich in 15 bis 25 aufgeteilt sind .minütige Sitzungen. Es ist auch perfekt, wenn Sie nur ein paar Minuten „Railgrade“ spielen möchten. Je weiter man geht, desto tiefer wird die Simulation im wahrsten Sinne des Wortes: Wächst das Netz zunächst nur in Länge und Breite, nimmt es irgendwann auch in Höhe und Tiefe zu und erhält so ganz neue Dimensionen.
Komplexes Spiel, aber auch für Anfänger gut erklärt
Es ist beeindruckend, wie komplex „Railgrade“ nach wenigen Stunden Spielzeit wird, denn ständig kommen neue Organisations-, Effizienz- und Planungsfeatures hinzu. Berechnen Sie also bald, wie Sie Ihre Exportgewinne steigern können, entwerfen Sie neue Strecken, um die Züge schneller ans Ziel zu bringen, und statten Sie die Lokomotiven mit immer mehr Upgrades aus, um sie schneller, stärker und fehlerfrei zu machen. Anfänger kommen jedoch nicht zu kurz, denn Railgrade erklärt die einzelnen Tools ausführlich, bevor sie ins Spiel integriert und genutzt werden.
Aber „Railgrade“ lässt auch genug Raum für Experimente. Haben Sie schon einmal eine Route mit einem großen Umweg genommen? Nicht die schnellste Lokomotive benutzt? Maximaler Ertrag nicht eingesammelt? Macht nichts, denn das Spiel führt Sie nicht in eine Sackgasse, wenn Sie nicht effizient planen, und bestraft solche Handlungen auch äußerst sanft: Die Abrechnung erfolgt nach Zeitaufwand für eine Aufgabe. Sie können die Aufgaben auch selbst auswählen und einfach eine Mission starten, wenn Sie sich bereit fühlen. Der generelle Ablauf ist immer gleich.
Komplexes Spiel mit sehr einfacher Steuerung
Auf einer Art Weltkarte sieht der Spieler mehrere Szenarien, von denen die meisten eine Stadt und mehrere Startpunkte beinhalten. Als Spieler muss man diese Punkte möglichst vollständig verbinden, damit der Güterverkehr funktioniert. Szenarien können detailliert untersucht und das Vorgehen geplant werden – die Zeit beginnt erst zu laufen, wenn Sie die erste Komponente in der Spielwelt platzieren. Später im Spiel kannst du auch Gebäude entlang der Strecke bauen, wichtiger ist aber auch das Finanzmanagement, da diese ständig Kosten verursachen.
Obwohl das Spiel selbst sehr komplex ist, ist die Steuerung (wir haben die PC-Version getestet) recht einfach. Mit Maus und Tastatur lassen sich mit wenigen Handgriffen und Klicks atemberaubende Bahngleise in die Landschaft einfügen und mit Objekten verbinden. Das Spiel ist sogar schlau, schlägt verschiedene Routen vor und verbindet auf Wunsch automatisch Streckenabschnitte. Beeindruckend ist auch der Realismus, zum Beispiel der Anstieg oder Abfall des Geländes, sowie die Belastungsänderungen der Geschwindigkeit der Lastzüge.
„Railgrade“: Dieser Simulator bringt Spaß auf Schienen
Lediglich im Detail zeigt „Railgrade“ schließlich einige Schwächen, die zwar ärgerlich, aber nicht weiter schlimm sind. Manchmal gibt es längere Leerlaufzeiten beim Warten auf genug Geld für das Missionsziel oder es gibt bisher keine Möglichkeit, Züge, die in der Mitte montiert wurden, anstatt am Ende des Zuges zu montieren, ohne sie halb zu löschen und neu zu erstellen. Grafisch ist „Railgrade“ eine äußerst beeindruckende Simulation mit detaillierten Zügen und Strecken, sowie wunderschönen und abwechslungsreichen Landschaften und reibungslosen Abläufen ohne Ruckeln oder andere Fehler.
Als nicht so ausgewiesene Simulationsexperten gefällt uns an „Railgrade“, dass es hier keine ultrastrengen Prozesse gibt und wir Raum zum Experimentieren haben, auch wenn es nicht zu den effizientesten Bahnstrecken führt. Und das Beste: Wer keine Lust hat, die nächste Bahnlinie zu verlegen und das nächste Zugobjekt anzuschließen, kann einfach in die Spielwelt hineinzoomen, die Züge in 3D aus nächster Nähe betrachten, sich zurücklehnen und sogar auf dem Brett Zug und Kurve durch die Spielwelt. Mit „Railgrade“ kommt der Sim-Spielspaß voll auf Schiene!
Nav-Compte rfi Time11.10.2022, 19:47| Veranstaltung: 11.10.2022, 19:47 Uhr